Bushido greift Kollegah und Farid Bang an

Donnerstag, 3. Mai 2018

„Maischberger: "Man wird ja wohl noch sagen dürfen!" ARD, Mittwoch, 2.Mai 2018, 22.45 Uhr.

Deutschlands bekanntester Rapper Bushido hat in der ARD-Sendung „Maischberger“ am Mittwoch seine Kollegen Kollegah und Farid Bang wegen ihrer antisemitischen Sprüche hart attackiert.

Wörtlich sagte der Musiker: „Sie haben die Moralgrenze überschritten. Es gibt Dinge, die dürfen nicht so gesagt werden, dass andere sich verletzt, beleidigt oder angegriffen fühlen!“

Der ZDF-Moderator Peter Hahne war eher sauer auf seine evangelische Kirche: Ihr Vertreter habe im Ethik-Rat des Musikpreises, anders als seine katholische Kollegin, den Antisemitismus durchgewinkt: „Das ist für mich der eigentliche Skandal!“

„Komische Sachen“

„Die Typen haben schon vorher komische Sachen gemacht“, sagte Bushido dazu: Als der Ethik-Rat 2015 seine Texte überprüfen sollte, stieg der Rapper wütend aus.

„Ich bin nie Antisemit gewesen“, sagte er jetzt. Was er mache, sei „eine extreme Form von Kunst, genauso wie es eine extreme Form von Sex ist, Schmerz zu ertragen.“ Deshalb Kunstfreiheit!

Claudia Roth und Klaus Wowereit

Talkmasterin Maischberger zitierte die berühmte Bushido-Zeile „Ich schieß' auf Claudia Roth und sie kriegt Löcher wie ein Golfplatz“ und fragte: „Fürchten Sie nicht, das jetzt jemand wirklich schießen könnte?“

„Das ist so ein plattes Argument!“ schimpfte der Rapper. Das sei Kunst, das dürfe man doch nicht wörtlich nehmen: „Wenn ich sage, jemand wird in den Arsch gefickt wie Klaus Wowereit, wo ist da das Problem?“

Der ungewöhnlichste Exkurs

Damit hat Bushido ein Feuerwerk der Zoten entzündet, und plötzlich waren (fast) alle anderen ebenfalls Rapper: „Ziegenficker“, „Nazi-Votze“, „Ich ficke deine Huren“, „Nazi-Sau“, „Arschficker“ tönte es durchs Studio.

Nach fünf Minuten hatte jeder mal ganz künstlerisch die Sau rausgelassen. „Hoffentlich schauen keine Kinder mehr zu“, beendete Maischberger den Exkurs und bestand zum Schluss noch auf einer Einschränkung: „Ich möchte nicht Votze genannt werden!“

 

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