Grüner Plan gegen das kostenlose Parken

Sonntag, 6. Oktober 2013

VON WOCHE ZU WOCHE: 29.September – 5.Oktober 2013

SONNTAG

Die Gegner des geplanten Tunnels unter dem Fehmarnbelt geben nicht auf: Ein neues Gutachten zeige, dass das Projekt unwirtschaftlich sei, denn das vorhergesagte Verkehrsaufkommen werde es nie geben. Schönheitsfehler: Auftraggeber des Papiers ist eine Reederei, die am Belt Fähren im Einsatz hat. Helmar Nahr: „Die Wahrheit ist Geschäftsgeheimnis.“

MONTAG

Der Hamburger Erziehungswissenschaftler Louis Henri Seukwa nennt den Umgang Hamburgs mit seiner kolonialen Vergangenheit „schockierend unsensibel“: Noch immer gebe es ein „Afrikahaus“, einen „Tansaniapark“ und „koloniale Straßennamen“. Nun fordert er „Maßnahmen zur gerechten Versöhnung mit den Nachkommen kolonialer Grausamkeiten zu ergreifen“. Das wird wohl nicht billig. George Bernard Shaw: „Die Geschichte besteht hauptsächlich aus Anschuldigungen.“

DIENSTAG

Der frühere Serientäter Muhlis Ari („Mehmet“), vor 15 Jahren nach 62 Straftaten in die Türkei abgeschoben, möchte auf der Frankfurter Buchmesse seine Biographie vorstellen, in der er sich als Opfer von Polizei- und Justizwillkür darstellt. Sein Problem: In Deutschland liegt gegen ihn noch immer ein Haftbefehl vor. Jetzt verlangt er, dass der Haftbefehl für die Dauer der Messe aufgehoben werden soll. Leopardi: „Frechheit und Tücke werden stets herrschen neben der Mittelmäßigkeit, und obenauf sein.“

MITTWOCH

Nach langer Hetze linker Gruppen gibt der schwedische Energieerzeuger Vattenfall das Sponsoring seiner „Hamburger Lesetage“ auf. Die Gegner zeigen sich erfreut: Jetzt solle der Senat mit Steuergeld einspringen. Schnitzler: „Der Endzweck aller Kultur ist es, das, was wir ‚Politik‘ nennen, überflüssig zu machen.“

DONNERSTAG

Hamburgs „Grüne“ haben aus der Pleite bei der Bundestagswahl nichts gelernt. Jetzt wollen sie das kostenlose Parken abschaffen, indem sie das Abstellen von Autos „flächendeckend kostenpflichtig“ machen. Stanislaw Jerzy Lec warnt: „Es genügt, sich einer Illusion hinzugeben, um reale Konsequenzen zu verspüren.

FREITAG

Die rheinland-pfälzische Ministerpräsidentin Marie-Luise („Malu“) Dreyer will sich mit einem Brief an die Bundeskanzlerin zum Thema NSA profilieren. Das Schreiben enthält in sechs Sätzen acht Grammatik- und Rechtschreibfehler („Verschlüssungssysteme“). Deutsches Sprichwort: „Wer sich wichtig macht, wird ausgelacht.“

SAMSTAG

Eine Dauerausstellung in der Gedenkstätte Hohenschönhausen zeigt, wie der Stasi-Staat seine Opfer bespitzelte. Berlins Regierender Bürgermeister klagt bei der Eröffnung: „Es ist beschämend, dass die Täter von einst nichts gelernt haben, keine Schuld empfinden und dreist mit ihren Tiraden öffentlich agieren. Das geht an die Schmerzgrenze.“ Hat er sich nicht 2001 von PDS-Abgeordneten wählen und später tolerieren lassen? Das geht sogar noch über die Schmerzgrenze hinaus. Stanislaw Jerzy Lec: „Sein Gewissen war rein. Er benutzte es nie.“

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