Kapitel 27: Im Siel

Samstag, 6. Oktober 2012
„Im Gängeviertel füllen sich Straßen sehr schnell“: An der Ecke Kajen und Deichstraße 1884. © Museum für Hamburgische Geschichte

  Eddie rennt nach seinem Kopfsprung von der Reesendammbrücke stracks zur „Möwe“, zieht seine Marie heraus und geht mit ihr auf Bude, Klamotten wechseln. Dann macht er sich auf die Suche nach Onkel Johnny und Walter, um ihnen von der Verhaftung zu berichten, findet die beiden aber nicht. Am Morgen kommt er wieder in die Kneipe, schleicht auf Zehenspitzen zu Marie ins Zimmer und sieht vor sich plötzlich Wandrahm-Willy, Wacko Brett, Diet den Dorsch und Ben den Bremser. Sie haben es sich gemütlich gemacht. Marie liegt gefesselt auf dem alten Sofa.

  „Spuck’s aus, Eddie“ sagt Wandrahm-Willy, um das Verfahren abzukürzen, „sonst haut Wacko dir die Augen bunt.“

  Eddie ahnt, dass Constabler Möller Willy von der Begegnung am Siel erzählt hat, aber der Schränker ist kein Schlappschwanz, so ohne weiteres gibt er die Beute nicht verloren: „Was denn?“

  „Keine Fisimatenten!“ mahnt Willy. Wacko hält dem Schränker grinsend die Faust unter die Nase: „Da, riech mal! Friedhofsduft!“

  „Ich weiß überhaupt nicht, was ihr von mir wollt!“ sagt Eddie starrsinnig.

  „Die Kohle, die du dem Konsul geklaut hast!“ sagt Willy. „Du weißt wohl nicht, dass das ein Freund von uns ist!“

  „Ihr habt ja feine Freunde!“ spottet Eddie.

  Wacko tätschelt ihm die Wange. „Du kriegst gleich eine gedachtelt“, fistelte er, „der zweite Schlag ist Leichenschändung!“

  Die mutige Marie kämpft gegen Fesseln und Knebel und stößt einige unartikulierte Laute aus; sie klingen nach „Sag's nicht!“

  „Schluss mit dem Blödsinn!“ befiehlt Willy und gibt Diet einen Wink. Der Dorsch klappt sein Messer auf und geht zu Marie.

  Eddie weiß, wann er verloren hat. „Also gut. Ich zeig's euch.“

  Willy nickt. „Keine Tricks, verstanden? Ben und Diet bleiben hier.“

  Eddie steht auf. „Die Marie lasst ihr aber in Ruhe!“ 

  „Keine Sorge“, sagt Willy und fast den Dorsch streng ins Auge. „Verstanden?“

  „Klar wie Stiefelwichse, Chef“ antwortet der Dorsch, klappt sein Messer wieder zu und zeigt seine Zahnlücken. Es sieht aus, als grinse ein Hai, denn der Dorsch hat eine spitze Schnauze, ganz schmale Augen und absolut kein einziges Haar auf dem Kopf. Wie viele Ganoven von völlig unklarer Herkunft, war er mit zwölf aus dem Findelhaus ausgebüxt, mit vierzehn zur See gefahren und mit fünfzehn zum ersten Mal ins Gefängnis gesteckt worden.

  Der Blitzkutscher späht durch die Vorhänge und sagt: „Da drüben steht die ganze Zeit dieser neue Constabler von der Raboisenwache und guckt rüber, was will der bloß, das ist doch gar nicht sein Revier.“

  Eddie will die Nervosität der vier nutzen und sagt: „Der ist in Marie verliebt. Lasst euch nicht von ihm erwischen!“

  „Das kannst du deiner Großmutter erzählen“, sagt Diet, wirkt aber nicht ganz unbeeindruckt, was Eddie mit Befriedigung registriert.

  „Also los“, sagt Wandrahm-Willy.

  „Da ist noch was“, sagt Eddie. „Im Siel treibt sich was rum, ein Mensch oder ein Tier, was Gefährliches.“

  „Du musst ja nicht alles glauben, was in der Zeitung steht“, lacht Willy.

  „Ich schwör's euch“, sagt Eddie.

  „Ach, deshalb die Harpunen“, sagt Willy. „Damit werden wir schon fertig.“

  Willy und Wacko sind vorbereitet, sie stecken Wachsfackeln unter die Jacken, nehmen den Schränker in die Mitte und marschieren flott an dem Constabler vorbei, der ihnen misstrauisch nachblickt.

  Eddie führt die beiden zur Reesendammbrücke. Der Jungfernstieg ist um diese Zeit menschenleer. Der Schränker fummelt wieder mal das Schloss auf, und die drei steigen in den Siel.

  „Geh man vor“, befiehlt Willy.

  „Krieg ich keine Fackel?“ fragt Eddie.

  „Ne, sonst büxt du uns bloß aus“, grinst Wacko.

  Eddie balanciert vorsichtig über die schmalen Fußsteige neben dem stinkenden Styx. Wacko geht dicht hinter ihm und beleuchtet den Weg. Die schwarze Brühe reicht ihnen bis zu den Stiefelschäften. 

  Um die gleiche Zeit lehnt die arme kleine Agnes im Flackerschein ihres kleinen Kohlenbeckens an den rostigen Gitterstäben, bricht Stückchen von dem Brotlaib, den Constabler Möller tags zuvor neben den großen Wasserkrug gelegt hat, und steckt sie dem Grindel mit zitternder Hand in den Mund. Der Unhold hat den struppigen Kopf in den Schoß des Mädchens gebettet und brummte vor Wohlgefühl.

  „Du bekommst so viel, wie du willst“, verspricht Agnes. „Aber dafür bringst du mich hier raus, ja?“

  Genau über ihr setzen die beiden Arbeiter vom Bauhof im strahlenden Sonnenschein wieder das Bohrgestänge zusammen. Professor Minkus blickt frohgemut über den schwankenden Mastenwald auf der Elbe, Hamburgs reichste Forstpartie, wie Daniel Bartels in seinem „Grillenscheucher“ scherzt. Wimpel wehen im warmen Wind. „Heute finden wir was“, sagt der Mythologe und reibt sich erwartungsvoll die Hände. „Heute ist ein guter Tag.“

  Höchstens vierzig Meter entfernt, jedoch sieben Meter unter der Erde, sagt Willy. „Hört ihr das? Da singt doch wer.“

  Eddie und Wacko bleiben stehen und lauschen. Eine helle Stimme singt ein wehmütiges Lied in einer fremden Sprache.

  „Los, weiter!“ sagt Willy.

  Nach ein paar Metern hält Eddie vor seinem Versteck an. „Hier ist es.“

  „Hol’s raus“, befiehlt Wacko.

  „Nee“, sagt der Schränker entschieden. „Das geht mir zu sehr gegen die Ehre.“

  Wacko packt ihn am Nacken. „Hol’s raus, hab ich gesagt!“

  „Macht doch nicht so'n Zirkus!“ sagt Willy. „Hol's selber raus, Wacko!“

  Der Riese stößt Eddie zur Seite, tritt an die Nische und langt ins Innere.

  „Verlogener Hund!“ schimpft er. „Da ist ja gar nix drin!“

  „Das gibt es doch gar nicht!“ zweifelt Eddie und greift selbst ins Leere. „Verdammt!“ Seine Bestürzung ist echt. „Das war Möller, der Hund!“ Im gleichen Moment sieht er etwas Schwarzes, Zottiges  auf sich zuspringen. „Wahrschau!“ ruft er und duckt sich. Der Grindel hat ihre Stimmen gehört, rast kreischend auf sie zu und versucht seine Zähne in Wackos Hals zu schlagen. Brüllend packt der Riese den Angreifer an den verfilzten Haaren. Wandrahm-Willy zieht das Messer und eilt dem Kumpan zu Hilfe, doch bevor er zustoßen kann, lässt das unheimliche Wesen los und rennt mit grotesken Sprüngen in die Finsternis davon.

  „Hinterher!“ ruft Willy und saust mit der Fackel durch den Siel. Wacko stößt Eddie vor sich her. „Lass dir bloß nicht einfallen, abzuhauen!“

  „Ich bin ja nicht lebensmüde!“ sagt Eddie und hastet hinter Willy her, so viel die zitternden Knie hergeben. Jetzt nur nicht hier unten ohne Fackel allein bleiben!

  „Da vorn ist er!“ hören sie Wandrahm-Willy rufen.

  Aus einer schmalen Mauerlücke dringt flackerndes Licht. Willy und die anderen zwängen sich vorsichtig durch und bleiben staunend stehen, denn sie erblicken eine unwirkliche Szenerie. Ein alter, rostiger Raubtierkäfig. Glühende Kohlen in einem Becken. Ein junges, blondes Mädchen. Und in seinem Schoß das unheimliche Wesen.

  „Jetzt schnappen wir ihn!“ fistelt Wacko begierig.

  Willy hebt die Hand. „Warte!“ Über dem Gewölbe sind Hammerschläge zu hören. Dort kniet gerade Augustus und versucht, den festgefressenen Bohrer freizuklopfen.

  „Vorsicht!“ mahnt Professor Minkus. „Das sieht wackelig aus.“

  „Ja, hier klingt es ziemlich hohl“, bestätigt Augustus, setzt noch einen Schlag und stürzt mit einem Schrei hinter den Trümmern des Gewölbes in die Tiefe. Zum Glück plumpst er ins Wasser.

  Holterdipolter, und Platsch! Für die Leute oben ist plötzlich der Boden weg, für die unten die Decke. Entgeistert starren sie einander an.

  Durch den Einsturz der Kuppel dringt so viel Licht in die Höhle, dass rätselhafte Bildnisse, Schriftzeichen und Symbole an den Wänden zu erkennen sind, doch Augustus hat dafür keinen Blick, als er prustend aus der stinkenden Brühe auftaucht. Ein Mädchen in einem Käfig! Und ein Ungeheuer, das wirklich aussieht wie der grause Grendel aus der Beowulf-Sage!

  Das Mädchen ruft ihm etwas zu. Die Worte versteht Augustus nicht, wohl aber die flehende Geste. Er überwindet seine Furcht und schwimmt tapfer auf den Käfig zu.

  In dem Lichtkreis über ihm erscheint der Kopf des Professors. „Ist Ihnen etwas passiert? Ich hole Hilfe!“

  „Nein!“ ruft Augustus. „Ja!“

  Der Professor zieht sich aber nicht gleich zurück, sondern guckt weiter durch das Loch und fragt: „Wer sind denn diese Gentlemen?“

  Jetzt erst bemerkt auch Augustus die drei Ganoven.

  „Los!“ befiehlt Wandrahm-Willy und watet in die Brühe. Wacko folgt ihm und zieht Eddie hinter sich her.

  Der Unhold schüttelt brüllend die zottige Mähne, packt das Mädchen, hebt es auf und rennt mit ihm aus dem Käfig in den nächsten Siel.

  Augustus klettert an Land und läuft ihm nach, von den drei Gangstern verfolgt. Der Gang endet blind, aber ein trüber Lichtkegel zeigt, dass dort ein Schacht zu einem Gully führt. Der Grendel astet mit seiner Last hinauf. Augustus packt ihn an den Füßen. Hinter ihm drängt sich Willy dazu. „Holl fast!“ ruft er. Der Grendel wehrt sich und schreit fürchterlich. Plötzlich geht der Deckel auf, und wie ein Deus ex machina greift der Irrenwärter Adolf Petersen in das Geschehen ein.

   „Kasi!“ ruft er. „Lass los! Komm raus, schnell!“

  Das Ungeheuer stößt einen klagenden Laut aus und schaut hilflos zwischen dem Irrenwärter und dem Mädchen hin und her.

  „Lass sie los!“ ruft Augustus.

  Hinter ihm greift Wandrahm-Willy nach dem Grendel, aber Augustus steht ihm im Weg, und auch Wacko kann nicht richtig zupacken.

  „Raus, Kasi!“ ruft Petersen noch einmal, „sonst kriegen sie dich!“

  Auf dem von Schmutz und Pusteln bedeckten Gesicht des Grendel erscheint eine Bitte, die nur Augustus versteht. „Ich pass auf sie auf“, sagt er ohne langes Besinnen. Da endlich lässt der Irre das Mädchen los und klettert durch den Gully ins Licht.

  „Hinterher!“ ruft Willy, da ertönt aus dem Gang plötzlich die Stimme von Constabler Godfroy. „Halt!“

  Die Ganoven erstarren.  Damit haben sie nicht gerechnet. 

  Der Constabler tritt in den Lichtkegel. Er ist ihnen von der „Möwe“ in den Siel gefolgt.

  „Sie kommen gerade recht, Constabler“, sagt Willy. „Wir haben den Kerl erwischt, der Konsul Averdars Tresor ausgeräumt hat. Er hatte die Beute hier unten versteckt. Jetzt ist sie weg.“

  „Ihr kommt mit auf die Wache“, sagt der Constabler.

  „Gegen uns liegt nicht das Geringste vor“, wehrt sich  Willy.

  „Dann habt ihr ja auch nichts zu befürchten“, erwidert Godfroy trocken wie Löschpapier. Mit Ganoven kann er besser umgehen als mit Frauen.

  Sie klettern nacheinander ins Freie, und der Constabler führt sie durch ein dichtes Spalier Schaulustiger zur Raboisenwache. Im Gängeviertel füllen sich Straßen sehr schnell, wenn es etwas zu sehen gibt, und diesmal ist einiges geboten: ein Irrenwärter zieht ein Ungeheuer aus dem Siel und führt es ins Haus des Henkers, bevor aus dem gleichen Gully drei Ganoven, ein Polizist, ein vornehmer junger Herr und ein halbnacktes blondes Mädchen steigen.

  In der Polizeiwache versucht Godfroy Klarheit zu schaffen. Als erste dürfen Augustus und Agnes gehen, nachdem Augustus versprochen hat, das Mädchen vorläufig im Haus seines wohlhabenden Onkels aufzunehmen und dort auch die fällige Zeugenvernehmung zu ermöglichen, sobald die Gerettete dazu in der Lage sei.

  „Haben wir uns nicht schon mal gesehen?“ fragte Godfroy Willy.

  „Ja, gleich hier um die Ecke, in der 'Ruhigen Hand“, antwortet Willy.

  Eddie wird verhaftet, Willy und Wacko dürfen gehen. Das passt dem Schränker gar nicht. „Die halten in der 'Möwe' ein Mädel als Geisel fest“, sagt er. „Die Kellnerin, die Marie.“

  „Stimmt das?“ fragt Godfroy. Er hat immer noch keinen Schimmer, dass Marie und Eddie ein Paar sind.

  „Wir wollten nur verhindern, dass die Kleine mögliche Komplizen warnt, bevor wir die Beute sichergestellt haben“, erklärt Wandrahm-Willy.

  „Das ist Freiheitsberaubung! Ich erstatte Anzeige!“ ruft Eddie.

  Godfroy sagt, es werde sich alles aufklären, lässt den Schränker in die Zelle bringen und marschiert mit Willy und Wacko los.

  Ben und Diet sehen sie durchs Fenster kommen und nehmen Marie die Fesseln ab. „Da kommt die Schmiere!“ sagt der Dorsch und droht: „Halt bloß die Schnauze, sonst kannste was erleben!“

  „Jetzt habt ihr wohl die Hosen voll, ihr Helden!“ spottet Marie und reibt sich die Handgelenke.

  „Holl din Muul, du Dummschnut!“ giftet der Dorsch.

  Godfroy tritt als erster ein und erblickt eine friedliche Szene: Zwei Männer sitzen beim Frühschoppen, von einer freundlichen Wirtin bedient.

  Dem Constabler gegenüber zeigt Marie sich weit weniger charmant: „Was wollen Sie denn schon wieder, haben Sie denn keinen Dienst?“

  Die Ganoven grinsen. Godfroy spürt einen Stich im Herzen. „Doch, Marie, ich bin im Dienst.“

  „Jetzt auch?“

  „Jawohl“, sagt der brave Constabler wahrheitsgemäß. „Liebe Marie, ich bin hier, weil ich eine Verhaftung durchgeführt habe, und der Verhaftete behauptet...“

  „Er hat Eddie verhaftet“, sagt Willy.

  „Unterbrechen Sie mich nicht!“ sagt der Constabler, und Willy verstummt lächelnd, es ist ja bereits alles gesagt.

  „Eddie?“ Auf Maries Stirn erscheint eine steile Falte.

  „Eduard Egenbüttel, jawohl. Verdacht auf schweren Diebstahl.“

  „Eddie ist unschuldig!“ faucht Marie den Constabler an.

  Das versetzt dem Verliebten einen Stich. Er hat gehofft, dass Marie ihm dankbar sein würde, stattdessen geht sie wie eine Tigerin auf ihn los.

  „Ist dieser Egenbüttel ein Freund von dir?“ fragt er sie.

  Marie schaut den Ahnungslosen verächtlich an. „Ein Gast.“

  „Ein Stammgast“, kann Willy sich nicht enthalten zu sagen. Die anderen feixen.

  „Herr Egenbüttel hat ausgesagt, diese Männer hätten dich misshandelt“, sagt Godfroy. „Möchtest du Anzeige erstatten?“

  Marie durchschaut die Situation noch nicht so ganz, aber als echte Tochter des Milieus sagt sie ohne nachzudenken: „Nein. Das ist eine Privatangelegenheit.“ Freiwillig würde sie der Polizei nicht mal sagen, was auf ihrem Klingelschild steht.

  Augustus hat inzwischen eine Droschke angehalten und die kleine Agnes hineinbugsiert. Dem Kutscher gefällt der Zustand der Fahrgäste wenig, aber eine Goldmünze hellt seine Miene auf. „Wohin?“

  Augustus überlegte. An die Elbchaussee? Nein, das geht auf keinen Fall. Da fällt ihm Onkels kleines Häuschen vor der Stadt ein. „Zum Schäferkamp!“

  Erst einmal aber lässt er die Kutsche zum Glockengießerwall fahren, um dem Professor zu beruhigen. Minkus hört allerdings nur mit einem halben Ohr zu. Der würdige Mann liegt mit seinem altmodischen blauen Rock und den noch altmodischeren Kerseypantalons bäuchlings im Lehm und schaut verzückt in die Höhle hinab. „Das ist vorgermanisch! Seevölkerzeit! Der älteste noch erhaltene Tempel Nordeuropas! Sehen Sie nur!“

  „Da unten war ein Mädchen, ich bin deswegen schon zur Polizei, jetzt bringe ich sie erst mal zu uns...“

  „Ja ja, gehen Sie nur, aber kommen Sie wieder, so schnell Sie können!“

  Die Arbeiter haben vom Bauhof eiligst Material und Verstärkung geholt und ziehen bereits einen dichten Bretterzaun um die Einsturzstelle. Constabler halten die neugierige Menge zurück.

  Eine halbe Stunde später kommt die Droschke an dem Landhaus an. Dass auf der Veranda zwei schlampige Weiber lungern, die sich mit wachem Dirneninstinkt sogleich in die Büsche schlagen, ist die geringere Überraschung. Die größere stellt sich ein, als Augustus das große schöne Bett bereits belegt findet, und zwar von einer gefesselten und geknebelten Dame, die er sogleich als die berühmte Sopranistin Lida Saati erkennt.

 

 

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