Was der Metzger hätte, wenn er Chirurg wäre

Montag, 3. Dezember 2012

Sendungen von Sonntag, 2.Dezember 2012

In „Tagesthemen“ sagt ARD-Moderator Tom Buhrow: „Vor 50 Jahren erschien ein Kinderbuch von Michael Ende, und später lernten ganze Generationen durch die ‚Augsburger Puppenkiste‘ die Abenteuer von ‚Jim Knopf und die Wilde 13‘ kennen. Die ‚Wilde 13‘, das war eine Piratenbande, die die Weltenmeere unsicher machte. Heute macht eine andere ‚Wilde 13‘ die CDU unsicher: Eine Gruppe von CDU-Bundestagsabgeordneten hat den Piratennamen gekapert und setzt sich dafür ein, homosexuelle Partnerschaften mit der herkömmlichen Ehe rechtlich gleichzustellen…“

Goethe, „Wilhelm Meisters Lehrjahre“ VII,9: „Steile Gegenden lassen sich nur durch Umwege erklimmen.“

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In „Titel, Thesen, Temperamente“ (ARD) sagen zum 100. Jahrestag der Nofretete-Entdeckung durch den Archäologen Ludwig Borchardt im ägyptischen Amarna und zum Streit um die Rückgabe

Hassan Sayed, Ex-Direktor des Ägyptischen Museums in Kairo: „Die deutschen Archäologen haben vor 100 Jahren verschwiegen, wie bedeutend der Kopf der Nofretete ist. Sie haben sie sogar mit einer Gipsummantelung getarnt. So konnte sie als irgendein Objekt unbemerkt das Land verlassen. Ich finde, solche nicht legal ausgeführten Stücke wie die Nofretete müssen von den Deutschen zurückgegeben werden.“

Hermann Parzinger, Präsident der Stiftung Preußischer Kulturbesitz: „Die Ägypter hatten eine ganze Reihe vorzüglicher Schwarzweiß-Fotos von der Nofretete, weil auch immer behauptet wird, Borchardt habe sie mit Lehm beschmiert und so, mit schlechtem Licht in einer Kiste versteckt. Das ist Unsinn. Man wusste sehr wohl, um was es geht.“

Auf ein Interview mit dem Salafistenführer Scheich Murgan Salem al-Gohary, der die Zerstörung der Pyramiden und der Sphinx als „Symbole des Götzendienstes“ fordert, verzichtete die ARD. Droht der Schönen nach der Rückgabe das Schicksal der Kunstschätze von Bamiyan oder Timbuktu? Anthony Quayle: „Kultur ist, was der Metzger hätte, wenn er Chirurg geworden wäre.“

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TV-SPRÜCHE

„Ich bin nach Oskar Lafontaine und Angela Merkel der dritte Physiker, der sein Geld im Bereich von Kabarett und Comedy verdient!“

„Bei der letzten Bundestagswahl haben ganz viele Spitzenpolitiker von einem ‚Quantensprung in der Arbeitsmarktpolitik‘ gesprochen. Physikalisch ist ein Quantensprung definiert als die kleinste mögliche Zustandsänderung, meist von einem hohen auf ein niedriges Niveau.“

„Eine hohe Arbeitslosigkeit ist ja nicht nur schlecht, in Sachsen-Anhalt haben sie dafür praktisch keinen Berufsverkehr!“

Vince Ebert in „Freiheit ist alles!“ (WDR)

„Ja, ich bin homosexuell, und ja, ich suche auf diesem Weg noch einen Tagesabschlussgefährten!“

Ole Lehmann in „Nightwash“ (WDR)

„Welche Beziehungen halten am längsten: Internet-Bekanntschaften, Wir-haben-uns-im-Supermarkt-kennengelernt oder Wir-kennen-uns-seit-der-Schulzeit? Das Ergebnis der Studie ist eindeutig: Am längsten halten Zwangsehen!“

„Als Kind hatte ich eine Cordhose. Es gibt feine Cordhosen mit 40.000 Rillen – meine hatte vier: auf jedem Bein zwei…“

„Ich habe eine schöne Gruppe bei ‚Facebook‘ entdeckt: ‚Ich spare Zeit – ich putze die Zähne beim Kacken‘. 40.000 Mitglieder!“

„Viele Ausländer werden Türsteher, weil sie gemerkt haben: Hey, wir kommen eh nicht rein!“

Abdelkarim Zemhoute in „Nightwash“ (WDR)

 

 

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