Jesus: Das erste Passfoto

Donnerstag, 21. November 2013

Beweisakte Gottes Sohn. Aktueller Stand: Er war 1,70 m, er hinkte. Was wurde aus seinem Sohn? Leben seine Nachfahren noch?

Die Spötter hatten doch nicht recht. Zum Beispiel beim Grabtuch, das heute in Turin im Dom liegt. Ursprünglich war es nur eine Legende, dass Jesus nach der Kreuzigung in dieses Leinen gehüllt wurde. Doch jetzt liefert die Wissenschaft die Beweise, dank neuester Methoden.
Das Grabtuch (436 x 110 cm) wurde nicht nur im Stil der damaligen Zeit gewebt. Es barg auch einen einbalsamierten Leichnam. Denn die amerikanischen Mikrobiologen Lencio Garza-Valdes und Steve Mattingly spürten auf dem Gewebe einen Bio-Film aus Pilzen und Bakterien auf, die nur aus Salben im Palästina des 1. Jahrhunderts entstehen konnten. Der Einbalsamierte hatte im Tuch winzige Spuren hinterlassen, kaum sichtbar fürs menschliche Auge. NASA-Computer aber machten sie nun sichtbar, lieferten dabei das erste „Foto“ von Jesus Christus.
Dass Jesus gelebt und gewirkt hat, ist unstrittig. Historiker Tacitus notierte um das Jahr 110: „Der Gründer dieser Sekte, Christus, ist unter der Regierung des Tiberius durch den Prokurator Pontius Pilatus hingerichtet worden.“ Prof. Hans Küng, Deutschlands bekanntester Theologe, stellt fest, dass wir von Jesus „unvergleichlich mehr historisch Gesichertes“ wissen als von anderen Religionsstiftern wie Buddha, Lao-tse oder Konfuzius. Durch neue Funde und durch neue wissenschaftliche Erkenntnisse wird sein Äußeres (1,70 m groß, rothaarig, strahlend blaue Augen, Bart) deutlicher – und sein Leben.

War Jesus ein Lausbub? Ja. Nach der Legende war Jesus fleißig und schon als Kind sehr hilfsbereit. Mit zehn Jahren wusste er viel mehr als seine Lehrer. Er, später Künder gelebter Nächstenliebe, war aber auch ein kleiner Hitzkopf, gab ihnen freche Antworten – und sogar seinem irdischen Vater Josef.

Wie kam’s, dass Jesus in einer Unternehmer-Familie aufwuchs? Maria hatte ihre Eltern mit 12 Jahren verloren. Die Waise kam in die Obhut des verwitweten Zimmermanns Josef. Er lebte mit fünf erwachsenen Söhnen in Nazareth, hatte einen mittleren Betrieb. Mit 14 wurde Maria der Bibel nach vom Heiligen Geist schwanger. Um übler Nachrede vorzubeugen, heiratete Josef das Mädchen. Mit 15 Jahren brachte Maria das Jesuskind zur Welt.

Jesus, ein früher Hippie? Seit rund 100 Jahren existiert das Gerücht, Jesus sei als Jüngling durch Indien gezogen. Ausgelöst wurde das durch die wissenschaftlich falsche Behauptung, Inder und Juden seien eng miteinander verwandt. In Wirklichkeit arbeitete Jesus bis zum 29. Lebensjahr im Baugeschäft seines Vaters. Vermutlich erlitt er dort den Arbeitsunfall, der ihn mit dem linken Bein hinken ließ.

Wie war er als Mann – Sex, Liebe, Ehe, Kinder? Wir wissen es (noch) nicht. Die Bibel verrät darüber nichts. Sie versteht sich nicht als Jesus-Biografie, beschränkt sich allein auf die Heilslehre. Die Amtskirche lehnt die Vorstellung ab, Jesus habe geheiratet. Der amerikanische Bibelforscher John Dominic Crossan allerdings ist überzeugt: „Er heiratete Maria Magdalena, zeugte drei Kinder mit ihr, trennte sich dann von ihr und heiratete Lydia“ (eine Nebenfigur im Neuen Testament).

Was wurde aus seinem Sohn? Etwa 1000 Jahre alte Überlieferungen behaupten, seine Witwe Maria Magdalena sei 40 Jahre nach Jesu Tod mit ihrem Sohn nach Südfrankreich gezogen. Mehrere französische und englische Familien behaupten noch heute, direkte Nachfahren von Jesus zu sein. Beweise gibt es nicht.

Hatte Maria Magdalena nicht einen schlechten Ruf? Ja, heute würden wir sie ein Partygirl nennen. Bis sie Jesus traf, lebte sie im Badeort Magdala am See Genezareth. ER war für römische Offiziere das St. Tropez seiner Zeit. Mit ihnen amüsierte sich Maria auf weinfrohen Festen, ließ sich für ihre Gesellschaft mit Geschenken belohnen.

Was ist dran an den Wundertaten? Nach religiöser Auffassung bewirkte Jesus seine Wunder Kraft der Allmacht von Gottvater. Manche sind nachvollziehbar: Bei Kranken kann tiefer Glaube Heilungskräfte wecken, das Wandeln auf dem Wasser oder die Weinvermehrung könnte auf Massenhypnose zurückzuführen sein. Nicht alle Beschreibungen sind wörtlich zu nehmen. In jener Zeit war es allgemein üblich, Großartiges stark übertrieben darzustellen.

Jesus und Kleopatra – was war da? Auf der Flucht vor Herodes (der alle Babys hatte töten wollen) fand das Jesuskind gleich nach seiner Geburt mit seinen Eltern Zuflucht am Nil. Und zwar in den Balsamgärten von Heliopolis. Diese duftenden Sträucher hatte Königin Kleopatra anlegen lassen.

Trug Jesus das Kreuz? Nach neuesten Forschungen schleppte er (wie alle anderen Verurteilten) den Querbalken. Der allein wog einen Zentner. Den fünf Meter langen, drei Zentner schweren Längsbalken trugen drei römische Soldaten auf den Schultern. Seine Spottkrone wurde aus den stachligen Zweigen des syrischen Christdorn geflochten (wird drei Meter hoch).

Gibt es in Deutschland Kleidung von Jesus? Ja. Der Trierer St. Petersdom bewahrt den Heiligen Rock. Dieses Gewand soll Jesus auf dem Weg zur Kreuzigung getragen haben. In Trier ruhen auch Teile der Gebeine vom Apostel Matthias, der als Nachfolger des Verräters Judas berufen wurde. Sie kamen im 4. Jahrhundert nach Trier.

 

Das Passfoto, wie es nach 2000 Jahren entstand

Jetzt weiß die Welt, wie Jesus wirklich ausgesehen hat! Ein Rechner der amerikanischen Weltraum-Organisation löste das Rätsel. Ausgangsbasis war das sogenannte Turiner Grabtuch, das bewiesenermaßen aus der Zeit von Christus stammt. In dem Leinen hatte der einbalsamierte Tote seine Gesichtsabdrücke hinterlassen, winzigste Spuren, entfernt vergleichbar mit der Belichtung eines unentwickelten Films. Der kanadische Forscher Curtis Hooper hatte die zündende Idee. Er wandelte den Kopf auf dem berühmten Grabtuch in elektronische Daten um und gab sie in den NASA-Computer ein. Der „entwickelte“ und „vergrößerte“ die Spuren zu einem deutlich sichtbaren, sogar plastischen Bild: Das erste und einzige Porträtfoto von Jesus Christus.

 

 

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