Atlantis lag in der Ukraine

Dienstag, 23. Januar 2018

Blühte die erste Hochkultur der Menschheit am Nordufer des Schwarzen Meeres? Sediment-Analysen zeigen, dass dort vor 7500 Jahren 100 000 Quadratkilometer fruchtbarstes Ackerland vom Meer überflutet wurden.

Eine gigantische Flutwelle bricht mit Urgewalt über die älteste Stadt der Menschheit herein, zerschmettert Tempel und Paläste. Die verzweifelte Flucht der Atlanter endet unter Milliarden Tonnen von Wasser.

Es ist die furchtbarste Katastrophe aller Zeiten: Durch "gewaltige Erdbeben und Überschwemmungen", so Plato, "verschwand während eines schlimmen Tages und einer schicksalsschweren Nacht die Stadt Atlantis, indem sie im Meere unterging."

Nach neuen Forschungen scheint die Horrorvision des griechischen Philosophen aus dem 4.Jh. v.Chr. Sogar noch untertrieben: Nicht nur eine Stadt ging unter, sondern ein ganzes Reich, nicht durch eine simple Überschwemmung, sondern durch eine Flutwelle von apokalyptischen Ausmaßen, und nicht in 24 Stunden, sondern in wenigen Minuten.

Denn, so fanden jetzt die New Yorker Wissenschaftler William Ryan und Walter Pittman heraus: Atlantis, seit zwei Jahrtausenden an über 30 Orten in aller Welt vermutet, lag am Schwarzen Meer. Dort aber brach vor 7500 Jahren die größte Flutkatastrophe aller Zeiten über die Menschheit herein.

Die Untersuchung von Bohrkernen und Sedimenten, die ein russisches Forschungsschiff vor der Küste gesammelt hatte, beweist, dass das Meer dort innerhalb kürzester Zeit um 150 Meter gestiegen sein muss.

Käme eine solche Flut noch einmal, würden die schlimmsten Befürchtungen der Klimaschützer überall auf dem Planeten wahr:  ein Drittel der bewohnten Welt würde versinken, von Hamburg bis Hongkong, von New York bis nach Buenos Aires.

Kosmische Kollision. Ursache ist damals ein prähistorisches Ereignis, mit dem die Forscher denn auch die auf allen Erdteilen verbreitete Sintflut-Sage erklären: Ein drastischer

Klimaumsturz, ausgelöst durch einen kosmischen Crash, bei dem ein Asteroid die Erde traf, lässt in grauer Vorzeit den Meeresspiegel weltweit in kürzester Zeit drastisch ansteigen.

An Nord- und Südpol stürzten schmelzende Riesengletscher aus Milliarden Tonnen Eis in die Ozeane. Gewaltige Wassermassen rasen im Rennwagen-Tempo um den Globus, dringen bei Gibraltar auch in das Mittelmeer ein und erzwingen am Bosporus einen Durchbruch in das Schwarze Meer, das bis dahin ein tiefgelegener Binnensee ist.

Ein schäumender, tödlicher Teppich schwappte über die steinerne Schwelle und stürzte, dreimal so hoch und 400mal so wuchtig wie die Niagara-Fälle, am nördlichen Ende hinunter.

Die Flutwelle ist über 300 Meter hoch, ihr Tosen dröhnt 100 Kilometer weit. Kaum eine Stunde später brandet sie gegen die Berge der Krim und löschte die erste moderne Zivilisation der Geschichte aus.

Kernland der Kultur. In den weiten Ebenen der Ukraine, die bis heute die fruchtbarsten Böden der Welt besitzt, haben sich vor etwa 8000 Jahren zum ersten Mal Bauern sesshaftgemacht. Zwischen ihren Getreidefeldern wachsen die ersten Dörfer und bald auch Städte. Handwerk und Handel blühen auf, Paläste und Tempel entstehen, am prächtigsten in Atlantis, der ersten Metropole der Geschichte.

Die Stadtmauern sind mit Zinn, Bronze und Messing verkleidet, die Tempel mit Silber und Gold. Marmorsäulen schmückten die Akropolis, den Königspalast und die Villen der reichen Kaufleute. Decken aus Elfenbein, überall goldene Statuen. Dreiruderer für 200 Passagiere, über 40 Meter lang, legen in einem Binnen- und einem Außenhafen an oder fahren in unterirdische Docks. Es gibt eine Pferderennbahn, Sportplätze, Gärten, Parks, Restaurants.

Hochmut. Nach uralter Überlieferung, die Plato als erster schriftlich fixiert, betrachten die Atlanter sich als Nachkommen des Meeresgottes, der bei den Griechen Poseidon heißt. Sie sind hochgewachsene, schöne Menschen mit blonden Haaren, edel, hilfsbereit und fromm. Doch: "Als der göttliche Teil langsam dahinschwand", so die Legende, "wurden sie von sündigem Ehrgeiz und Machtstreben erfüllt." Sie wollen die ganze Welt beherrschen - ihre Hybris weckt göttlichen orn wie später das Treiben der Nachbarn Noahs oder, der rbauer des Turms von Babel.

Erster Technologie-Transfer. Nach der Katastrophe, so die S-Forscher, ist das Schwarze Meer um 30 Prozent größer, die tadt Atlantis für immer versunken, zugleich aber auch die nitialzündung für die moderne Zivilisation erfolgt. Denn weit m Landesinneren haben Überlebende fliehen können - nach Westen.

Dort lösen die Atlanter mit ihrem Knowhow (Agrartechnologie, Kupfer-Metallurgie) die erste Kulturrevolution aus: Sie bringen Pflug und Sichel, aber auch Beil und Säge in die Urwälder Europas - und einen Mythos, der bis heute lebt.

Nach Plato liegt Atlantis jenseits der Säulen des Herakles (Gibraltar), also im Atlantik, und ist größer als die den Griechen bekannten Gebiete Asiens und Afrikas zusammen. Aber schon damals nehmen viele Zuhörer an, dass der große Philosoph die Legende lediglich als Lehrbeispiel für Glanz und Untergang eines Idealstaates verwendet - die genaue Lage ist dazu gar nicht wichtig.

Umso eifriger suchen Forscher später den wahren Kern: Aus Platos 20 Seiten werden bis heute 30.000 Bücher. Schon im Jahr 1665 vermutet der gelehrte Jesuit Athanasius Atlantis als erster im Atlantik, bei den Azoren.

Seither folgen mehr als 2000 Versuche, das Rätsel zu lösen. Und über 30 Theorien: Mitte des Atlantiks (Delphin-Rücken), Bermuda-Dreieck, Bahamas, Kanarische Inseln, Madeira, Tartessos, Cadiz (Südspanien), die griechischen Inseln Kreta und Santorin, Marokko, Algerien, Libyen, Togo, Nigeria, Südafrika, Palästina, Helgoland, Schweden, Stonehenge, Spitzbergen, Kaukasus, Schwarzmeergebiet, Troja, Saudi-Arabien, Ceylon, Bimini-Atoll (Pazifik) , Yucatan, Kuba, Haiti, Mittelamerika, Amazonasgebiet, Peru, Osterinsel.

Bestseller-Autor Charles Berlitz sucht es im Bermuda-Dreieck, der Moskauer Ozeanograph Prof. Andrei Aksenov mit dem Spezial-U-Boot "Argos" vor der spanischen Costa del Sol. Die NASA hofft auf ihr "Spaceborne´Imaging Radar", das archäologische Stätten in aller Welt fotografiert und dabei bereits den genauen Verlauf der Seidenstraße, Reste einer zweite Chinesischen Mauer und ein Bewässerungssystem der kambodschanischen Dschungelstadt Angkor Wat entdeckte.

Zuletzt schließt der Engländer Jim Allen (54), ehemaliger Kartograph der Royal Airforce, nach Auswertung zehntausender Luftbilder,- daß Atlantis am Poopo-See in den bolivianischen Anden gelegen habe; von dort seien die Atlanter dann mit ihren Schiffen bis nach Europa gefahren.

Dieser Artikel ist in folgenden Kategorien


Schreiben Sie einen Kommentar


:


:


:


:


*:
Bitte achten Sie auf weitere Anweisungen im nächsten Schritt