„Homo-Ehe“: Die EKD als „fünfte Kolonne“

Donnerstag, 27. Juni 2013

Das Wort zum Freitag

Ein Gericht in Kairo bestraft einen islamistischen Prediger wegen Verunglimpfung des Christentums. Der Besitzer zweier religiöser Privatsender hatte öffentlich eine Bibel zerrissen. Das unglaubliche Urteil: elf Jahre Haft. Die Richter sind demnach nicht weniger fanatisch als der Angeklagte.   

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Lesefrüchte aus Peter Bamms „Welten des Glaubens“: „Die Christenverfolgungen unserer Zeit sind, obgleich sie die der römischen Kaiser an Grausamkeit erreichen und an Rechtlosigkeit übertreffen, nicht so gefährlich wie die Lehren des Materialismus des 19.Jahrhundert, von denen sie ausgehen.“ - „Die Juden sind das erste Volk der Weltgeschichte gewesen, dessen Gott als der Schöpfer Himmels und der Erden vollständig transzendent gewesen ist. Er hat die Welt aus dem nichts erschaffen. Dass die ‚creatio ex nihilo‘ den letzten Ansichten der modernen Physik entspricht, mag nur am Rande vermerkt sein. Die Avantgardisten der Kernphysik können zurzeit ohne Gott – als vorläufige Arbeitshypothese – nicht auskommen.“ - „Obwohl die Kinder Israels das auserwählte Volk waren, haben sie in ihrer Geschichte nur wenige glückliche Zeiten gehabt: die goldenen Tage König Davids und König Salomos. Dass sie unter den Schicksalsschlägen, die sie Jahrhunderte hindurch getroffen haben, den Glauben an Gott bewahrt haben, ist ein Verdienst, die das die ganze Menschheit ihnen für alle Zeiten zu Dank verpflichtet ist.“ - „Nach der Eroberung Jerusalems durch König Nebukadnezar von Babylon im Jahre 587 nahm die Verstreuung der Juden über die Welt ihren Fortgang. Jüdische Kolonien in China sind schon vor Alexander dem Großen nachweisbar.“ - „Die Lebensgewohnheiten der frühen Gemeinde sind zuweilen als kommunistisch gedeutet worden. Eher das Gegenteil ist der Fall. Der Kommunismus nimmt den Besitz so wichtig, dass er auf das Prinzip seiner Verteilung eine ganze Weltanschauung verschwendet. Für die frühen Christen war der Besitz so bedeutungslos, dass sie auf ihn verzichteten.“

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Im Himmel gibt es keinen Unterschied mehr zwischen Wachen und Träumen, Glauben und Wissen, Denken und Fühlen.

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Giovanni Pierlugi da Palestrina (1524-1594), Missa Brevis: Papst Julius III. berief ihn einst in das Sängerkollegium der Sixtinischen Kapelle, unter Paul IV. aber musste er es verlassen, weil er „nicht dem geistlichen Stand angehörte und sogar verheiratet war“. Später wurde da Palestrina aber Kapellmeister im Lateran und in Santa Maria Maggiore, Komponist der päpstlichen Kapelle und sogar Kapellmeister des Petersdoms, in dem er auch begraben ist.

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Reinhold Schneider: „Es ist das Wesen des Kreuzes, zu erschüttern; das Kreuz steht nur dort fest, wo es erschüttert hat.“

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Im Mecklenburgischen Orgelmuseum Malchow steht vor einem großen Balg ein Schild:

  "Eine Bitte an den Kalkanten:

  Tretet nicht den Balg zuschanden!

  Stoßt ihr an, teils oben, unten,

  wird die Orgel sehr geschunden.

  Alsbald stöhnt sie und miaut,

  daß es der Gemeinde graut.

  Darum bleibt mit dem Tritte

  immer hübsch fein in der Mitte!

  Der Gemeinde Lobgesang

  ist dann Euer schönster Dank."

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Der Regensburger Bischof Rudolf Voderholzer liest aus der Orientierungsschrift der EKD zu Fragen von Ehe und Familie eine „Abkehr von der biblischen Sicht von Mann und Frau“ und fragt: Welchen Sinn soll Ökumene haben, wenn das gemeinsame Fundament der Heiligen Schrift nicht mehr ernst genommen wird?“ Der Neutestamentler Prof. Udo Schnelle aus Halle stellt fest: „In Wirklichkeit ist in der evangelischen Kirche längs schon der medial erzeugte Mainstream unserer Gesellschaft das Maß aller Dinge … Es gibt keine religiöse Substanz mehr in dieser Kirche; sie wird seit langer Zeit systematisch gemindert durch eine Anpassungsstrategie, die kein Grundvertrauen mehr in die eigene religiöse Überzeugung ausstrahlt.“ In der FAZ klagen Leserbriefschreiber, die EKD sei „wieder einmal zur Unterstützerin einer bestimmten politischen Richtung geworden“, man könne den Kirchenbund „mit Fug und Recht als fünfte Kolonne der Grünen einordnen“. Dazu passt, dass der Religionsmonitor der Bertelsmann-Stiftung bei den Protestanten den schwächsten Glauben findet: „Länder mit einer protestantischen Kulturgeschichte scheinen mittlerweile einen beträchtlichen Weg zur Säkularisierung hinter sich gebracht zu haben.“ Luther: „In der ganzen Kirchenlehre muss man sorgfältig darauf achten, welcher Teil recht eigentlich zum geistlichen Leben gehört, welcher zum bürgerlichen und welcher zum politischen.“

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