Junge Männer wollen Kampf und Krieg

Freitag, 14. Juli 2017

Nach der Straßenschlacht im Hamburger Problemviertel „Schanze“ lässt es nicht länger leugnen: Auch in unserer friedliebenden Zeit sehnen viele junge Männer sich nach Kampf und Krieg.

Die Radikalisierung durch Extremismus oder Islamismus baut Hemmschwellen ab, aber die eigentliche Ursache liegt in unseren Genen.

Seit Urzeiten ist Aggressivität ein evolutionärer Vorteil. Der Sieger nimmt sich alles. Der Verlierer wird ausgebeutet und versklavt.

Die Kultur machte aus den Horden Heere, und Rituale lenkten den Kampftrieb auf gemeinsame Ziele. Der Homo sapiens erfand Treueschwüre, Befehlsstrukturen und Uniformen.

Im friedlichen West- und Mitteleuropa, in dem das Militär zum Glück hauptsächlich übt und nicht mehr ständig kämpfen muss, lebt sich die Aggressivität der jungen Männer vor allem bei Pop-Konzerten, Fußballspielen oder Demonstrationen aus.

Vermeintliche moralische Gründe für angeblich notwendige Gewalt („Bullenstaat“) sind schnell zu finden, denn sie werden von interessierter Seite propagiert und eingeredet.

Nötig sind deshalb nicht nur Aufklärung und Prävention, sondern vor allem Programme, die schon den Heranwachsenden und mehr noch den jungen Männern helfen, ihre körperliche Energie kontrolliert auszuleben.

Die Wehrpflicht hat einen bedeutenden Teil dieser Energien absorbiert. Seit ihrer Abschaffung ist das Gewaltproblem eher größer geworden. Gibt es da einen Zusammenhang?

Wer nicht will, dass immer mehr junge Chaoten auf unseren Straßen Angst und Schrecken verbreiten wie einst die Wikinger oder die Landsknechte des Dreißigjährigen Krieges, der muss Möglichkeiten schaffen, dieses genetische Erbe sinnvoll zu nutzen. Militär- und zivildienstliche Pflichtjahre für alle wären ein erster Schritt. Die geplante Aufstockung der Verteidigungsausgaben in Richtung der von der NATO beschlossenen zwei Prozent des Bruttosozialproduktes könnte die Finanzierung erleichtern.

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