Kap.2: Mit dem Luftschiff in die Kronenregion

Montag, 10. Juni 2013

Was bisher geschah: Die junge Pharmaforscherin Maria Behrendt hat den Piloten Josef Sander angeheuert, um mit einem Zeppelin in den großen Bäumen nach medizinischen Wirkstoffen zu suchen.


Das Geheul der Sirene drang über das kleine Flugfeld von San Simon de Cocuy in den nahen Wald. Erschrocken flatterte ein Schwärm gelbbrauner Stärlinge aus den hohen Stockschöpfen der Bulbostylisgräser in den flachen Senken neben der Startbahn empor, und eine Horde schwarzgesichtiger Wollaffen flüchtete kreischend durch die schwankenden Wipfel buntblühender Tachigalien.

  „Ich glaube es einfach nicht“, sagte Sander kopfschüttelnd und drückte den Kippschalter des Signalhorns in Ruhestellung. Maria Behring lächelte. „Das ist für die Japaner“, sagte sie, „Die sind auf solche Sachen ganz scharf.“

  „Der wahre Grund sind natürlich die deutschen Vorschriften, sagte der Ingenieur hinter ihr. „Signalhörner sind Pflicht für Luftschiffe aller Art. Schließlich können sie immer mal gezwungen sein, mitten in der Landschaft runterzugehen.“

  „Und dann tuten sie wie Dampfer? fragte Sander.

  „Der Ingenieur zuckte mit den Schultern. „Diese Luft schiffe werden in Deutschland gebaut, und ohne die Warnanlage gibt‘s keine Zulassung.“

  „Drücken Sie mal auf den gelben Knopf da links“, sagte Maria Behring. Sander gehorchte, und diesmal erklang ein lautes Tatütata. Rasch stellte er das Gerät wieder ab.

  „Ein Martinshorn“, sagte er entgeistert.

  „Das ist natürlich Spielerei“ gab der Ingenieur zu. Da hat Frau Doktor schon Recht, das ist für die Japaner, die kaufen immerhin 90 Prozent unserer Produktion. Im Computer sind 60 verschiedene Warnsignale gespeichert, von der Rolls-Royce-Hupe über die deutsche Luftschutzwarnung bis zur Sirene der New Yorker Feuerwehr.“

  „Na bestens“, sagte Sander. Er hatte sich an diesem Tag schon genug gewundert. Das angebliche Feldlabor am Cocuy hatte sich als eine Ansammlung von mehr als 30 Containern entpuppt, alle voll klimatisiert und durch Schleusen miteinander verbunden. Die eine Hälfte war mit Elektronik vollgepackt, die andere diente dem Komfort: Küche, Sanitär, OP. Eine aseptische Schleuse hielt die lästige Krabbelfauna fern. Eine sechs Meter hohe Satellitenschüssel stellte die Verbindung zur Außenwelt her.

  „Na, das ist endlich mal eine richtig ökologische Expedition“, hatte Sander gesagt, war aber bei Maria Behring damit abgeblitzt: „Ganz recht. Je besser die Leute sich fühlen, desto besser arbeiten sie, desto schneller sind wir fertig, und desto kürzer ist unser Aufenthalt. In ein paar Wochen wird hier nichts mehr an uns erinnern. Wir nehmen alles mit, auch die Abfälle. Das Wasser, das wir zurückgeben, ist sauberer als das, das wir uns nehmen."

  Das Abendessen - Rouladen mit Spätzle – war für Sander ein Traum. Danach himmlischer Schlummer in frischen Laken.

  „Haben Sie gut geschlafen?“

  „So ökologisch wie noch nie.“

  Jetzt blickte Sander prüfend auf die Armaturen in der kleinen Gondel.

  „Kann losgehen, sagte der Ingenieur und schnallte sich an.

  Sander setzte die Kopfhörer mit dem Mikrophon auf, kontrollierte den Druck in der Hülle, öffnete den Kraftstoffhahn, stellte die Füße auf die Seitenruderpedale und schob den Gashebel vor. „Luftschrauben frei?“

  „Luftschrauben frei“, antwortete der Ground-crew-Chef am Haltemast zwölf Meter vor der Gondel.

  Sander schaltete den Anlasser für das linke Triebwerk ein. Nach drei Sekunden sprang es an. Sander gab etwas Gas, kontrollierte die Drehzahl und reduzierte langsam die Umdrehungen, bis der Motor gleichmäßig lief. Kurz darauf begann auch das rechte Triebwerk zu arbeiten.

  „Tadellos“, sagte Maria Behring in Sanders Kopfhörer.

  Sander warf prüfende Blicke auf Drehzahlmesser und Temperaturanzeiger, schaltete den Alternator ein und regulierte sorgfältig die Luftzufuhr. Dann wechselte er von der Companyfrequenz zum Tower.

  „Airship Delta Bravo Papa Whiskey Oscar. Ready for take-off, leaving control zone one.”

  Durch das Rauschen krächzte eine Stimme mit starkem spanischem Akzent: „Delta Bravo Papa Whiskey Oscar, you are clear to take off.”

  Sander schaltete wieder auf Companyfrequenz und sagte: „Wir gehen vom Mast.“ Er löste die Fangvorrichtung und gab etwas Rückwärtsschub. Das Luftschiff trennte sich von der Halterung und schob mit dem Heck voran etwa einen Meter hoch über das Gras. Leichte Winde ließen den Rumpf schwanken; Sander trat in die Pedale und glich die Schaukelbewegung aus.

  „Reagiert“, brummte er anerkennend.

  Als der Mast hundert Meter entfernt war, packte Sander das große vertikale Rad des Höhenruders Sitz und schob den Gasregler auf Volllast. Die Motoren dröhnten, und das Luftschiff wurde schneller. Bei 60 Stundenkilometern drehte Sander das Höhenruder nach vorn. Das Rad unter der Gondel löste sich vom Boden, und das Luftschiff stieg in einem Winkel von 15 Grad auf. Ein paar Sekunden später ließ es den kleinen Flugplatz hinter sich zurück und schwebte knapp 50 Meter über den Bäumen nach Norden.

  Sander drosselte die Motoren und ging auf eine Geschwindigkeit von 30 Stundenkilometern. Maria Behring schob den Kopf durch die offene Seitenscheibe und genoss die Kühle des Fahrtwinds. Der Wald unter ihr überzog das ebene Land in überraschender Ungleichförmigkeit. Zwischen den mit Stacheln bewehrten Stämmen der Pirijaopalmen, den opportunistischen, aber kurzlebigen Cecropiabäumen mit ihren Kandelaberwipfeln, den Philodendren und Balsabäumen ragten immer wieder riesige Laurazeen und Amyrisarten empor. Die älteren Bäume hingen voller Kletter- und Schlingpflanzen. Die leuchtenden Blüten der verschiedensten Bromelien und Orchideen blitzten im Meer der Milliarden Blätter auf, wie Neonfische durch das dämmrige Grün einer von Algen bedeckten Aquariumsscheibe blinken.

  „Atemberaubend“, sagte Maria Behring und hob ihren Fotoapparat.

  „Also für mich sieht das von oben immer aus wie Brokkoli“, sagte der Ingenieur prosaisch.

  Nach einigen Minuten steuerte Sander auf die ersten Überständer zu. Die gewaltigen Kronen, jede gut 20 Meter breit, wölbten sich 60 Meter hoch über die kleineren Bäume. Maria Behring hob ihr Fernglas. „Ein Deckeltopfbaum. Und zwei Dipteryx.“

  „Was für Dinger“ fragte der Ingenieur.

  „Tonkabäume. Hülsenfrüchtler. Schwarze Samen, sehen aus wie Bohnen. Die Indios tragen sie als Ketten um den Hals, weil sie so gut riechen. Bei uns hat man die Kapseln früher in Schnupftabaksdosen gelegt. Die Stämme sind hart wie Eisen, man kriegt kaum einen Nagel hinein.“

   „Sie wollen doch nicht etwa auf ihm landen, oder?“ fragte der Ingenieur.

  Sie reichte ihm das Fernglas. „Auf dem linken Dipteryx. Sehen Sie die rotgelben Punkte in der oberen Astgabel? Das ist eine Tillandsia fendleri. Prächtiges Exemplar. Die Trichterrosette muss mindestens 90 Zentimeter hoch sein.

  „Und die wollen Sie absäbeln?“ fragte der Ingenieur entgeistert.

  Maria Behring lachte. „Nein“, sagte sie. „So was haben wir massenhaft in unseren Gewächshäusern. Wir suchen hier neue Arten. Und von denen nehmen wir auch nur Teile. Vor allem die Infloreszenzen. Die fertilen Teile, also die Blütenstände. Staubblätter, Griffel und Ovarien. Die enthalten besonders interessante Wirkstoffe.“

  „Der Wind dreht sich“, sagte Sander. „Wir müssen von der anderen Seite ran.“

  Er steuerte nach Westen und ging langsam tiefer. Maria Behring überprüfte die Gurte, die sich ihr um Schultern, Hüften und Oberschenkel schlangen, zog die Reißverschlüsse an ihrem dunkelblauen Overall zu und klinkte die Sicherungskette der Spezialschere an ihrem Handgelenk ein. Die drei großen Bäume kamen rasch näher. Sander zog die Gashebel zurück und ließ das Luftschiff treiben. Als der vorderste Dipteryx noch etwa 50 Meter entfernt war, stellte er die Luftschrauben um. Langsam verringerte sich die Geschwindigkeit. Sander Gegenschub und ließ Luft aus den Ballonetts. Das Schiff stieg langsam höher stand bald genau über die Tillandsia, die grell durch Blättern des Dipteryx leuchtete. Die Bromelie hatte sich tief in einer Astgabelung eingenistet; sie sah aus wie ein Tintenfisch auf dem Rücken eines Wals.

  Sanders blickte auf den Höhenmesser. „48 Meter.“

  „Das ist mir hoch genug“, antwortete Maria Behring munter.

  „Seien Sie nur vorsichtig!“ sagte der Ingenieur überflüssigerweise.

   Maria Behring klopfte gegen ihr Mikrophon. „Wie viel Zeit habe ich?“

   Sander schaltete Sander die Blower ein und öffnete die Ventilklappen. Die elektrischen Hilfspumpen bliesen die fünf Meter hohen Innenballons auf, bis das Schiff genauso schwer war wie die Luft. Der Vortrieb reichte gerade aus, das Fahrzeug im leichten Wind zu halten.

  „Schätze, vier Minuten“, sagte Sander.

  Maria Behring zog hart an ihrem Sicherungsseil. Sander schaute prüfend auf die Verankerung an der Dachstrebe der Gondel. „Viel Vergnügen“, sagte er.

  Sie kletterte vorsichtig von ihrem Sitz, stellte die weichen Profilsohlen ihrer Spezialstiefel in den Korb und überprüfte noch einmal die Rutschfestigkeit in der superleichten Kohlefaserkonstruktion. Dann kletterte sie hinein und legte die Finger um den Griff der Handsteuerung. Die Bodenklappe öffnete sich, und der Korb sank langsam aus der Gondel in die Tiefe.

  „Entfernung ungefähr drei Meter“, hörte Sander sie in seinem Kopfhörer sagen, und dann plötzlich: „Entfernung vergrößert sich!“ Rasch nahm er die beiden Blower zurück, und das Schiff sank wieder einige Zentimeter.

  „Entfernung zwei Meter“, sagte Maria Behring. „Hydraulik arbeitet einwandfrei. Noch einen Meter“. Ein leichter Ruck ging durch das Schiff. „Ich bin dran“, meldete sie. Sie stand nun genau neben der Tillandsia in der Astgabel, knapp zehn Meter unter den höchsten Zweigen des Dipteryx, und blickte auf das Blätterdach der kleineren Bäume 20 Meter unter ihr hinab. Den Erdboden konnte sie nicht sehen. Das Adrenalin in ihrem Blut ließ ihr Herz schneller schlagen. Sie fotografierte die Bromelie von allen Seiten. Dann schaltete sie das Tonband in ihrer Brusttasche ein.

  Sander beugte sich aus dem Fenster. Der Korb stand so ruhig in der Astgabel, als habe auch er dort Wurzeln geschlagen und nicht nur der Epiphyt.

  Gespannt sahen Sander und der Ingenieur zu, wie sich Maria Behring zu der Bromelie hinüberbeugte. Mit geübten Bewegungen machte sie sich an der Pflanze zu schaffen. „Tillandsia fendleri auf Dipteryx odorata“, protokollierte sie. „Fundhöhe 48 Meter. Alter etwa sechs Jahre. Pflanzenhöhe 1,88 Meter. Trichterrosette 92 Zentimeter.“ Sie zog ein metallenes Maßband aus der grünen Bromeliensterne. „Blattscheide nicht sehr scharf, eher etwas undeutlich abgesetzt. Lange 24 Zentimeter. Gleichmäßig lepidot, dichte braune Schuppen...“ Sie sprach nun schnell und fast ohne Pause. „Blattspreite ligulat, Länge 95 Zentimeter, Breite acht Zentimeter. Kahl, an der Basis ziemlich wachsig. Farbe blassgrün. Infloreszenzschaft sehr dick … 65 Millimeter … Schaftbrakteen imbrikat, subfoliat, sehr dicht. Seitenäste ungewöhnlich lang gestielt, stehen horizontal ab.“ So ging es noch eine ganze Weile. Dann sagte sie: „Ich gehe jetzt in die Infloreszenz. Sehr tripinnat. Lanzeolate Ähren, schwertförmig zugespitzt…“

  „Noch eine Minute“, unterbrach Sander.

  „Längste Ähre 22 Zentimeter. Vierzehn Blüten, abwärts gebogen. Deckblätter schmal-lanzett-ähnlich zur Spitze gekielt. Zahl…“ Sie machte eine kleine Pause. „16. Farbe gelb bis orange. Etwa so lang wie die Kelchblätter. Ich schneide jetzt. Ich habe sie.“

  „Noch 25 Sekunden“, sagte Sander.

   Die Männer in der Gondel spürten, wie sich der Korb aus der Astgabel löste. Die Hydraulik hob ihn in das Innere zurück und schloss die Bodenklappe. Maria Behring kletterte aus dem Kohlefasergestänge und schnallte sich wieder auf ihren Sitz.

   „Wie sah es denn von hier oben aus?“ fragte sie aufgeräumt.

   „Gut“, sagte Sander.

  Der Ingenieur stieß zischend die Luft aus. „Ich konnte gar nicht richtig zuschauen. Meine Nerven!“

   „Dann sind Sie in der Kronenregion aber fehl am Platz.“

   „Ich habe auch nicht die Absicht, Ihnen dieses Kunststück nachzumachen“, sagte der Ingenieur.

  Sander schaltete auf halben Schub und ließ Luft aus den Ballonetts entweichen. Das Schiff gewann an Höhe und nahm Fahrt auf.

   „Das hat ja ganz gut geklappt“, sagte sie. „Wie lange hätten Sie das Schiff noch auf Position halten können?“

  „Drei oder vier Minuten. Die Blower waren noch nicht sehr heiß. 85 Grad.“

  Sie schaute auf ihre Armbanduhr. Seit dem Start waren 50 Minuten vergangen. „Fahren Sie noch einmal zu dem Deckeltopfbaum“, sagte sie.

  Langsam umkreiste das Luftschiff das fast 70 Meter hohe Riesengewächs. Maria Behring richtete ihren Feldstecher auf die Krone gerichtet. „Vriesea distichoides“, murmelte sie. „Und ziemlich klein. Nein, das ist nicht besser als das, was wir schon haben. Achmea filicaulis. Sieben Stück auf einem Ast. Drei sind bläulich verfärbt, die Fruchtreife hat eingesetzt. Dahinter eine ganze Kolonie Acanthostychus strobilacea.“

  Sander zeigte auf ein wucherndes Konglomerat leuchtendrot gefärbter Pflanzenbüschel in der Krone.

  „Das haben wir auch schon massenweise in unseren Gewächshäusern. Ich hätte es gern ein bisschen spannender, auch wenn wir nur üben.“

  „Und ich hätte gern mal die Halteautomatik getestet“; sagte Sander.

  Sie hob wieder ihr Fernglas. Er ließ das Luftschiff steigen und drehte es in den schwachen Nordostwind.

  „Vielleicht dort“, sagte sie und zeigte nach Norden. „Sehen Sie den Überständer da hinten? Ungefähr drei Kilometer vor uns, auf 270 Grad.“

  Der Baum ragte über seine Nachbarn empor wie ein Fernsehturm über die Skyline.

  „Ceiba pentandra“, sagte Maria Behring, „Beachtlicher Bursche. Mindestens 75 Meter hoch.“

   „Was ist das denn für ein Riese!“ staunte der Ingenieur.

   „Wollbaum“, erklärte Maria Behring. „Die Kapseln enthalten Samenwolle, die früher als Stopfmaterial verwendet wurde. Der Samen besteht zu 24 Prozent aus Öl. Schmeckt ein bisschen wie Mandeln. Geld lässt sich damit aber nicht verdienen. Viel interessanter ist, dass er seine Blüten nicht von Vögeln oder Insekten, sondern von Fledermäusen bestäuben lässt.“

  Je näher sie kamen, desto mehr beeindruckten die Dimensionen. Auf den Ingenieur, der zum ersten Mal im Regenwald war, wirkte der schwarzbraune Stamm mit der rissigen Rinde wie der riesige Schornstein eines Kohlekraftwerks. Selbst an der Stelle, wo er das 30 Meter hohe Blätterdach der unter ihm wachsenden Käsebäume durchstieß, betrug sein Umfang mindestens 18 Meter; am Boden mochten es 25 Meter oder mehr sein. Die gewaltigen Äste waren wie die Stockwerke eines Hauses angeordnet; zwischen ihnen klafften Lücken von mindestens fünf Metern.

  „Was halten Sie davon, wenn wir über dem obersten Ast andocken?“ fragte Sander.

  „Los“, sagte Maria Behring.

  Sander kontrollierte den Höhenmesser und verringerte die Geschwindigkeit. Maria Behring hob wieder das Fernglas. „Wirklich riesig“, murmelte sie.

  Das Luftschiff glitt langsam näher, bis der Baum den größten Teil des Horizonts verdeckte. Die waagerechten Äste waren dick wie Pipelines. Aus ihnen sprossen andere, die Feuerwehrschläuchen ähnelten. Milliarden Blätter umhüllten den Stamm wie Schuppen ein Reptil. Die anderen Bäume schienen sich förmlich zu ducken.

  „Ein wahrer König“, hörten sie Maria Behring in ihren Kopfhörern sagen. „In ein paar Wochen wird er blühen. Dann sieht die Krone aus wie der Explosionskranz einer Feuerwerksrakete.“

  Langsam schob sich das Luftschiff über den höchsten Ast. Sander stellte den Motor ab. Der Ast wand sich sechs Meter unter der Gondel wie ein schwarzer Lindwurm durch das Grün.

  „Ich fahre den Haltering aus“. Sander drückte mehrere Knöpfe. Der mit Gummi gepolsterte Kohlefaserring schob sich auf den mächtigen Stamm zu und öffnete sich zu zwei Sicheln.

   Ein leichter Windstoß ließ das Luftschiff schwanken. Sander korrigierte rasch mit Gasschieber und Pedalen, bis das Fahrzeug wieder auf Position war. Dann nahm er die Fernsteuerung vom Armaturenbrett und verfolgte den raschen Zahlenwechsel der Digitalanzeige.

  „Noch acht Meter. Noch vier. Drei. Zwei. Eins. Dran“.

  Ein leichtes Beben ließ die Gondel vibrieren. Sander drückte weitere Knöpfe; mit einem schabenden Geräusch schloss sich der Haltering um den Stamm.

„Gut gemacht“, sagte der Ingenieur erleichtert.

  Sander löste das Winkelgelenk und gab dem Luftschiff seitlich Bewegungsfreiheit. Dann schaltete er die Schwebeautomatik ein. Sobald sich der Luftdruck so veränderte, dass das Schiff sank oder stieg, würde der Computer Blower und Ventile steuern, bis das Luft-Helium-Verhältnis in Hülle und Ballonetts wieder ausbalanciert war.

  Maria Behring überprüfte ihren Karabinerhaken. „Endstation“, sagte sie fröhlich. „Alles aussteigen!“

  „Ohne mich“, sagte der Ingenieur.

  „Und Sie, Herr Sander?“ fragte sie aufmunternd. „Wollen Sie sich nicht auch mal ein bisschen die Beine vertreten?“ Der elektronische Abstandsmesser zeigte an, dass die Gondel 60 Meter über dem Boden schwebte.

  Maria Behring stieg in den Korb. „Was ist? Kommen Sie mit oder nicht?“

  Sander stieg in das externe Gurtgeschirr, ließ den Karabinerhaken an der Gondeldecke einschnappen und stellte die Winde auf Bereitschaft. Dann steckte er die Fernsteuerung in die Brusttasche seines Overalls und kletterte zu ihr in den Korb.

  „Mutig, mutig“, lobte sie und drückte auf die Handsteuerung. Der Boden der Gondel öffnete sich und gab den Blick auf den Wald unter ihnen frei. Der Korb senkte sich langsam in die Tiefe und setzte acht Meter neben dem riesigen Stamm auf dem Ast auf. Große, sichelförmige Krallen aus Aluminium schlossen sich um den Ast.

  Maria Behring nahm Kopfhörer und Mikrophon ab. Sander beugte sich über die Brüstung. Das Blätterdach der Käsebäume 30 Meter unter ihnen schien undurchdringlich. Kolibris schwirrten an ihren Blüten umher, und ein großer Ara äugte mit schräggestelltem Kopf zu ihnen empor.

  Sander fühlte eine Hand an seinem Oberarm. „Sehen Sie!“

  Er drehte sich um, An der Gabelung zwischen Ast und Stamm. war die Rinde fast völlig von Moos und Farnen überwuchert. Auch einige Bromelien hatten sich in dieser luftigen Höhe festgesetzt; am äußeren Ende des Astes hingen Tillandsien in meterlangen Strängen herab, als sei dem Baum dort ein Bart gewachsen.

  „Dort! Hinter der Würgefeigenranke!“ sagte sie aufgeregt. „Die weißen Blüten! Catopsis morrenia. Die dürfte hier eigentlich gar nicht wachsen. Bisher wurde sie nur in Costa Rica gefunden.“

  Sander wurde mulmig. „An die kommen wir nicht heran“.

  „Mit dem Luftschiff bestimmt nicht.“ Sie setzte sich die Kopfhörer wieder auf, hob ein Bein über die Brüstung, zog das andere nach und stand auf dem Ast.

  „Sind Sie verrückt?“ rief Sander. „Kommen Sie zurück!“ Er wollte nach ihr greifen, aber sie wich geschickt aus, drehte sich um und ging langsam auf den Stamm zu.

  „Regen Sie sich nicht auf“, hörte er sie sagen.“ Für Leute, die in der Kronenregion forschen, ist das Routine. Außerdem dauert es nicht lange. Die nehme ich im Stück mit.“

  Unbekümmert wie ein Kind auf einem Bordstein balancierte sie zwischen den hohen Farnen, Ranken und Aufsitzerpflanzen auf den Stamm zu. Die Rinde fühlte sich warm und rissig wie sonnenbeschienener Fels an.

  „Es ist tatsächlich eine Morrenia“, sagte sie. „Na, da hätte der alte Mez aber gestaunt, wenn er das noch erlebt hätte."

  „Wer?“

  „Der alte Mez“, sagte sie wie auf einer Cocktailparty. „Bedeutender Bromelienforscher. Fand diese Pflanze 1896. Nach Edouard Morren benannt.“ Sie machte sich einen Spaß daraus, seine Nerven nun mit Erklärungen zu strapazieren, für die er in dieser Lage nicht das geringste Interesse aufbringen konnte. „Bedeutender belgischer Botaniker und Bromelienforscher. 1833 bis 1886. Sie trägt ihren Namen zu seinen Ehren“.

  „Kommen Sie endlich wieder in den Korb“, sagte er nervös.

  „Übrigens gibt es auch schon eine Tillandsia Behringiana“, sagte sie stolz. „Und wenn Sie brav sind, werden Sie eines Tages vielleicht von mir in einer Sanderiania verewigt.

  „Kein Bedarf.“ Er schwitzte. Die Temperatur war inzwischen auf über 35 Grad gestiegen.

  „Sekunde.“ Sie bückte sich, zog die Botanikerschere aus der Brusttasche und machte sich am Wurzelwerk der Catopsis zu schaffen. „Sehr schönes Exemplar. Rosette weiß bemehlt. Schmale, weißgerandete Spreiten. Perfekt. Hier ist noch eine. Kommen Sie her und nehmen Sie mir eine ab, die haben viel Wasser.“

  „Schon unterwegs“, sagte Sander missmutig, kletterte aus dem Korb und suchte sicheren Stand. Dann arbeitete er sich durch dicke Moospolster auf den Stamm zu. Er vermied es, nach unten zu schauen, und stellte sich lieber vor, er laufe auf einem schmalen Wiesenpfand. Als er Maria Behring erreichte, hielt sie ihm eine Tillandsin entgegen. Sie hatte die Blätter der Trichterrosette mit Draht zusammengebunden.  

  „Immer schön mit den Blüten nach oben halten. Die Zisterne ist bis zum Rand voll, und wir brauchen jeden Tropfen.“

  Sander drehte sich vorsichtig um und setzte wieder Fuß vor Fuß, bis er den Korb erreicht hatte. Ein paar Sekunden später kam Maria Behring mit der zweiten Tillandsia.

   „In Marajo bin ich mal auf einen Mahagoni geklettert, der war noch gut zehn Meter höher“, sagte sie. „Aber an dem hatten die Jungs von Harvard fixe Seile mit Gegengewichten angebracht; man setzte sich einfach in die Gurte und wurde durch die Schwerkraft hochgetragen. Ziemlich bequem! Aber man blieb immer am Seil. Mit dem Luftschiff hat man viel mehr Bewegungsfreiheit.“

  Sie bediente die Handsteuerung, fuhr die Fixierkrallen ein und steuerte den Korb nach oben in die Gondel zurück. Der Ingenieur sah ihnen angespannt entgegen; Schweißtropfen liefen in seinen Bart. Ein leichter Windstoß traf das Schiff.

  „Die neue Haltevorrichtung ist wirklich überzeugend“, sagte Sander.

  „Danke, sagte der Ingenieur. Wir haben lange genug daran herumgebastelt.“

  „Hat sich gelohnt“, sagte Maria Behring.

  „Wir legen ab“, sagte Sander. Er startete die Motoren, stellte die Propeller ein und drückte wieder Knöpfe an dem großen Armaturenbrett. Der Haltering öffnete sich und glitt zurück in den Bug. Langsam schob Sander die Gashebel nach vorn; das Schiff löste sich vom Stamm und fuhr hundert Meter rückwärts durch die Luft. Sander drückte die beiden Pedale und gab halben Schub; das Luftschiff hielt an, fuhr dann vorwärts und zog in einer langen Kurve um den großen Wollbaum herum nach Süden.

  „Kurs Heimat“, sagte Maria Behring aufgeräumt. „Diese Tour war wirklich ein voller Erfolg“. Sie klopfte Sander auf die Schulter. „Gut gemacht“, fügte sie gönnerhaft hinzu.

  „Danke.“

  Das Funkgerät knackte, und der Tower meldete sich. Sander gab seine Position durch. Maria Behring tippte ihm auf die Schulter und zeigte nach Südsüdost. Sander drehte den Kopf. Zwei Hubschrauber flogen unter den Wolken auf die Landepiste zu; sie waren noch etwa fünf Kilometer entfernt.

  „Militär“, murmelte Sander. „Wollen die was von uns?“ Er steuerte das Schiff in den Wind und schob die Gashebel auf halbe Kraft. Das Fahrzeug beschleunigte sanft. Es begann zu regnen. Ein paar Minuten später tauchte Cocuy vor ihnen auf. Die beiden Hubschrauber verschwanden hinter den Bäumen auf dem militärischen Teil des Flugplatzes.

  Als das Luftschiff gelandet war, hörte der Regen auf. Der Ingenieur winkte seinen Mitarbeitern und fing an, Motoren, Steuerung und Hydraulik zu überprüfen. Mit dem Korb befasste er sich so sorgfältig, als habe er bis zu diesem Tag nicht geglaubt, dass der Ausleger jemals eingesetzt werden könnte.

  Maria Behring zeigte auf die beiden Pflanzen. Sander hob sie auf und folgte ihr in den ersten Container.

   „Haben Sie alles gut verstehen können?“ fragte Maria Behring den jungen Mann in der Funkbude. Der Funker nahm die Kopfhörer ab. „Klar und deutlich.“

  Sie holte das Tonbandgerät aus der Brusttasche. „Bitte gleich eine Kopie zu Professor Meybohm.“

  „Wird gemacht“, sagte der junge Mann und strahlte sie bewundernd an.

  „Ist noch was?“

  Der Funker wurde rot. „Das war toll, wie Sie da auf dem Baum … Ich würde mich das nicht trauen.“

  „Man gewöhnt sich an alles.“ Sie drehte sich  zu Sander, griff in die Brusttasche und zog den Infloreszenzschaft der Tillandsia heraus. „Der muss sofort eingefroren werden. Ich gehe jetzt erst mal duschen.“ Sie knöpfte Sanders Hemdtasche auf und steckte den Blütenstab hinein.

  Sander ging durch die Schleuse in das Labor. Der Container war mit Elektronik vollgestopft wie eine Raumstation. Hinter einem mannshohen Rechner kam ein kleiner, rundlicher, fast kahlköpfiger Mann in einem weißen Kittel hervor. „Dann kann es ja endlich losgehen“, rief er munter und streckte begierig die Hand aus.

  Sander gab ihm die Pflanzen und legte den Inflorezenzschaft auf den Tisch. „Sander“, sagte er höflich.

   „Meybohm.“

  Sander drehte sich um und ging in seinen Container. Dort duschte er, zog Jeans und T-Shirt an und kehrte ins Labor zurück. Maria Behring stand schon am Seziertisch, die Hände von weißen Gummihandschuhen geschützt.

  „Da sind Sie ja endlich“, sagte sie. „Haben Sie noch schnell ein Nickerchen gemacht?“

  „Ich wusste nicht, dass Sie es so eilig haben.“

  Der alte Wissenschaftler blinzelte ihm zu. Mit seiner grünen Gummischürze sah er wie ein Forensiker aus.

  „Professor Meybohm leitet unser Labor“, erklärte Maria Behring. „Er ist sozusagen der Papst unter den Experten für Bromeliazeen.“

  „Na, na, meine Liebe“, sagte der Wissenschaftler und hob in scherzhafter Drohung den Finger, „Sie wollen mir schon wieder schmeicheln. Vermutlich in der Hoffnung, dass Sie mich eines Tages doch noch überreden können, nur noch für die Ehre zu arbeiten!“

  „Diese Hoffnung habe ich längst aufgegeben. Das ist Herr Sander. Unser Pilot.“

  „Ein Mann des Mutes und der Tat“, sagte Meybohm.

  „Ich habe nur ein bisschen assistiert.“

  „Es ist immer wieder ein Vergnügen, mit so bescheidenen Herren zusammenzuarbeiten“, sagte Maria Behring, nahm einen Kittel aus dem Wandschrank neben der Tür und gab ihn Sander. „Ich werde Ihnen erst einmal etwas über Bromelien erzählen. Es gibt weltweit rund 50 Gattungen und 2000 Arten, fast alle auf dem amerikanischen Kontinent, etwa zwischen Arizona und Argentinien. Die bekannteste ist die Ananas. Aber die mit Abstand interessantesten sind die epiphytischen Zisternenbromelien in der Kronenregion. Sie speichern zum Teil enorme Mengen Regenwasser. Und natürlich fallen immer wieder Tiere in die Tanks. Einige leben sogar auf Dauer darin: Einzeller, winzige Würmer, alle möglichen Insektenlarven, Käfer, kleine Krebse, sogar Frösche. Manche ziehen darin sogar ihre Kaulquappen auf. Es ist eine richtige Proteinsuppe. Und die Bromelie lebt davon.“

  „Sie frisst die Tiere?“ fragte Sander verwundert.

  „Nur die toten. Lebenden Tieren tut sie sie nichts. Sie zersetzt tote Organismen und verwertet die Mineralstoffe. Deshalb fault das Wasser in den Zisternen nicht. Es bleibt immer ganz frisch. Man kann es unbesorgt trinken, wenn man die Insekten herausgefiltert hat.“

  Sie sah ihn aufmunternd an. „An dieser Stelle fragen mich meine Schüler normalerweise, wie die Bromelie das macht“, sagte sie.

  „Und wie macht sie es?“

  „Durch Enzyme. Sagt Ihnen das was? Enzyme sind von Zellen erzeugte Eiweißstoffe und lösen chemische Reaktionen aus, ohne sich dabei zu verbrauchen. Man nennt sie auch Biokatalysatoren. Enzyme regeln und steuern den Stoffwechsel. Ohne sie könnten wir zum Beispiel nicht verdauen. Viele Krankheiten entstehen durch Mangel an bestimmten Enzymen. Andere Enzyme wiederum können möglicherweise Krankheitserreger bekämpfen. Vielleicht gehören die Enzyme der Bromelien dazu. Ich glaube, dass manche von ihnen menschliche Zellen von Wucherungen oder Viren reinigen könnten. Zum Beispiel bei Krebs. Oder HIV.“

  Maria Behring löste den Draht von der Trichterrosette der ersten Catopsis und schüttete das Wasser durch ein Sieb in einen Glasbehälter. Danach entleerte sie das Sieb in eine Metallpfanne. Mit der zweiten Catopsis verfuhr sie genauso, dann drückte sie auf einen Knopf. Die Tür öffnete sich, und eine Assistentin erschien.

  „Zu Doktor Reiter“, sagte Maria Behring knapp.

  „Jawohl, Frau Doktor“, sagte die Assistentin, nahm die Pfanne und verschwand.

  „Reiter ist unser Entomologe“, sagte Maria Behring. „Hier gibt es mehr als 20 Millionen Insektenarten, und micht einmal zwei Millionen davon sind bekannt. Die meisten neuen Arten finden sich natürlich in der Kronenregion, weil die Forscher früher dort kaum hinaufkamen. Vor ein paar Jahren haben Entomologen vom Smithsonian Institute die Insel Barro Colorado in der Panamakanalzone untersucht und auf 25 Quadratkilometern über 20 000 verschiedene Insektenarten entdeckt. Das sind ungefähr so viele, wie es in ganz Europa gibt. Können Sie sich das vorstellen? Manchmal leben zweieinhalbtausend Arten auf einem einzigen Baum!“ Sie reichte Dr. Meybohm den Glasbehälter. „Für unsere Forschungen sind Insekten allerdings nur insoweit interessant, als wir herausfinden wollen, ob sie Abwehrstoffe gegen die Enzyme der Bromelien entwickeln. Reiter hat einen Lehrstuhl für Entomologie an der Humboldt-Universität.“

  Meybohm stellte den Glasbehälter in einen Metallschrank. Maria Behring setzte sich den Metallbügel mit dem Mikrophon auf, nahm die größere der beiden Catopsien und begann sie erst zu vermessen und dann mit einem kleinen Messer zu zerteilen. „Catopsis morrenia. Gefunden in etwa 50 Meter Höhe auf einer Ceiba pentandra“, protokollierte sie. „Größe 35 Zentimeter. Rosette aus 16 blass- bis hellgrünen Blättern, weiß bemehlt... Länglich-ovale Blattscheiden, 38 Millimeter breit … Hochblätter dachziegelig angeordnet... Blüten eingeschlechtlich.“

  „Hatte ich nicht anders erwartet“ sagte der Professor. Als er einmal kurz die Hand hob, sagte sie: „Ja, Sie haben recht, die Infloreszenz hat ungewöhnlich lockere Rispen, das schauen wir uns mal genauer an.“

  Nach einer Weile legte sie die Pflanze zur Seite. „Haben Sie was mitgekriegt, Herr Sander?“

  „Nicht die Bohne.“

  Sie hielt ihm ein Büschel vors Gesicht. „Das sind die Blätter, aus denen die Enzyme in das Wasser abgegeben werden.“ Sie griff nach einem anderen Büschel. „Und hier sehen Sie die Saugschuppen, die das Wasser aufnehmen. Auch dabei sind ganz bestimmte Chemikalien im Spiel. Wenn wir diese Prozesse verstehen, sind wir ein ganzes Stück weiter.“

  Sie legte die Pflanzen zurück, zog die Handschuhe aus und sagte zu dem Professor: „Die andere überlasse ich Ihnen, sonst kommen Sie noch aus der Übung.“

  Meybohm lächelte. „Sie werden schon dafür sorgen, dass das nicht passiert.“  

  „Wir gehen jetzt erst mal Kaffee trinken.“ Sie nahm Sander am Arm. „Ich wollte Sie noch um einen Gefallen bitten. Der Militärkommandeur hat mich heute Abend zum Essen in den Stützpunkt eingeladen. Ich kenne den Kerl nicht. Am Ende ist das einer von diesen Militärmachos, der denkt, dass er mir imponieren kann. Verwicklungen kann ich jetzt aber nicht brauchen. Ich möchte, dass Sie mich heute Abend zu begleiten. Er heißt Gómez. Colonel Gómez. Kennen Sie ihn?“

    „Nein“, sagte Sander. „Vielleicht sollten Sie sich geschmeichelt fühlen?“

   Sie schnitt ihm ein Gesicht. „Wir werden um fünf abgeholt“, sagte sie. „Und sollte er tatsächlich auf die Idee kommen, mich anzuflirten, dann machen Sie ein saures Gesicht.“

  „Ich werde bellen“, sagte Sander. „Wuff!“

 

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