Der König der Rosenkriege und sein Tod im Tower

Freitag, 17. Mai 2013

Shakespeare, "Heinrich VI. - Der Krieg der Rosen" als Aufzeichnung einer Aufführung in Stuttgart 1969. Im 1.Teil gefallen am besten

Talbot:

  "Doch sterben müssen Kön'ge, noch so groß;

  So endet sich elender Menschen Los."

Suffolk:

  "Ja, sie ist schön: drum muß man um sie werben;

  Sie ist ein Weib; drum kann man sie gewinnen."

Im 2. Teil sagen

York: "Zu den Orakeln kommt man mit Beschwer,

  Und schwer versteht man sie."

König Heinrich:

  "Wie Gott doch wirkt in seinen Kreaturen!

  Ja, Mensch und Vogel schwingen gern sich hoch."

Königin Margareta:

  "Man achtet kleiner Hunde Murren nicht,

  Doch Große zittern, wenn der Löwe brüllt."

Suffolk:

  "Wo tief der Bach ist, läuft das Wasser glatt."

Warwick:

  "Solch übler Tod verrät ein scheußlich Leben."

Suffolk:

  "Elende sind auf kleine Dinge stolz." -

  "Der echte Adel weiß von keiner Furcht." -

  "Durch Bettler fallen große Männer oft."

Georg Bevis:

  "Denn es gibt kein besser Zeichen von einem wackern Gemüt, als eine harte Hand."

Cade:

  "Ist eine Feder wohl so leicht hin und her geblasen als dieser Haufe?"

York:

  "Gehorchen mag, wer nicht zu herrschen weiß."

Clifford Sohn:

  "Die Furcht schafft Unordnung, und statt zu schirmen,

  Verwundet sie. O Krieg, du Sohn der Hölle,

  Gebraucht zum Werkzeug von des Himmels Zorn!"

Und im 3.Teil:

Richard: "Wer weint, vermindert seines Grames Tiefe."

König Heinrich:

  "Ich lasse meine tugendhaften Taten

  Dem Sohn zurück: und hätte doch mein Vater

  Mir auch nicht mehr gelassen! Alles andre

  Bringt tausendmal mehr Sorge zu bewahren,

  Als im Besitz ein Tüttelchen von Lust."

Clifford:

  "Denn was nährt Unkraut, als gelinde Luft?

  Und was macht Räuber kühn, als zu viel Milde?"

Königin Margareta:

  "Die Wellen schelten, hilft so viel als loben." -

Gloster:

  "Verdacht wohnt stets im schuldigen Gemüt;

  Der Dieb scheut jeden Busch als einen Häscher."

Das Drama entstand in den Jahren um 1590. Heinrich VI. (1421-1471) war der letzte Herrscher Englands aus dem Hause Lancaster. Mit sieben Jahren wurde er zum König von England, mit zehn auch zum König von Frankeich gekrönt. Erst der große Gegenspieler der Johanna von Orleans, scheiterte er später an seiner Günstlingswirtschaft. In den „Rosenkriegen“ wurde er zum Spielball der Parteien und zuletzt im „Tower“ ermordet. „Doch sterben müssen Kön’ge, noch so groß…“

*

Finde dich, fliehe dich!

*

Corelli, op.6 Nr.9 F-Dur: Milde Klarheit sommerlicher Gedanken, Dankbarkeit eines Erntetags, Schönheit natürlicher Reife. Die Wärme freier Herzen vertreibt die kalten Nebel ichkranker Einsamkeit. Der Egoismus kann nur am Mitmenschen gesunden.

*

Tschechow, "Die Braut": "Man spürte den Mai, den lieben Mai! Es atmete sich so tief, und es schien, als rege sich irgendwo unter dem Himmel, über den Bäumen, weit hinter der Stadt, in Feldern und Wäldern ein anderes Frühlingsleben, herrlich, reich und heilig, ein Leben, dessen Erkenntnis dem schwachen, sündigen Menschen unzugänglich ist. Und man hätte weinen mögen."

*

Gottfried Keller, "Der Schmied seines Glückes":

  "Eis und Schnee,

  Buben baden im See,

  Reife Kirschen und blühender Wein

  Mocht' Alles in einem Maimond sein."


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