Flutkatastrophe: Chaoten wollen Deiche zerstören

Sonntag, 16. Juni 2013

VON WOCHE ZU WOCHE: 9.-15.Juni 2013

SONNTAG

Nach Informationen der “Welt am Sonntag” ließ Willy Brandt auf seiner Israelreise vor 40 Jahren, im Juni 1973, eine Friedensinitiative der Ministerpräsidentin Golda Meir in Leere laufen. Zwei Jahre zuvor hatte der damalige Bundeskanzler den Friedensnobelpreis erhalten. Jetzt legen Hagai Tsoref, Leiter des Dokumentationsreferats des Staatsarchivs Israel, und Michael Wolffsohn von der Bundeswehruniversität München neue Dokumente aus Deutschland und Israel vor. Sie belegen, dass Golda Meir ihren Gast bat, in Ägypten Israels Friedenswillen zu betonen und geheime Gespräche anzubieten. Das aber habe Brandt nicht getan. Möglicherweise hätte der damalige Bundeskanzler sonst sogar den Jom-Kippur-Krieg vom Oktober 1973 verhindern können. Ludwig Marcuse: „Was in der Gegenwart geschieht, erfährt man in der Regel erst eine ganze Weile später von den Historikern.“

MONTAG

Eine „germanophobe Flut-Brigade“ will „Deutschland unter den Wassermassen leiden lassen“ und kündigt an, „die von der scheiß-deutschen Volksgemeinschaft errichteten Dämme so weit zu beschädigen, dass das Wasser endlich wieder die Städte fluten kann.“ Sie wollen etwa „Magdeburg endlich das geben, was unsere Freunde aus England leider nicht beendet haben.“ Ihr zynischer Slogan: „Deutschland in den Rücken fallen!“ Die Polizei fand an drei Stellen Spuren der von den Chaoten angekündigten Zerstörungen. Joseph Conrad: „Der Glaube an einen übernatürlichen Ursprung des Bösen ist nicht notwendig; die Menschen sind von sich aus zu jeder Gemeinheit fähig.“

DIENSTAG

Eine Allensbach-Studie zeigt: Die Wahlbeteiligung sinkt, obwohl die Zufriedenheit steigt. Vor allem Angehörige der einkommensschwachen und bildungsfernen Kreise gehen immer seltener zur Urne. Doch: 2003 waren nur 47 Prozent der Einwohner im Osten Deutschlands mit dem neuen demokratischen System zufrieden, heute sind es bereits 74 Prozent, im Westen sogar 84 Prozent. Winston Churchill: „Die Demokratie ist die schlechteste Staatsform, ausgenommen alle anderen.“

MITTWOCH

In Frankreich demonstrieren Christen gegen die Homo-Ehe, in Deutschland wird immerhin noch diskutiert. Der CDU-Vize Armin Laschet sagt, Kinder hätten ein Recht auf Unterschiedlichkeit, auf Vater und Mutter: „Dies prinzipiell auszuschließen, um jemandem ein Recht auf Gleichstellung zu geben, halte ich für falsch.“ Hessens CDU-Ministerpräsident Volker Bouffier registriert bei vielen Menschen „ein gewisses Unbehagen“ über diese Frage. Helfen kann das alles nicht mehr. Wie bei der Abtreibung gilt: Wo der Zeitgeist siegt, sind immer die Schwächsten die Opfer. Herder: „Wie wir sind, sind unsere Kinder.“

DONNERSTAG

Die in Hamburg angeblich gestrandeten, in Wirklichkeit wohl eher absichtsvoll aufgelaufenen Afrikaner finden nicht einmal beim Honorarkonsul ihres mutmaßlichen Heimatlandes Ghana Verständnis: „Diese Männer sind keine Flüchtlinge“, sagt der Diplomat der „Bild-Zeitung“. „Sie müssen nicht um ihr Leben fürchten. Schon in jungen Jahren haben die meisten drei, vier oder fünf Kinder – die rutschen jetzt ins Elend ab.“ Und: „Die Kirche tut den Männern keinen Gefallen, wenn sie ihnen eine Perspektive vorgaukelt. Sie müssen Geld verdienen, dürfen das hier aber nicht. Es ist mit Blick auf die Familien der Männer nicht christlich, was die Kirche tut.“ Sein Vorschlag: „Die Männer können zu uns kommen. Hier erhalten sie Papiere, wir helfen bei der Heimreise, dort können sie noch einmal von vorne anfangen.“ Bisher keine Resonanz. Heinrich Lübke: „Der Grundgedanke jedoch, dass die Hilfe immer ein Mitte und Weg zur Selbsthilfe sein muss, wen sie auf lange Sicht Früchte tragen soll, hat sich überall als richtig erwiesen.“

FREITAG

Die Berliner „BZ“ stellt auf der Titelseite über dem Foto eines Zimmers in einem Neubau die „Preisfrage des Tages“: „Was sehen wir hier? A) Neues Loft-Projekt an der Spree B) Luxus-Hostel in Prenzlauer Berg C) Zelle für Intensiv-Straftäter in Tegel D) Mitte-Klinik für Privatpatienten. Die Lösung: Nächstes Jahr bekommen 36 Verbrecher, die nach schwersten Straftaten wie Mord oder Vergewaltigung in Sicherheitsverwahrung genommen wurden, in einem neuen Gebäude jeweils 20 Quadratmeter große Zellen. Ausstattung: Gitterfreie Panoramafenster mit Schattenspender, Arbeitsplatz mit Regal und Pinnwand, XL-Schrank mit integriertem Kühlschrank, Dusche mit WC, Telefon, TV, DVD-Player, Gemeinschafts-, Sport- und Therapieräume, Werkstätten, PC-Schulung. Stanislaw Jerzy Lec:  „Ob der Mensch jemals ein solches Niveau der Moral erreichen wird, dass er für Nomaden mobile Gefängnisse schafft?“

SAMSTAG

Das EU-Parlament verbietet zufriedene Kindergesichter auf der Verpackung von Babynahrung. Es will damit verhindern, dass Mütter zu früh mit dem Stillen aufhören. Ja, wenn es denn daran liegt! Lao-tse: „Je mehr Verbote, desto ärmer das Volk.“


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