Die pädophilen Unschärfen der Grünen

Sonntag, 26. Mai 2013

VON WOCHE ZU WOCHE: 19.-25.Mai 2013

SONNTAG

Immer mehr Jäger kontrollieren ihr Wild mit Fotofallen: An Futterstellen und Wildwechseln lösen Bewegungsmelder Digitalkameras aus („Fotofalle Waldkauz“). Jetzt setzen hessische Datenschützer durch, dass die Kameras wieder abgehängt werden müssen, weil im „öffentlichen Raum“ nicht zulässig. Da die Behörde nicht kontrollieren kann, ob ihre Weisung auch wirklich befolgt wird, fordert sie „Hinweise aus der Bevölkerung“. Schnüffeln gegen den Schnüffelstaat.   

MONTAG

Zur überfälligen Aufarbeitung der Pädophilie-Vergangenheit ihrer Partei sagt die „Grüne“-Abgeordnete Marieluise Beck, es habe im Bemühen, „die jahrzehntelange sexuelle Prüderie der Nachkriegszeit zu überwinden“, auch „Unschärfen“ gegeben. Hebbel: „Wer die Menschen kennen lernen möchte, der studiere ihre Entschuldigungsgründe.“

DIENSTAG

Ein Vorstandsmitglied der Berliner „Piraten“ wehrt sich gegen Vorwürfe, er habe dafür gesorgt, dass seine Fraktion sowohl seine Freundin als auch deren Mutter eingestellt habe. Auf einer Pressekonferenz erklärt er, beide seien längst angestellt gewesen, als er die Freundin kennenlernte - die Mutter als Pressesprecherin, die Freundin als Assistentin einer Abgeordneten. Die Abgeordnete wiederum hatte zuvor ihren Lebensgefährten angestellt, aber unter Druck wieder entlassen müssen. Alexander Pope (1688-1744): „Die Partei ist der Wahn vieler zum Nutzen weniger.“  

MITTWOCH

Das Amtsgericht Lüneburg verurteilt den Liedermacher und „Linke“-Abgeordneten Dieter Dehm wegen eines öffentlichen Aufrufs zu einer Straftat zu 2250 Euro Strafe: Er hatte im Internet dazu aufgerufen, im Wendland Schottersteine unter Bahngleisen zu entfernen, um „Castor“-Transporte zu stoppen. Jetzt will Dehm „bis zum Europäischen Gerichtshof für Menschenrechte“ klagen. Churchill: Der Fanatiker ist ein Mensch, der seine Meinung nicht ändern kann und sein Thema nicht ändern will.“

DONNERSTAG

BZ-Chefreporter Gunnar Schupelius ärgert sich darüber, dass in Berlin noch immer so viele SED-Symbole und -Sympathien sichtbar sind: Stasi-Aufmärsche im Treptower Park, NVA-Uniformen, DDR-Fahnen. Seine Frage, wie es denn wohl wäre, wenn es Nazi-Aufmärsche, Nazi-Uniformen und Nazi-Fahnen gebe, provoziert wütende Leserbriefe: Die Gleichsetzung von kommunistischen und
nationalsozialistischen Symbolen sei „widerlich und geschmacklos.“ Unrechtsbewusstsein? Fehlanzeige. Bert Brecht: „Der Schoß ist fruchtbar noch…“

DONNERSTAG

Die US-Basketballmannschaft „San Antonio Spurs“ weckt trotz vieler Siege beim Publikum wenig Begeisterung. Als Grund vermutet die Internetzeitung „Slate“ das hohe Durchschnittsalter der Spieler: „Wir sind am Ende einfach eine Nation aus lauter Scheinheiligen, die hysterische Tussen, üble Typen und reine Zufälle lieber mögen als schlichten Sachverstand.“ Gilt nicht nur für die USA: Selbsterkenntnis ist der erste Weg zur Besserung.

FREITAG

Öffentlich-rechtliche Journalisten prangern gern die Spitzengehälter in Banken, Industrie und Sport an. Über die Bezüge ihrer Moderatoren dagegen schweigen sie sich aus. ZDF-Intendant Thomas Bellut fürchtet „Neiddebatten“ und meint, „auch gut bezahlte Menschen“ hätten ein Recht, „geschützt zu werden.“ Vor dem deutschen Fernsehen sind alle gleich, und einige sogar noch ein bisschen gleicher.

SAMSTAG

Nach einer BBC-Umfrage ist Deutschland das beliebteste Land der Welt, vor Japan, Kanada und Großbritannien. Wie passt das zu den Fernsehbildern von angeblich überall in Europa erwachenden Ressentiments mit Hakenkreuzen und Hitlerbärten? Yehudin Menuhin: „Die Medien … haben unverantwortlicherweise die Sicherheitszone zwischen Phantasie, Schein und Wirklichkeit eingerissen.“



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