Trumps Wende

Samstag, 11. November 2017

In unseren Medien lauter verblüffte, teils verärgert Kommentare über Trump in Peking und beim Asien-Pazifik-Gipfel in Da Nang. Die Mehrheit unserer professionellen Meinungsmacher will einfach nicht begreifen, dass Amerika nicht mehr eine Welt beglücken möchte, die das offenbar gar nicht will.

Auf die Politiker in Fernost wartet die gleiche Lektion wie auf die Politiker in Europa: Die Zeiten, in denen die Amerikaner die Kosten (Geld und Blut) für die Verteidigung der freien Welt trugen und ihre Schützlinge dafür ungeniert die Profite aus dem freien Welthandel einsackten, sind vorbei.

Seit Jahrzehnten werden brave GIs aus Iowa oder Nebraska überall auf der Welt beschimpft, bespuckt und umgebracht. Als sie und ihre Familien schließlich Trump wählten, war das nicht nur für unsere Verteidigungsministerin „ein Schock“.

Zu Recht! Denn künftig muss sich Europa selbst um seine Sicherheit (und die seiner Grenzen) kümmern. Das gleiche gilt jetzt auch für die Politiker in Japan, Vietnam oder auf den Philippinen.

Wer dort jetzt statt der Pax Americana lieber eine Pax Sinica möchte – bitte sehr. Was das für Freiheit und Demokratie bedeutet, ist aktuell in Hongkong zu besichtigen. Viel Spaß dabei!

Trump tut das, was er seinen Anhängern versprochen und seinen Gegnern angekündigt hat: Amerika konzentriert sich auf seine eigenen Interessen. Das tun alle anderen schon lange, auch wir. Wir können das in Zukunft nicht mehr auf Amerikas Kosten tun, und das ist auch gut so. Vielleicht werden dann unsere Streitkräfte jetzt endlich wieder ordentlich ausgestattet und die Aufgaben unserer Soldaten von allen Parteien, die wirklich für Freiheit und Demokratie sind, anerkannt.

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