Geheimakte Heiliger Gral

Sonntag, 17. November 2013

Aufgeklärt: Das Rätsel um König Artus und die Ritter der Tafelrunde. Aufgekärt: Die Flucht von Maria Magdalena. Entführte sie die Leiche ihres Geliebten (Gottes Sohn) nach Südfrankreich, Rennes-le-Chateau?

Ein verschlafenes Dorf in Südfrankreich, ein Wald, in den kaum ein Fremder kommt, ein Berg, den keine Karte kennt – wartet hier das größte Geheimnis aller Zeiten auf seinen Entdecker? Zwei Forscher sind davon überzeugt. Ihre sensationelle Behauptung: Wir haben das wahre Grab Christi gefunden! Und mit dieser These liefern Richard Andrews (43, Amateur-Archäologe) und Paul Schellenberger (52, Ingenieur) auch die neueste Erklärung der Legende vom Gral.

Die Geschichte beginnt vor 2000 Jahren auf Golgatha. Am dritten Tag nach der Kreuzigung sticht der römische Hauptmann Longinus eine Lanze in die Seite Jesu, um den Tod des Verurteilten amtlich festzustellen. Aus der Wunde fließen Blut und Wasser. Der fromme Ratsherr Josef von Arimatha fängt die Flüssigkeit in demselben Kelch auf, den Jesus beim letzten Abendmahl benutzte, als er seinen Jüngern befahl: „Trinket alle daraus, das ist mein Blut, welches vergossen wird zur Vergebung der Sünden.“

Danach bestattet Joseph von Arimatha den Leichnam in einem Grab, das er für sich selbst aus einem Felsen hauen ließ. Am dritten Tag steht Jesus von den Toten auf, am 40. Geht er in den Himmel ein. Seine leere Grabstätte zählt bis heute zu den heiligsten Stätten der christlichen Kirchen.

Auf der Spur des Grals. Im Jahr 70 n.Chr. erobern die Römer Jerusalem, zerstören den Tempel und vertreiben die Juden. Nach jahrelanger Forschung sind Andrews und Schellenberger überzeugt, dass Maria Magdalena und Joseph von Arimatha damals nach Südfrankreich übersiedeln. Mit einem Sohn (mehrere Familien in Frankreich und England führen sich heute auf ihn zurück), den Maria von Jesus gehabt haben soll. Und mit dem heiligen Kelch. Aus seiner Geschichte entsteht die Legende vom Gral, den Parzival und andere Helden der berühmten Tafelrunde am Hof des britischen Königs Artus vergeblich suchen. Das Gefäß besitzt wundersame Kräfte, kann aber nur von Auserwählten, edlen Rittern ohne Sünde gefunden werden.

Das Mysterium. Als Hüter des Grals werden später geheimnisumwitterte Gruppen genannt. Im 12. Jahrhundert Die Katharer, Angehörige einer Sekte in Südfrankreich. Im 14. Jahrhundert die Templer, Mitglieder eines Ritterordens, deren Hauptsitz erst auf dem Tempelberg von Jerusalem, dann auf Zypern und später in Paris lag. Beide Gruppen wurden der Ketzerei angeklagt und ausgerottet. Andrews und Schellenberger kommen heute zu einer atemberaubenden Schlussfolgerung: nach ihrer Ansicht war der Gral nur ein Sinnbild – nicht für einen Kelch, sondern für den Leichnam des Erlösers selbst!

Die detektivarbeit. Mit modernsten wissenschaftlichen Methoden durchforsteten die Forscher esoterische Bücher, geheime Akten und vergessene Chroniken. Sie fanden immer neue Hinweise. Ihre These: Christus ist nicht auferstanden. Entweder hat Maria Magdalena den einbalsamierten Leichnam mit nach Südfrankreich genommen. Oder die Tempelritter haben das Grab Jesu zwölf Jahrhunderte später durch Zufall entdeckt und die Gebeine (samt riesiger Schätze) vor den anströmenden Moslems nach Südfrankreich in Sicherheit gebracht. Die Aktion, so Andrews und Schellenberger, habe geheim bleiben müssen, weil der Papst natürlich nicht am Dogma der Auferstehung habe rütteln lassen können. Nach dem Untergang der Templer sei das Geheimnis bis heute gehütet worden.

Bald Ausgrabungen? Der Berg, in dem das Grab sein soll, heißt Cardou und liegt fünf Kilometer östlich der uralten Burg Rennes-le-Chateau in den Ausläufern der Pyrenäen. „Cardou“ ist für die Forscher, die ihre Erkenntnisse in dem Buch „Das letzte Grab Christi“ publiziert haben, die südfranzösische Variante von „Corps Dieu“ („Leib des Herrn“). Andrews: „Nach drei Jahren intensiver Arbeit sind wir der Ansicht, dass unsere Ergebnisse trotz der Skrupel, die mit der Freilegung geheiligter Reliquien verbunden sind, durch eine Ausgrabung erhärtet werden müssen.“

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