Actionheld Arnold: Zigarren vom Produzenten

Freitag, 18. Oktober 2013

Vor 25 Jahren, im Oktober 1988, machte Arnold Schwarzenegger in „Red Heat“ die Figur des russischen Milizhauptmanns Danke auch in Deutschland populär. Es war der Durchbruch zu einer Weltkarriere.

"Chicago?", knurrt der zum Einsatz in die USA abkommandierte Hauptmann der Moskauer Miliz Ivan Danko, "komische Stadt! Das Verbrechen ist organisiert. Die Polizei nicht."

"Danko?", meint der amerikanische Polizeidetektiv Ridzik über den sowjetischen Kollegen, "komischer Kerl! Will Chicago in einer Nacht aufräumen. Dabei braucht er mindestens eine Woche."

"Red Heat", ein Film über eine gemeinschaftliche amerikanisch-sowjetische Jagd auf Kokainhändler, steht in Deutschland bereits in der zweiten Woche auf Platz 1 - wie in den USA und 20 weiteren Ländern.

Den Erfolg danken die Produzenten vor allem dem Darsteller des grimmigen Moskowiters, dem 41-jährigen Arnold Schwarzenegger. Nach nur zwölf Filmen zählt der österreichische Ex-Bodybuilder zu den beliebtesten und bestbezahlten Schauspielern der Welt:

1987 in "Predator" jagt er als US-Mariner im Dschungel einen außerirdischen Killer. Einspielergebnis: 107 Millionen Dollar. Gage für Schwarzenegger: 4 Millionen Dollar.

Im gleichen Jahr kommt "The Running Man" in die Kinos, mit Schwarzenegger als modernem Gladiator. Einspielergebnis: 125 Millionen Dollar. Gage: 5,5 Millionen Dollar.

Für "Red Heat" kassiert der neue Action-Held bereits 10 Millionen Dollar Gage und hält damit einen Spitzenplatz in der Filmindustrie, zusammen mit Sylvester Stallone, Clint Eastwood und Eddie Murphy.

Das Geld ist gut angelegt: Schwarzenegger besitzt ein sechsstöckiges Bürogebäude in Santa Monica (US-Bundesstaat Kalifornien), einen Wohnblock in Denver (acht Millionen Dollar) und verschiedene Apartmenthäuser im Westen von Los Angeles. Allein seit 1985, so errechnete das US-Wirtschaftsmagazin Forbes", brachten seine Investitionen 27 Millionen Dollar Gewinn. Kursverluste seiner Aktien beim Börsenkrach im vergangenen Jahr machte der Österreicher mit US-Pass durch Spekulationen mit Edelmetallen wett. Die nötigen Kenntnisse erwarb sich Schwarzenegger mit großem Fleiß: Er studierte sechs Jahre lang in Abendkursen an der Universität von Kalifornien Wirtschaftswissenschaften. 

Der Sohn eines Kärntner Polizeioberinspektors, begann als 15-jähriger mit Bodybuilding, war vier Jahre später Europameister der Junioren und danach 13-mal Weltmeister. Seit 1986 ist er mit der um zehn Jahre jüngeren TV-Journalistin Maria Shriver verheiratet, Tochter des ehemaligen US-Botschafters in Paris, Sargent Shriver, und dessen Ehefrau Eunice, einer Schwester des ermordeten US-Präsidenten John F. Kennedy. Die jahrelang glückliche Ehe geriet allerdings 2012 in eine schwere Krise.

"Geld", sagt der erfolgreiche Schauspieler, dessen Vermögen inzwischen auf über 100 Millionen Dollar geschätzt wird,  "bedeutet mir eigentlich gar nichts - ich will nur genug, um meinen Spaß haben zu können. Ich will Tennis spielen und Bergwanderungen machen, Floßfahren und Skilaufen. Ich will eine schöne Zeit haben in meinem Leben." Dazu gehören unter anderem ein Wohnsitz in Santa Monica mit Bildern von Chagall, Miro, Dali und Warhol, Fahrten im schneeweißen Cadillac Eldorado Cabriolet, Baujahr 1958 - und täglich fünf "Davidoff"-Zigarren zum Stückpreis von 20 Dollar. Die raucht er besonders in seinen Filmen gern. Dann werden sie vom Produzenten bezahlt.

 

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