Jauch, das Geld und das Glück

Montag, 18. November 2013

Sendungen von Sonntag, 17.November 2013

In „Bericht aus Bonn“ sagt ARD-Moderator Rainald Becker in einem Interview mit CDU/CSU-Fraktionschef Volker Kauder: „Die CDU will dies nicht, jenes nicht und das schon gar nicht. Bei den Koalitionsverhandlungen mutiert die Partei von Wahlsiegerin Merkel zur Dagegen-Partei, hauptsächlich damit beschäftigt, die Wünsche von SPD und CSU abzuwehren. Nein zu Steuererhöhungen, Nein zur Homo-Ehe, Nein zur Pkw-Maut…“

Aber immerhin Ja zur ARD!

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In „Günter Jauch“ sagen zum Thema „Glück“ (Auszüge)

ARD-Moderator Günter Jauch: „Es gibt Untersuchungen, dass es, wenn man mehr Geld hat, einen glücklicher macht, aber nur bis zu einer Grenze. In Deutschland sollen das angeblich 60.000 Euro im Jahr sein. Bis dahin wird man immer glücklicher durch mehr Geld, aber ab dann nicht mehr. Warum nicht?“

ARD-Showmaster Eckart von Hirschhausen: „Dass das Versprechen der materiellen Glücksuche ins Aus führt, hat uns die Finanzkrise gezeigt. Das hat auch die Historie der Deutschen seit 1950 gezeigt. Wir sind heute 30 Mal so reich wie 1950. Keiner würde sagen, wir sind 30 Mal zufriedener geworden. Die reine Jagd nach Geld ist ein ziemlich sicheres Unglücksrezept, weil wir Deutschen auch dazu tendieren, uns ständig zu vergleichen. Glück hat viel damit zu tun, ob ich keine Stärken nutze, ob ich das Gefühl habe, das mein Denken, mein Tun, mein Handeln zusammenhängt und ich anderen Menschen Gutes tun kann. Alles das findet ja im Bruttosozialprodukt nicht statt. Die Glücksmessung korreliert ganz schlecht mit dem Einkommen.“

Pech für Jauch.

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Monologe des Monats

In „Mitternachtsspitzen“ (WDR) sagen zum Thema NSA (Auszüge)

Kabarettist Jasper Diedrichsen: „Da muss einfach mal was passieren. Da müssen wir Maßnahmen ergreifen. Da müssen wir diese Verhandlungen über eine Freihandelszone mit den USA abbrechen. Wir müssen die Botschafter einbestellen. Wir müssen Import- und Exportgeschäfte stoppen. Da müssen einfach mal Sanktionen verhangen werden! Wir müssen eine Offenlegung all dieser geheimdienstlichen Aktivitäten verlangen! Wir müssen eine europäische Spionageabwehr installieren! Und dann müssen wir uns unserer eigenen Stärke bewusst werden! Wir müssen uns organisieren, wir müssen uns bewaffnen, wir müssen den deutschen Traumwieder träumen, wir müssen da drüben einmarschieren, damit wir dem schmutzigen bolschewistischen Yankee zeigen, wo der Hammer hängt! Ich sage euch, Freunde, vor Weihnachten können wir in Washington stehen und zwar auf Ketten! Wir lassen uns die Privatsphäre nehmen, aber nicht die Ehre!“

Kabarettist Moritz Neumeier: „Ich möchte eine Welt, die wir diktieren. In der die Menschen wieder auf uns hören. Ich möchte eine Welt, in der nicht mehr fettbäuchige Kapitalistenschweine diktieren, was wir zu denken haben. Der Feind heißt Goldman Sachs! Der Feind heißt Amerika! Deutsche Bank heißt der Feind! Das Kapital! Aufregen, aufwachen, mit der Waffe in der Hand müssen wir rüber über den Ozean! Und dann nehmen wir diesem kriegstreiberischen Neger den Friedensnobelpreis wieder weg!“

So viel zu den völlig überzogenen Reaktionen von Links, Grün und ARD auf die durch den Überläufer Edward Snowden bekannt gewordene Geheimdienstaktitivät gegen Terroristen. Gabriel Laub: „Der Satire steht das Recht auf Übertreibung zu. Aber sie hat es schon seit langem nicht mehr nötig, von diesem Recht Gebrauch zu machen.

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TV-Sprüche

„Der Karneval ist das älteste Brauchtum Europas: Den gibt es seit 2000 Jahren – und die von damals sind zum Teil heute noch in den Elferräten aktiv!“

Jürgen Becker in „Mitternachtsspitzen“ (WDR)

„Wissen Sie, worauf ich mich bei der Einbürgerung am meisten gefreut hatte? Auf den Sprachtest. Der ist nämlich gar nicht so leicht. Da kommen richtig verreckte Fragen daher, wie zu Beispiel: Wie viele Buchstaben hat das Wort ‚Auto‘? Nennen Sie fünf Wörter, in denen Buchstaben vorkommen! Buchstabieren Sie das Wort ‚Uhu’ vorwärts und rückwärts!“

„Meine Eltern sind schon relativ lange Deutsche, aber sehr sympathisch!“

„NATO ist wie EU, nur mit echten Patronen!“

„Die Frauen haben sich verändert. Die sind wie verwandelt. Ich kenne welche, die sagen: Ich geh‘ doch nicht mit dem zum Essen, bloß weil ich mal mit dem im Bett war!“

„Wenn die traditionelle Vorgehensweis des Mannes immer öfter in Frage gestellt wird, dann führt das beim Mann zu hormonellen Irritationen: Dan macht das Testosteron ruckzuck ein Sabbatjahr!“

„Kontakt mit Frauen jederzeit, aber nur platonisch – also mit Kondom!“

„Für die meisten Frauen sind Emotionen reine Gefühlssache!“

„Was ist der Mann von heute? Der Bub von gestern! Und was ist der Bub von heute? Der Depp von morgen!“

„Der moderne Mann darf ruhig einmal Schwäche zeigen, aber er darf keine Schwäche haben!“

„Wissenschaftler haben ausgerechnet: mentale Übereinstimmung zwischen Mann und Frau 10 Prozent! Das muss man wissen, wenn man sich aufeinander zu bewegt: Das Scheitern ist die Norm. Sorgen muss man sich machen, wenn’s klappt!“

Django Asül in „Django Asül live auf der Bühne!“ (BR)

 

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