Özedmir: Kopftuch nur mit Minirock!

Dienstag, 10. April 2018

„Hart aber Fair: Islam ausgrenzen, Muslime integrieren – Kann das funktionieren?“ ARD, 9.April 2018, 21 Uhr.

Der Grüne-Politiker Cem Özdemir hat in der ARD-Talkshow „Hart aber Fair“ am Montag das Kopftuch in einen Zusammenhang mit Miniröcken gestellt.

Wörtlich sagte der Sohn türkischstämmiger Eltern unter dem Beifall der Zuschauer: „Wenn das Kopftuch ein Mittel zur Agitation ist, habe ich ein Probleme damit. Es geht nur, wenn die, die ein Kopftuch tragen, auch für das Recht kämpfen, dass meine Tochter im Minirock herumläuft!“

Zu der Frage, warum kleine Mädchen überhaupt ein Kopftuch tragen müssten, sagte Özdemir: „Weil es angeblich ein Sexualsymbol ist, und das ist nicht normal. Wer findet, dass Männer Kinder als Sexualsymbole sehen, der sollte die Männer behandeln und nicht die Kinder zwingen, ein Kopftuch zu tragen!“

Der bayerische Innenminister Joachim Herrmann zitierte dazu aus einer Studie: „Die Mehrheit der islamischen (!) Frauen in Deutschland sieht im Kopftuch ein Symbol für die der Nichtgleichberechtigung der Frau.“

Mit dem Satz, der Islam gehöre zu Deutschland, könne er „nichts anfangen“, sagte der Minister, denn: „Grundwerte, Rechtsstaat, Humanismus, Aufklärung, zu alledem hat der Islam überhaupt keinen Beitrag geleistet!“

Der deutsch-ägyptische Politologe Hamed Abdel-Samad wies auf eine Untersuchung hin, nach der türkischstämmige Mädchen in Deutschland doppelt so oft Selbstmord begehen oder versuchen wie gleichaltrige deutsche Mädchen. Hauptgrund sei die fehlende Freiheit.

„Man kann sich nicht in dieses Land integrieren, wenn man das Wertesystem des Islam eins zu eins leben will“, sagte er dazu. „Die deutsche Gesellschaft wird offener, die Migrantengruppen aber nicht.“

„Wenn drei Viertel der Deutschen die Aussage ablehnen, dass der Islam zu Deutschland gehört, was machen wir dann?“ fragte der Politologe in die Runde. „Sind die dann alle rechtsradikal, oder islamophob? Die Salafisten gehören nicht zu Deutschland! Die 150 islamischen Gefährder auch nicht. Und auch nicht die radikalen Moslems, die nach Syrien gehen, um dort für den IS zu kämpfen!“

Zum Schluss erinnerte Özdemir sich an eigene Integrationsprobleme als Sohn eingewanderter Türken auf der Schwäbischen Alb: „Als ich sagte, ich möchte auf das Gymnasium, hat der Lehrer gelacht, und dann die ganze Klasse“, erzählte er. Er hat das Abitur später auf dem zweiten Bildungsweg geschafft. Jetzt lacht niemand mehr.

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