Uli Hoeneß: Fasten für den Frieden

Donnerstag, 7. März 2013

Noch drei Wochen müssen unsere Sportler durchhalten, dann dürfen sie endlich wieder aus dem Vollen schöpfen.

Die Fasten- hat Halbzeit, die Sportler strengen sich tüchtig an, und nicht nur mit dem Bauch! Herausragende Vorbilder:

Die Stürmer der Ex-Meister Nürnberg, Stuttgart und Wolfsburg Schon seit Monaten schießen sie kaum noch Tore – jetzt, in der Zeit des frommen Verzichts, kommen sie zuweilen sogar ganz ohne Torchancen aus.

Lothar Matthäus. Der Womanizer unter den Weltfußballern hat sich vorgenommen, während der Fastenzeit nicht mehr jede Woche, sondern nur noch alle zwei Wochen mit einer neuen Freundin in den Schlagzeilen aufzutauchen.

Rainer Calmund. In früheren Jahren kündigte er gern mal eine Abspeckkur an – jetzt, in den 40 Hunger-Tagen, verzichtet er sogar darauf, über das Abnehmen auch nur zu reden!

Die DFB-Nationalelf. Sonst völlert die Abwehr ganz gerne mal, lädt z.B. die Schweden zu vier Buden ein – gegen Frankreich aber gönnten sich Lahm & Co. nur ein einziges mickriges Gegentörlein!

Die Bundesliga. Um beim Zuschauer keinen fastenfeindlichen Appetit auf verbotene Fleisch- und Wurstwaren zu provozieren und den Geschmackssinn statt dessen auf die erlaubten Fischgerichte zu lenken, verfügte das Liga-Management bis Ostern folgende Umbenennungen: 1.FC Nürnberg wird 1.FC Nordsee, Hertha BSC wird Hering a.D. und Hamburger SV wird Fischfrikadelle zbV. Ebenfalls unter neuen Vereinsnamen laufen auf: Hunger Rostock, Fettfrei Bremen, VfL Wolfsbarsch, Kalorie Cottbus und Borussia Mönchenplattbauch.

Franz Beckenbauer. Statt der üblichen barocken Wort-Kaskaden derzeit nur knurrige Kurz-und-Knapp-Kommentare, statt Schimpfkanonaden Schmalkost – Vorsicht, vermutlich staut sich da was an!

Eintracht Frankfurt. Während der gesamten Faschingszeit gab es beim Wort ‚Champion‘s League’ immer so schönes fettes Gelächter – jetzt wird darüber fast schon fanatisch geschwiegen!

Matthias Sammer. Fastete bereits mit Saison-Beginn sämtliche Meisterschafts-Vorhersagen gnadenlos in den Kalorienkeller – aber jetzt näht er seinen Männern auch noch den Mund zu: Triple kein Thema!

1.FC Köln. Geht den Wiederaufstieg im Sparsam-Stil der Echternacher Springprozession an: zwei Schritte vor, einen zurück.

Unsere Tennisspieler. Die fetten Jahre mit Steffi & Boris sind längst Legende, jetzt gibt es nur noch Filzfasten mit absolut spaßfreier Magerkost.

Die Skijäger. Die WM war der Höhepunkt der Fastenzeit und voll die Härte: Unsere Biathleten schalteten auf Sparflamme, schossen lieber Fahrkarten und geizten in der Loipe mit Kalorien.

Ungekrönter Fastenkönig bleibt Uli Hoeness: Früher verzichtete er bis zu sechseinhalb Wochen lang gemäss christlicher Fastenregel auf alles Fleisch, also auch auf die selbstproduzierten Bratwürste – jetzt spart er sogar mit den früher so trefflichen Spitzen gegen die Konkurrenz aus Dortmund. Die edelste, weil härteste Form der Selbstkasteiung ist das Wortfasten für den Frieden!


 

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