AfD-Gauland attackiert Grüne Göring-Eckardt

Montag, 28. Mai 2018

„Anne Will: Die Bremer Asyl-Affäre - Systemfehler oder Einzelfall?“ ARD, Sonntag, 27.Mai 2018, 21.45 Uhr.

Der AfD-Vorsitzende Alexander Gauland hat in der ARD-Talkshow „Anne Will“ am Sonntag im Zusammenhang mit der Flüchtlingskrise schwere Vorwürfe gegen die Grüne-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt erhoben.

„Wir kriegen jetzt plötzlich Menschen geschenkt“

Auf der 12. Synode der Evangelischen Kirche Deutschlands im November 2016 in Magdeburg hatte die Politikerin über die massenhafte Einwanderung von Flüchtlingen mit und ohne Pass gejubelt: „Wir kriegen jetzt plötzlich Menschen geschenkt!“ Mit Hilfe der Neuankömmlinge werde Deutschland „religiöser, bunter, vielfältiger und jünger“ werden.

Jetzt sagte Gauland in einer Diskussion über die skandalösen Durchwinke-Deals bei der BAMF-Außenstelle Bremen: „Das Systemversagen liegt in der Politik. Wer erklärt, dass jeder, der kommt, ein Geschenk ist, muss sich nicht wundern, wenn die BAMF-Beamten das auch für ein Geschenk halten und nicht mehr so genau hingucken!“

„Keine Lust, mir von der AfD die Agenda diktieren zu lassen!“

„Jetzt wir’s aber ganz billig, was Sie machen!“ sagte die Grüne pikiert und lenkte rasch auf ein anderes Thema ab: „Was Sie die ganze Zeit versuchen, ist, dieses Land zu spalten, heute wieder auf den Straße in Berlin. Hat aber nicht geklappt. Da waren Sie irgendwie ein kleiner, versprengter Haufen…“

„6000 Leute sind kein kleiner, versprengter Haufen!“ lacht Gauland höhnisch, ehe Niedersachsens SPD-Innenminister Boris Pistorius der Grünen zu Hilfe eilte: „Ich habe keine Lust, mir von der AfD ständig die Agenda diktieren zu lassen!“

Erschütternde Zahlen über die Flüchtlingskrise

Stephan Mayer (CSU), Staatsekretär im Bundesinnenministerium,  trug Erschütterndes vor: In 30 Prozent der Flüchtlings-Fälle wurde auf die Feststellung der Identität verzichtet. 80 Prozent der Bundesbürger haben kaum noch Vertrauen in das BAMF. Und 40 Prozent der Ausländerbehörden können immer noch keine Fingerabdrücke nehmen.

Auch Göring-Eckardt hatte eine Alarmzahl parat: „Von der Weltbank hören wir, dass es 140 Millionen Klimaflüchtlinge geben wird!“ sagt sie mit einer schlauen Schalte in den Panik-Modus.

Und noch eine kleine Frechheit

Nach einem ARD-Einspieler mit den Vorwürfen des CSU-Landesgruppenchefs Alexander Dobrindt gegen eine störende „Anti-Abschiebe-Industrie“ fragte Will in Anspielung auf den Ort der jüngsten GroKo-Teambuilding-Aktion: „Herr Mayer, war die Luft auch am Fuße der Zugspitze so dünn?“

Doch der CSU-Mann ist ebenfalls kein Freund der sanften Meinungsvermittlung: „Alexander Dobrindt hat zu Recht auf einen politischen Problempunkt hingewiesen“, antwortet er. „Und den hat er sehr akzentuiert und aus meiner Sicht auch richtig adressiert!“ 



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