CSU will Integration mit klarem Richtungspfeil zur deutschen Leitkultur

Dienstag, 5. Juni 2018

„Hart aber Fair: Flüchtlinge und Kriminalität – Die Diskussion!“ ARD, Montag, 4.Jun i 2018, 21 Uhr.

Der neue CSU-Generalsekretär Markus Blume hat in der ARD-Talkshow „Hart aber Fair“ am Montag von Flüchtlingen aus anderen Kulturkreisen eine umfassende Anpassung an die ansässige Mehrheitsbevölkerung verlangt.

Wörtlich erklärte der Politiker: „Es ist zu wenig, zu sagen: In Deutschland gilt das Grundgesetz, viel Glück!. Integration hat einen klaren Richtungspfeil zu unserer Leitkultur!“

Naive Flüchtlingsplitik

In der Flüchtlingspolitik habe es „anfangs zu viel Naivität“ gegeben, erklärte der Talk-Novize. Besonders die Bilanz der Asylbewerber aus den Maghrebstaaten sei verheerend: Die Nordafrikaner stellen nur vier Prozent der Zuwanderer, aber neun Prozent aller Tatverdächtigen in der Flüchtlingskriminalität.

Ein ARD-Einspieler zeigte Zahlen: 18 Prozent der Diebe, zwölf Prozent der Sextäter und 15 Prozent der Gewaltverbrecher sind Zuwanderer.

Kriminalitätsbelastung deutlich größer

„Die Kriminalitätsbelastung ist deutlich größer als bei der Durchschnittsbevölkerung“, stellte BKA-Chef Holger Münch dazu fest. Seine Erklärung: „Männer begehen drei Mal mehr Straftaten als Frauen. Junge Männer noch mal deutlich mehr. Erst mit Mitte 20 geht das runter. Ich nenne das die Testosteronkurve.“

Und, so Münch: „Unter den Zuwanderern sind drei Mal so viel Männer unter 30 wie bei der Wohnbevölkerung in Deutschland.“

Auch deshalb will die CSU nun vor allem Algerien, Marokko und Tunesien zu sicheren Herkunftsländern erklären, damit nicht anerkannte Asylbewerber schnell wieder abgeschoben werden können.

Ob die Grünen diesmal im Bundesrat zustimmen würden? wollte Blume wissen.

Bekannte Banalitäten

Die „Grüne“-Parteichefin Annalena Baerbock sonderte zunächst wieder ihre bekannten Banalitäten ab, wenn auch in perfektem Korrektsprech: „Integration fällt nicht vom Himmel.“ – „Integration ist das Entscheidende.“ – „Das sind ganz unterschiedliche Menschen.“

Auch zum CSU-Vorschlag schwurbelte sie wieder nach der Methode „Belehrung und Bekehrung“ herum: „Hier gilt unser Rechtsstaatsprinzip!“ – „Entscheidend ist, von Anfang an auf Integration zu setzen!“ – „Integration heißt nicht nur abstrakt Integration!“

Talkmaster Frank Plasberg erlaubte sich den Hinweis, dass in Marokko oderTunesien Ländern doch immerhin sehr viele Deutsche Urlaub machen. Doch das Argument, Tourismus habe was mit Sicherheit zu tun, zog bei Baerbock überhaupt nicht.

Haiti und Jamaika

„In Haiti gibt’s Resorts, die sind abgegrenzt mit Sicherheitstrakten, damit ein Kreuzfahrtschiff anlegen kann“, empörte sie sich. „In diesem Land tobt ein Bürgerkrieg!“    

CSU-Blume blieb gleich mal in der Karibik: Bei den Jamaika-Verhandlungen sei das mit den Maghrebstaaten als sicheren Herkunftsländern für die Grünen doch gar kein Problem mehr gewesen, spottete er.

Der niederländische Migrationsforscher Ruud Koopmans kehrte wieder zu Thema zurück: „Afghanistan ist ein Land, indem Sex-Apartheid herrscht“, sagt er. Für die jungen Männer sei die Gleichberechtigung der Frauen ein „Kulturschock“: „Die sind von einem anderen Planeten!“ Und das gelte auch für andere muslimische Länder.

Zum ersten Mal mit Frauen an einem Tisch

Die ARD-Journalistin Isabel Schayani („Weltspiegel“) wollte nicht glauben, „dass man das so pauschal in einen Topf werfen kann“, gab aber zu: „Als wir welche zum Abendessen eingeladen haben, haben wir festgestellt, dass einige zum ersten Mal mit Frauen an einem Tisch gesessen haben.“

Baerbock holte Luft und legte wieder los: Es sei falsch, „pauschal zu sagen, alle Muslime sind automatisch Straftäter“, beschwerte sie sich. „Das ist das Gefährliche!“

Alter Trick

Plasberg ließ ihr das aber nicht durchgehen: „Das hat niemand gesagt! Sie operieren mit einer Unterstellung, die keiner gemacht hat, um dann gegen anzulaufen!“ Die anderen grinsten: Sie kennen das Spiel.

„Wenn wir wollen, dass die Integration gelingt, müssen wir die Zuwanderung begrenzen“, sagte Blume. „Ich habe Sorge, dass sonst die Akzeptanz in der Bevölkerung schwindet. Wir müssen konsequent sein mit denjenigen, die zeigen, dass sie nicht mit uns leben wollen, sondern gegen uns leben wollen!“

Und der BKA-Chef warnte: „Ein System, das leicht missbraucht werden kann, wird leicht missbraucht.“

 

Dieser Artikel ist in folgenden Kategorien


Schreiben Sie einen Kommentar


:


:


:


:


*:
Bitte achten Sie auf weitere Anweisungen im nächsten Schritt