Trotzki gegen Motzki

Samstag, 14. Dezember 2013

Vor zwanzig Jahren, am 14.Dezember 1993, strahlte die ARD die mit Spannung erwartete Satireserie „Trotzki“ aus. Der MDR wollte damit die ARD-Reihe „Motzki“ kontern.

Fast bis zum allerletzten Tag arbeiteten MDR-Fernsehdirektor Henning Röhl und sein Team an der mit großer Spannung erwarteten Serie „Trotzki“, deren erste Folge heute um 21.05 Uhr im Ersten ausgestrahlt wird.

Grund der späten Fertigstellung: Erst gab es Krach mit Autor Uwe Wilhelm, der sich mit den Änderungen an seinem Skript nicht abfinden mochte. Dann waren sich die Verantwortlichen beim MDR nicht schlüssig, mit welcher Folge sie beginnen sollten.

Die einzelnen Stücke der 12teiligen Comedy-Serie sind in sich abgeschlossen, so dass die Reihenfolge beliebig verändert werden kann. Und die als erstes vorgesehene Folge „Der große Fisch“ erschien den Machern plötzlich als zu unpolitisch.

Denn „Trotzki“ war als Antwort auf die ARD-Serie „Motzki“ geplant und konzipiert worden, deren Ausstrahlung im Frühling dieses Jahres Kritik und Empörung hervorgerufen hatte.

Nach längerer Diskussion beschloss der MDR am Wochenende dann aber, doch bei der ursprünglichen Reihenfolge zu bleiben.

„Der große Fisch“ ist der Titel einer fiktiven TV-Quizsendung, bei der die Trotzkis den Hauptpreis gewinnen: eine Reise im Wert von 10.000 DM. Doch besteht Uneinigkeit über das Ziel: Während Vater Herbert Trotzki, Taxifahrer aus Leipzig, am liebsten zu Hause bleiben möchte und Mutter Rosa, Kindergärtnerin, wie vor 20 Jahren noch mal nach Bulgarien will, träumen Tochter Margot und Sohn Benno von der großen weiten Welt.

Die Meinungsunterschiede verschärfen sich, als ein TV-Team aus dem Westen eintrifft, um die glücklichen Gewinner zu interviewen. Dabei kommt es zum Zusammentreffen der beiden deutschen Kalauer-Könige Mike Krüger (West) als Showmaster und Heinz Rennhack (Ost) als „Trotzki“. Der sieht mit seinem angeklebten Schnauzer, den ausgebeulten Cordhosen und meist herunterhängenden Hosenträgern allerdings wie eine Neuausgabe des „Motzki“-Vorläufers „Ekel Alfred“ aus.



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