Ströbele: Für die RAF, gegen die USA

Samstag, 2. November 2013

Sendungen von Freitag, 1.November 2013

In „Tagesthemen“ spricht ARD-Moderatorin Caren Miosga mit dem „Grüne“-Abgeordneten Hans-Christian Ströbele über dessen Reise zu dem NSA-Spion Edward Snowden nach Moskau. Auszüge:

Miosga: „Edward Snowden ist für die USA bekanntlich ein Staatsfeind, und Deutschland soll nun diesem Mann freies Geleit geben? Sie sind solange in der Politik, dass Sie wissen müssen, dass dieses schwerlich passieren wird.“

Ströbele: „Das sehe ich anders … Ganz wichtig ist, dass es auch in den USA eine Veränderung gibt. Darauf kann man hoffen, dass es dort vielleicht Verständnis gibt, dass Deutschland diese schweren Verfehlungen der NSA, möglicherweise sogar Straftaten, aufklären und für die Zukunft ausschließen will.“

Miosga: „Könnte man ihn schützen, in Deutschland?“

Ströbele: „Das muss man. Er ist auch in Deutschland in Gefahr, festgehalten, in die USA verbracht zu werden, und das müssen wir ausschließen.“

Miosga: „Eines muss man Ihnen ja lassen, Herr Ströbele: Der einzige Direktkandidat der kleinsten Oppositionspartei im Bundestag treibt die mögliche Bundesregierung vor sich her und schafft es nun auch noch, die USA gegen die Bundesrepublik aufzubringen. So ein schlechtes Gefühl kann das nicht sein.“

Ströbele: „Haha! Nein, das tue ich doch gar nicht…“

Mit dem Kampf gegen den Terrorismus kennt sich Ströbele aus.

„Wikipedia“ berichtet über ihn (Auszüge): „Ab 1970 übernahm Ströbele die Verteidigung von RAF-Angehörigen, u. a. Andreas Baader. 1975 wurde Ströbele wegen Missbrauchs der Anwaltsprivilegien noch vor Beginn des Stammheim-Prozesses von der Verteidigung ausgeschlossen. 1980 wurde Ströbele von der 2. Großen Strafkammer beim Landgericht Berlin wegen Unterstützung einer kriminellen Vereinigung zu einer Freiheitsstrafe von 18 Monaten auf Bewährung verurteilt, da er am Aufbau der RAF nach der ersten Verhaftungswelle 1972 mitgearbeitet habe und in das illegale Informationssystem der RAF involviert gewesen sei. Dieses Urteil wurde 1982 von der 10. Großen Strafkammer des Berliner Landgerichts auf zehn Monate reduziert. Ströbele bestreitet die Vorwürfe und erklärte, das Informationssystem habe lediglich der Arbeit als Verteidiger für die gefangenen Mitglieder der RAF in den Jahren 1970 bis 1975 gedient … Im Februar 2001 wurde ein Stasi-Protokoll bekannt, das den Eindruck erweckte, Ströbele habe in den 1970er Jahren Überfälle der PLO oder Flugzeugentführungen gebilligt, um auf politische Fragen aufmerksam zu machen.“ Im Februar 2001 zitierte die „Welt am Sonntag“ aus einem für die DDR-Staatssicherheit angefertigten Bericht eines Grenztruppen-Offiziers über dessen Gespräch mit Ströbele am 1. Januar 1974: Ströbeles Meinung sei, "dass jede bürgerliche Regierung, auch die in der Bundesrepublik, nur durch eine Revolution beseitigt werden kann. Dabei sei jedes Mittel recht, auch solche Terrorhandlungen, wie Banküberfälle mit Geiselnahmen (...), Flugzeugentführungen, um die Menschen auf politische Fragen aufmerksam zu machen.“ Der Zweck heiligt die Mittel. „Wikipedia weiter: ‚Ströbele erwirkte eine Gegendarstellung: „Ich habe mich in dieser Weise nie geäußert. Die in diesem MfS-Papier niedergelegten Überlegungen entsprachen keineswegs meiner Sicht der Dinge. Ich befürwortete nicht Terrorhandlungen.‘ Der ehemalige Ministerpräsident Bayerns Günther Beckstein bezeichnete 2007 Ströbeles Äußerungen zur RAF als ‚beschämend‘ und als ‚eine Verhöhnung der Opfer des brutalen RAF-Terrors, wenn gerade der als RAF-Unterstützer rechtskräftig zu einer Freiheitsstrafe verurteilte Ströbele auch heute noch RAF-Ideologie bagatellisiert‘. Ströbele meinte, er sehe in der Kritik des inhaftierten Ex-Terroristen Christian Klar am Kapitalismus ‚keine Aufforderung zu Gewalt oder zu Terrorismus‘.“

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In „heute-Show“ sagen

ZDF-Moderator Oliver Welke: „Es ist alles unfassbar! Diese Leute haben von der Berliner Botschaft, vom Dach der US-Botschaft in Berlin aus, die Kanzlerin abgehört!“  

Ungenannter Reporter in einem Ausschnitt aus den ARD-„Tagesthemen“: „Die hellen Flächen auf dem Dach belegen Wärmequellen. Das könnte bedeuten: Dort ist Abhörausrüstung versteckt.“

Welke: „Ja. Entweder das  - oder der Wowereit betreibt da oben einen Saunaclub.“

Unfassbar.

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In einer Ausgabe der „SAT.1-Nachrichten“ vom Freitag, 25.Oktober sagt NSA-Chef Keith Alexander über die Arbeit seiner Behörde: „Wir jagen damit Terroristen, und das erfolgreich. Hat jemand eine bessere Idee? Es ist, wie wenn man noch jung ist und fragt: Warum soll ich baden? Ich will nicht baden! Gibt es nicht einen besseren Weg? Nein. Deshalb baden oder duschen wir.“

In „heute-Show“ zeigt ZDF-Moderator Oliver Welke den Ausschnitt in ähnlicher Übersetzung, aber an einer für seine spätere Pointe entscheidender Stelle gekürzt: „Es ist wie früher, wenn du als kleiner Junge gesagt hast: Ich will nicht baden! Nein, ich bade nie! Warum sollte ich ein Bad nehmen? Gibt es da keine bessere Alternative?“

Danach Welke: „Ja! Duschen, du Honk!“

Sauber.

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TV-Sprüche

„Jetzt ist es raus, dass die NSA Millionen Kundendaten bei Google klaut. Google ist natürlich stinksauer und sagt: Ihr könnt doch nicht einfach unsere Daten klauen – die wollten wir euch verkaufen, ihr Arschlöcher!“

Oliver Welke in „heute Show“ (ZDF)

„Der Weltspartag wurde seinerzeit von 29 Nationen ins Leben gerufen. Ich weiß jetzt gar nicht, wer da alles dabei war – Griechenland war’s, glaub‘ ich, nicht…“

„Die Griechen erklären ihren Kindern den Weltspartag so: Es ist wichtig, dass die Deutschen sparen, sonst kommt es noch so weit, dass Mami und Papi arbeiten müssen!“

„Nudeln kocht man immer al dente, außer die Oma isst auch mit: Dann kocht man sie al kukidente!“

„Die meisten Nudelgerichte wurden von Italienern erfunden – bis auf Spaghetti aglio olio: Das war eine Logopädin!“

„China, das Land des untergehenden Lächelns!“

Günter Grünwald in „Grünwald Freitagscomedy“ (BR)

„Ich bin überall gern – Hauptsache, weg von daheim!“

„Wenn man meine Schwiegermutter sieht, weiß man, warum in Deutschland Halloween gefeiert wird!“

„Ich mag meine Schwiegermutter – ich kann sie bloß nicht leiden!“

„Ich kaufe nur Bio: gewaltfrei geerntete Kartoffeln, mundgeblasener Wirsing, handgetöpferte Kohlrabi…“

„Ich esse nur Steaks von Rindern, wo ich vorher den Lebenslauf gelesen habe: Wie hat es sich ernährt? Hat es vielleicht mal geraucht?“

„Bei uns wird nicht mehr geschlachtet, denn das ist zu brutal. Da kommt jetzt ein Sozialpädagoge in den Stall und labert das Vieh tot!“

„Tofu schmeckt nicht so ähnlich wie Fleisch, Tofu schmeckt nicht mal so ähnlich wie Essen!“

„Kinder werden immer dicker, deshalb sind Doppelnamen so beliebt!“

Bodo Bach in „Grünwald Freitagscomedy“ (BR)

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