Maut, Mindestlohn, Führungsfrauen: Die Groko in der Satire

Sonntag, 5. Januar 2014

Sendungen der Woche vom Sonntag, 29.Dezember 2013 – Samstag, 4.Januar 2014

In „Die Mathias Richling Silvester Show“ am Dienstag sagt ARD-Kabarettist Richling als „Frau Dr. Merkel“ zum Koalitionsvertrag: „Die SPD hat einen Mindestlohn von sechs Ministerien, also wenn das nicht reicht … Wir machen den Mindestlohn, auf den wir allerdings eine Maut erheben, die aber nur bezahlt werden muss von den Ausländern, die in Chefetagen weibliche Führungspositionen übernehmen. Der deutsche Bürger soll nicht belastet werden von Mindestlohn, von Maut und von auch nicht von Frauen.“

Prosit Neujahr!

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In „Stratmanns Silvester“ am Mittwoch sagt WDR-Kabarettist Richard Rogler (Auszüge):

„Das nächste Champions-League-Finale findet auf einem Acker in München-Stadelheim statt, damit Uli Hoeneß das Spiel in seiner Zelle durch das Fenster verfolgen kann.“

„Der absolute Höhepunkt des Jahres. Angela Merkel wird 60. Abends gibt es ein Gala-Diner mit einer Käseplatte. Für das Volk gibt es nichts, denn uns serviert sie ihren Käse ja schon seit acht Jahren…“

„Udo Jürgens wird dieses Jahr 80, und auch Alois Alzheimer hat einen runden Geburtstag, ich weiß jetzt nicht, welchen, und wer das ist, und wo er wohnt…“

Kann man alles vergessen.

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In „Tagesthemen“ am Donnerstag sagen zum Streit um die CSU-Warnung vor südosteuropäischen Sozialbetrügern

ARD-Reporter Markus Spieker: „Deshalb wird die Debatte morgen sicher noch nicht zu Ende sein, sondern frühestens am 16. März – da sind in Bayern Kommunalwahlen!“

ARD-Kommentator Stefan Raue (MDR): „Halbstarke Kraftworte … Die Opposition findet es skandalös … Eigenartiger Sonderweg der CSU … Diese Jahreswechseldebatte hat etwas Unseriöses … Politklamauk der traurigen Sorte … lautstarkes Stänkern gegen Europa … Einsamer bayerischer Kampf gegen die Windmühlen…“

Aus dem Koalitionsvertrag der Bundesregierung: „Wir werden (…) der ungerechtfertigten Inanspruchnahme von Sozialleistungen durch EU-Bürger entgegenwirken.“

Deutsche Sprichwort: „Fluchen lernt sich leichter als lesen.“

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In „Das Wort zum Sonntag“ sagt ARD-Pastor Stefan Claaß zum Besuch der Weisen aus dem Morgenland bei König Herodes, der sie aushorcht, um Jesus zu töten: „Herodes hat auch heute noch zahlreiche Nachfolger. Nichts ist ihnen wichtiger als die eigene Macht zu festigen. Wie Herodes gaukeln sie uns vor, ihnen läge etwas an der Religion oder am Gemeinwohl. Oder am Sport, an der olympischen Idee. In Wahrheit wollen sie sich vor allem selbst beweihräuchern und die eigene Machtposition festigen.“

Ex oriente lux.

Die Top 5 Zitate der Woche

5

„Ich bin Vegetarier zweiten Grades: Meine Nahrungsmittel sind Vegetarier!“

Hauke Schmidt in „NightWash“ (einsfestival)

4

„Wir waren früher vier Kinder und ein Fernseher – heute ist es ja anders rum!“

Abdelkarim Zemhoute in „StandUpMigranten – Comedy mit allem und scharf“ (einsplus)

3

„Schmutziges Geschirr schimmelt nicht, wenn man es einfriert!“

David Werker in „NightWash“ (einsfestival)

2

„Auf Öko-Bauernhöfen wird gar nicht mehr geschlachtet, denn das ist zu brutal: Da kommt ein Sozialpädagoge in den Stall und labert das Vieh tot!“

Bodo Bach in „Hessens beste Comedians“ (hr)

1

„Je höher Sie in der Politik hinaus wollen, desto wichtiger wird Unwissenheit als Basis für Fachkompetenz!“

Djano Asül in „Rückspiegel 2013“ (BR)

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Witz der Woche

Polizist bei der Alkoholkontrolle zum Kollegen: „Sag mal, Heinz, was ist denn das für ein Wert – hast du den pusten lassen oder Fieber gemessen?“

David Werker in „NightWash“ (einsfestival)

 



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