Wo wohnt der Weihnachtsmann?

Dienstag, 24. Dezember 2013

Überraschende Antworten auf häufige Fragen

Wann wurde das allererste Weihnachtsfest gefeiert?

Ziemlich spät: Erst im Jahr 354 in Rom. Da es kein Datum für die Geburt Christi gab, bestimmten christliche Gelehrte dafür den 25. Dezember, den Tag der Wintersonnenwende.

Wer erfand die Weihnachtsgans?

Königin Elizabeth I. von England im Jahr 1588. Beim Essen erfuhr sie, dass die spanische Armada vernichtet war, die England bedroht hatte. Vor Freude befahl sie, künftig jedes Jahr an diesem Tag Gänsebraten zu servieren.

Wer hängte den ersten Adventskranz auf?

Der Hamburger Pastor Johann Hinrich Wichern 1893 in seinem "Rauhen Haus" für Waisenkinder. Es war ein großer Holzreifen mit 23 kleinen düe die Wochen- und vier dicken Kerzen für die Sonntage.

Wer schmückte den ersten Weihnachtsbaum?

Schon die alten Germanen holten sich im Winter grüne Zweige ins Haus. Im 16. Jahrhundert steckten Handwerker aus dem Elsass zum ersten Mal Papierrosen an Bäumchen. Später hängten sie auch Äpfel und Oblaten als Symbole für Paradies und letztes Abendmahl dazu.

Seit wann hat er Kerzen?

Als erste schildert die Prinzessin Liselotte von der Pfalz (1652-1722) in einem Brief das festliche Leuchten – sie sah es nach ihrer Hochzeit 1671 am Königshof zu Versailles.

Was bedeutet der Christbaumschmuck?

Die roten Kugeln erinnern an Äpfel, das Lametta an Engelshaar. Sterne und Leckereien erinnern die Gaben der Heiligen Drei Könige.

Wer machte Weihnachten zum Familienfest?

Martin Luther. Vorher war Weihnachten ein reines Kirchenfest; erst der Reformator machte daraus eine häusliche Feier mit Liedern und Geschenken.

Seit wann gibt es das Christkind?

Die erste Darstellung Jesu als Christkind entstand schon im 12. Jahrhundert. 1535 wollte Luther den Nikolaus wie auch alle anderen Heiligen abschaffen. Als seine Kinder protestierten, ersetzte er ihn durch das Christkind.

Wie heißt das erfolgreichste Weihnachtslied?

„Stille Nacht, heilige Nacht". Es wurde erstmals 1818 in Oberndorf bei Salzburg gesungen. Der Pfarrer Joseph Mohr schrieb den Text, Organist Franz Xaver Gruber komponierte die Musik. Heute klingt es in 230 Sprachen.

Wer entwarf die erste Weihnachtspostkarte?

Weil er keine Zeit hatte, Weihnachtsgrüße zu schreiben, ließ der englische Lord Sir Henry Cole 1843 in London tausend Karten von Hand kolorieren und verkaufte sie. Industriell hergestellte Festtagsgrüße setzten sich zwanzig Jahre später durch.

Wer baute die erste Krippe?

Der hl. Franz von Assisi stellte sie 1223 für eine Weihnachtsfeier in den Wald von Feccio – damals noch mit lebenden Tieren.

Woher kommen eigentlich Ochs und Esel?

In den Evangelien stehen sie nicht, doch die alttestamentliche Prophezeiung Habakuk sagt über den Messias: "Inmitten zweier Tiere wirst du dich offenbaren." Und Ochs und Esel waren damals die häufigsten Haustiere.



Warum beschenken wir uns überhaupt zu Weihnachten?

Zur Erinnerung daran, dass Gott den Menschen seinen Sohn schenkte.

Was bedeutet "Jesus"?

Hebräisch "Gott rettet". Es ist eine jüngere Form des Namens Josua. So hieß tausend Jahre zuvor der Moses-Nachfolger, der die Juden in das gelobte Land führte. "Christus" ist das griechische Wort für das hebräische "Messias", das "Gesalbter" bedeutet.

Wer war Maria?

Die Tochter eines Priesters wurde von ihrem dritten Lebensjahr an im Tempel erzogen. Ihr Name ist eine Kurzform von Mariam, der griechischen Version von Mirjam – so hieß auch die Schwester des Moses.

Wann traf Maria Josef?

Mit zwölf Jahren wurde sie vom Hohepriester als heiratsfähig aus dem Tempel entlassen und mit dem verwitweten Joseph verlobt.

Warum muss Maria unbedingt eine Jungfrau sein?

Weil der Prophet Jesaia 700 Jahre zuvor über den Messias geweissagt hatte: "Seht, die Jungfrau wird ein Kind empfangen, sie wird einen Sohn gebären."

Wer war Josef?

Kein einfacher Zimmermann, sondern ein erfolgreicher Baumeister, der Jesus auf eine höhere Schule schicken konnte.

Wo sahen die Hirten die Engel?

Auf dem heute so genannten Hirtenfeld nordöstlich von Bethlehem. Es wurde um 381 von der griechischen Pilgerin Aetheria lokalisiert. Seit dem 16. Jh. wohnen dort griechische Mönche.

Was war der Stern von Bethlehem?

Kein Komet, auch keine Supernova, sondern ein auffällig helles Zusammentreffen der beiden Planeten Jupiter und Saturn am westlichen Abendhimmel.

Wann wurde Jesus wirklich geboren?

Als Kaiser Augustus befahl, alle Bewohner des Reiches in Steuerlisten einzutragen, war Quirinius Statthalter von Syrien. Das passt zum Jahr der auffälligsten Jupiter-Saturn-Konjunktion: 7 v. Chr.

Warum kam Christus "vor Christus" zur Welt?

Unsere Zeitrechnung geht auf den skythischen Mönch Dionysius Exiguus zurück, der 525 das Geburtsjahr Jesu bestimmte, sich aber um mehrere Jahre irrte.

Wie lebten die Menschen damals in Palästina?

In Lehmhäusern mit Holzkohleöfen, mit Vorräten aus Tonkrügen. Alle essen aus einem Topf, schlafen auf geflochtenen Matten, im Sommer gern auf dem kühlen Flachdach. Fast alle sind Bauern oder Handwerker.

Was geschah nach der Geburt?

Ochs und Esel wärmten den Säugling mit ihrem Hauch. Maria badete das Kind, Josef blies Feuer an und buk Eier in der heißen Asche.

Wer war der Weihnachtsengel?

Gabriel (hebräisch "Bote Gottes"). Er kündigte Maria die Empfängnis an, beruhigte in der Nacht der Geburt die Hirten auf dem Feld ("Fürchtet euch nicht").

Wo findet sich das erste Weihnachtsbild?

In einem römischen Christengrab aus dem 2. Jahrhundert an der Via Salaria. Es zeigt Maria, das Kind und die drei Weisen, aber nicht Josef.

Wer stiftete den ersten Altar für Maria?

Das war ein Heide: Kaiser Augustus. Eine Seherin, die Sibylle von Tibur, berichtete ihm von der Geburt des Gottessohnes, zeigte ihm in einer Kammer des Kapitols in einer Vision die Jungfrau mit dem Kind. Der Kaiser baute Maria darauf einen Altar – heute steht dort die Kirche "San Maria in Aracoeli".



Wer war Herodes?

Herodes war kein Jude, sondern Edomiter. Aus Angst vor einem neuen König ließ er in Bethlehem etwa 20 Kinder umbringen. Er tötete auch seine Frau Mariamne und die gemeinsamen Söhne.

Wer sind die Hl. Drei Könige?

Die Bibel kennt weder die Dreizahl noch ihre Namen, doch die Legende sagt: Die Weisen hießen Kaspar (von Persisch "kansbar" für "Schatzmeister"), Melchior (hebräisch "König des Lichts") und Balthasar (von Akkadisch Belsazar für "Bel erhalte den König").

Und wo wohnt denn nun eigentlich der Weihnachtsmann?

Sein Urbild ist der hl. Nikolaus aus Myra (heute Türkei), doch weil er im Winter kommt, dachten seine Erfinder sich seine Heimat im Norden. Deshalb ziehen ihn Rentiere auf einem Schlitten. Als Wohnort gilt das finnische Rovaniemi.

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