Der Bischof von Limburg und die Verlogenheit der Linken

Dienstag, 22. Oktober 2013

Das Wort vom Sonntag

Der Kritik am Limburger Bischof folgt in allen Medien große Aufregung über die Finanzen der katholischen Kirche. Sie ist wie so oft maßlos aufgeblasen. Der ARD-Talkmaster Günter Jauch staunt über eine Milliardensumme, die sich der Kirchenkritiker Carsten Frerk zusammengerechnet hat. Frerk ist Diplom-Politologe, SPD-Mitglied und Mitinitiator der „Buskampagne“, die im Jahr 2008 über Aufschriften auf Bussen den Atheismus propagierte. An seiner Seite stehen vor allem Sozialdemokraten, Linke und ARD-Journalisten. Grundsätzlich gilt: Das Vermögen der katholischen Kirchen gehört nicht den Bischöfen, sondern allen Mitgliedern, also Kirchensteuerzahlern. Sie allein haben darüber zu entscheiden, was mit dem Geld geschieht. Die Bischöfe verwalten es, und die von den Mitgliedern gewählten Gremien kontrollieren diese Verwaltung. Das Vermögen der SPD gehört nicht dem SPD-Vorsitzenden, sondern allen SPD-Mitgliedern. Das Vermögen der ARD gehört nicht den Intendanten, sondern allen ARD-Mitarbeitern. Nur das Vermögen der Ex-SED, Ex-PDS und heutigen Linken gehört nicht den Parteimitgliedern, sondern den Bürgern der ehemaligen DDR, denen es gestohlen, geraubt und abgepresst worden ist. Aber das ist für ARD & SPD schon lange kein Thema mehr. Auch nicht für die Grünen, die sich immer noch mit dem Zusatz „Bündnis 90“ schmücken. Was mit dem Vermögen der katholischen Kirche zu geschehen hat, haben die in ihr organisiertem Gläubigen zu bestimmen, nicht etwa die Kirchenkritiker und Kirchenfeinde in Politik und Medien. Jetzt die Verteilung des Vermögens an Arme zu fordern ist billiger Populismus. SPD, Grüne oder Linken dächten nicht im Traum daran, ihr Vermögen sozialen Zwecken zu opfern. Freilich, für sie ist ja schon die teure Sozialpolitik gutbezahlter Politiker auf Kosten der Allgemeinheit eine enorme soziale Tat.   

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Zum Gedenktag der hl.Ursula: Die Legende von der frommen Königstochter und ihren 11.000 Gefährtinnen wie auch die ganze Ausgestaltung des Martyriums sind historisch nicht zu halten, doch der Kern der Legende ist echt. Unter der Grabeskirche der Heiligen in Köln lag zur Römerzeit ein Tempel der ägyptischen Göttin Isis. Und die Märtyrerbasilika wurde nach einer in Stein gehauenen Inschrift aus dem vierten oder fünften Jahrhundert bald nach dem Jahr 400 zu Ehren der heiligen  Märtyrerjungfrauen neu errichtet. Die Mörder waren nach der Überlieferung Hunnen. Sie zogen unter Attila über Worms, Mainz und Köln nach Gallien zur Entscheidungsschlacht auf den Katalaunischen Feldern.

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Zum heutigen Gedenktag des sel. Johannes Paul II., der nach Ostern heiliggesprochen wird, ein Zitat des großen Papstes: „Wir alle sind zur Heiligkeit berufen, und nur die Heiligen können die Menschheit erneuern.“

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Lesefrüchte aus George Orwells „1984“: "Seit Beginn der geschichtlichen Überlieferung, und vermutlich seit dem Ende des Steinzeitalters, gab es auf der Welt drei Menschengattungen: die Ober-, die Mittel- und die Unterschicht  (…) Das Ziel der Oberen ist, sich da zu behaupten, wo sie sind. Das der Mittelklasse, mit den Oberen den Platz zu tauschen. Das der Unteren, wenn sie überhaupt ein Ziel haben - denn es ist ein bleibendes Charakteristikum der Unteren, daß sie durch die Mühsal zermürbt sind, um etwas anderes als hin und wieder ihr Alltagsleben ins Bewußtsein dringen zu lassen -, besteht darin, alle Unterschiede abzuschaffen und eine Gesellschaft ins Leben zu rufen, in der alle gleich sind." - "Wenn er von Natur aus ein strenggläubiger Mensch ist (in der Neusprache ein Gutdenker), dann wird er unter allen Umständen wissen, ohne nachdenken zu müssen, was der richtige Glaube ist oder wie seine Empfindung aussehen soll." - "Wenn die Gleichheit der Menschen für immer vermieden werden soll - wenn die Oberen, wie wir sie genannt haben, dauernd ihren Platz behaupten sollen -, dann muß die vorherrschende Geistesverfassung staatlich beaufsichtigter Irrsinn sein." - "Das Wort Gutdenk bedeutete gemeinhin 'orthodoxe Handlung, Strenggläubigkeit', als Zeitwort 'in orthodoxer Weise denken' (Vergangenheit gutdenkte); als Eigenschaftswort gutdenkvoll; als Umstandswort gutdenkweise; als aktives Hauptwort Gutdenker." - "In dem Wort Undenk (Verstoß gegen die Parteidisziplin) z.B. stand denken an zweiter Stelle, während es in Denkpoli (Gedankenpolizei) auf die erste Stelle kam..." Kommt einem nach dem Studium unserer Medien alles irgendwie vertraut vor.

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Die Engel sind die Israeliten des Himmels.

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In „Das Wort zum Sonntag“ (ARD) sagt der katholische Pfarrer Wolfgang Beck (Auszüge): „Protz und Überheblichkeit, schlechte Berater und die Verschwendung von Steuergeld – die Liste der Ärgernisse ist lang. Beim Bischofsbau in Limburg, aber auch bei vielen anderen Projekten in diesem Land. Das listet uns jedes Jahr der Bund der Steuerzahler auf, gerade wieder in der zurückliegenden Woche. Was aber ist das Besondere an dem Bau in Limburg, dass die Vorgänge dort seit Wochen in den Medien sind und der dortige Bischof Tebartz-van Elst zum Inbegriff der Verschwendung wird? Als Pfarrer bin ich einerseits zutiefst beschämt und verärgert, wenn Amtsträger durch ihre Prunksucht, durch ihr überholtes Herrschaftsgebaren und ihre Unbedachtheit die Glaubwürdigkeit der Kirche zerstören … Andererseits irritiert mich, mit welch geradezu zerstörerischer Energie in unserer von Medien geprägten Welt über einen Menschen hergezogen wird. Diese hämische und systematische Vernichtung einer Existenz, egal ob bei diesem Bischof oder bei anderen öffentlichen Personen, die in Ungnade fallen, finde ich wirklich abstoßend! Da begleichen nicht wenige alte Rechnungen mit der Kirche.“ Hoffentlich bekommt der wackere Pfarrer jetzt nicht Ärger mit der ARD!

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Aus einem Hymnus Philipp Friedrich Hillers von 1767:

  „Wir warten dein, du kommst gewiss,

  die Zeit ist bald vergangen;

  wir freuen uns schon überdies

  mit kindlichem Verlangen.

  Was wird geschehn,

  wenn wir dich sehn,

  wenn du uns heim wirst bringen,

  wenn wir dir ewig singen!“

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