Kapitel 47: Als Polengänger im Hamburger Hof

Sonntag, 9. Dezember 2012
„Ein typisch neugroßdeutscher Renaissancepalast“: Am Meßberg 1883. © Museum für Hamburgische Geschichte

Am nächsten Morgen stand ich ausgeschlafen, frisch gewaschen und piekfein in der klassischen Kluft eines Hamburger Dienstmädchens mit grünem Jäckchen und kariertem Röckchen, dunkelblauem Schürzchen und rosa Schleifchen am gelbweißen Hütchen vor dem „Hamburger Hof“ am Jungfernstieg und sah staunend zu, wie Lida ihren Viaschmahandel aufzog. In ihrem kostbaren schwarzen Atlaskleid sah sie tatsächlich wie eine kaiserliche Hoheit aus der engeren Verwandtschaft des Zaren aus. Überdies hatte sie sich aber auch noch unter einem schwarzen Schleier verhüllt, für den Kowalski als großfürstlicher Haushofmeister – er selbst sagte immer „Haushoffmeister“ - dem strammstehenden Direktor Hartmann in militärischer Kürze eine Erklärung zuraunte: „Trauerfall  … Depesche soeben erhalten … Auf keinen Fall kondolieren!“ Hinter uns standen Harpunen-Harry, Volten-Walter, der Bäcker und der Gecko in erstrangiger fürstlicher Livree. Ich bin ganz sicher, dass der „Hamburger Hof“ weder vor- noch nachher jemals eine derart groteske Entourage sah, aber Lida meinte, das sei gerade ein Vorteil, denn kein vernünftiger Mensch werde hinter so auffälligen Figuren wie unseren Freunden den Versuch einer Täuschung vermuten. Die Pagen starrten uns an, als ziehe der alte Hagenbeck mit den nackten Amazonen von Dahomey durch die Halle. Aber Lida behielt recht, die Leute dachten tatsächlich, im fernen Nowgorod bestünde Personal von Distinktion unbedingt aus dicken blonden Riesen, ehemaligen Walfängern mit Ohrringen und kleinen Mohren hinten fern aus der Türkei. Das Hotel beschäftigte, wie unser lieber Augustus tags zuvor erkundet hatte, ausländische Angestellte, aber keine Russen, sondern nur englische Butler, französische Köche, ungarische Musiker, ein paar schwarze Pagen und natürlich chinesische Wäscher.

  Kowalski fiel es nicht schwer, von einem Polen auf einen Russen mit einigen Deutschkenntnissen umzusatteln. Richtiges Deutsch durften nur Volten-Walter und ich reden. Lida richtete vornehmerweise überhaupt nicht selbst das Wort an den Direktor oder gar die Domestiken, und Onkel Johnny bewachte draußen als Kutscher das Gepäck, zahlreiche schwere Koffer und Kisten. Das Geld für die Kosten unseres Auftritts hatte Nell vorgestreckt, es sollte ihr aber reichlich vergolten werden.

  Der „Hamburger Hof“ war ein typisch neugroßdeutscher Renaissancepalast mit tausend Türmchen und Erkerchen an einer Sahnetortenfassade aus rotem Mainsandstein. Sein Stern ging mit dem Kaiserreich auf und auch mit ihm wieder unter. In dieser kurzen Zeit aber galt er als ein Hotel der Sonderklasse, hatte über zwei Millionen Mark gekostet, hunderttausend gingen allein für die Marmortreppe drauf, und als der marinesüchtige Prinz Heinrich anreiste, baute die Direktion den Festsaal zwei Stockwerke hoch zum Oberdeck eines Ozeandampfers um. Die Salons wurden mit Heißluft beheizt, aber in den Zimmern herrschte noch Wachskerzenhelligkeit, und in den Dielen brannten Öllampen, denn die erste elektrische Beleuchtung gab es in Hamburg erst ein Jahr später. Dafür quoll überall der übliche Prunk an Gips, Stuck und Plafondengeln aus den Wänden.

  Wir quartierten uns in der obersten Etage ein, wo wir eine komplette Zimmerflucht belegten. Ächzend schleppten die Pagen unsere Fürstenfracht zum damals noch dampfgetriebenen Fahrstuhl. Kowalski bestellte inzwischen Champagner, Austern und Kaviar, und zwar gleich kistenweise bzw. „satt“, wie es in Hamburg gerne heißt.

  „Gibt’s nicht auch was Vernünftiges zu beißen?“ murrte der Bäcker, als der Zimmerkellner sich unter vielen Verbeugungen entfernt hatte.

  „Was fällt dir ein, freche Bursch!“ schnarrte der Pole. „Das ist für Großfürstin und nicht für dreckige Lakai!“

  Harpunen-Harry brachte sich gerade noch rechtzeitig dazwischen, zu verhindern, dass der falsche Diener dem falschen Haushofmeister an den Kragen ging.

  „Der Kerl hat mich ‚Lakai’ genannt!“ zürnte der Bäcker. „Dem soll ich wohl mal die Fassade dekorieren!“

  „War nur Spaß“, lachte Kowalski.

  „Verdammter Polacke!“

  „Was sagst du da, Fettwanst?“ rief der Husar empört.

  „Dieses war ebenfalls nur ein S-päßchen, denn auch das heldische Gemüt mögte von Zeit zu Zeit Scherzhaftes hören“, sagte Walter und half Harry, die beiden auseinanderzuhalten.

  „Scherz? Was ist daran lustig?“ wütete der Pole.

  „Rrrrrrruhe!“ krächzte „Coco“.

  „Ik wüll wat to freten!“ murrte der echte Mohr, aber falsche Türke.

  Die Tür ging auf, und Onkel Johnny kam herein. Wie immer wirkte sein Anblick ungemein beruhigend, die anderen ließen sofort die Fäuste sinken.

  „Was ist denn mit euch los?“ fragte mein Onkel. „Übergeschnappt?“

  „Da erhob sich gewaltiger Unmut unter den edlen Gefährten“, deklamierte Volten-Walter, „denn mächtig rumorte der Wolf des Hungers in den darbenden Gedärmen, und ihre Körper wünschten gar sehr, gesättigt zu sein.“

  „Mien Kürper wünscht sik garnicks“, widersprach der Gecko, „blot mien Buk!“ Zum Beweis ließ er ein lang anhaltendes Magenknurren hören.

  Onkel Johnny schüttelte nur den Kopf. „An die Arbeit!“ sagte er, und wir machten uns daran, uns auf die Zimmer und die rasch zusammengekauften Kleidungsstücke in die Schränke zu verteilen. Lida bezog das riesige Eckzimmer vor dem großen Salon, und dahinter zogen der Reihe nach erst ich, dann Kowalski als Haushofmeister und Onkel Johnny, dann Harry und Walter und zum Schluss der Bäcker und der Gecko ein. 

  Als der Champagner kam, der mir wie dem alten Liliencron noch heute am besten aus ganz dicken Wassergläsern schmeckt, ließ der Pole für Lida in ihrem Zimmer decken, und für uns andere im Salon, aber natürlich saß Lida dann bei uns, und die Kellner mussten den Nachschub draußen in der Diele abstellen. Später gab’s Steaks mit Austern und Branntwein mit Wasser. Johnny verschwand bald wieder, und kaum war er weg, machte auch ich mich davon. Ich sagte zu Lida, ich wollte zu meiner armen Mutter nach Finkenwerder, mit der Fähre. Durchtriebenes kleines Ding, das ich war! Lida tröstete mich mit ein paar Tränchen in den Augen, was mir ein ziemlich schlechtes Gewissen machte, aber ich war in diesen Tagen so durcheinander, dass mir die Lügerei noch weniger ausmachte als sonst. Ich konnte immer nur an meinen Danny denken.

  Es ging hoch her. Lida und ihre Polengängerbande wollten den Tag schön brav im Hotel verbringen und so tun, als seien sie tatsächlich eine von weither angereiste und entsprechend restaurationsbedürftige Equipage. Also beschlossen sie, sich an den guten Sachen aus Küche und Keller nach Kräften zu erquicken, zumal es ja zum Plan gehörte, dass alle Kosten dem schurkischen Konsul Averdar aufs Konto gepackt werden sollten. Der Bäcker, der vorhin noch Kowalskis kulinarisch hochwertige Bestellung getadelt hatte, ging nun mit guten Beispiel voran und löffelte Kaviar auf seinen dick gebutterten Toast, als gäbe es kein Morgen.

  „Du vertilgst diese ungewöhnliche Köstlichkeit ja in wahrhaft gargantuesker Weise, gleich als fehlte dir jegliches Wissen über Preis und Provenienz“, tadelte Volten-Walter. „Der ausgewiesene Gourmet hingegen appliziert stets die perfekte Dosis.“ Sprach’s und bestrich sein Röstbrot hauchdünn mit dem teuren Rogen.

  „Wieso, ist doch Brombeermarmelade, oder nicht?“ lachte der Bäcker, biß herzhaft in die Schnitte, und fuhr er mit vollen Backen fort: „Bei uns backen wir das Zeug in die Pannkuchen, wenn wir’s nicht in den Labskaus rühren.“

  „Allreit, mein Freund, was du dir da so unbefangen in die Kiemen dengelst, ist Kaviar für mindestens dreißig Mark“, gab ihm Harry zu bedenken.

  „Wohl! Dann ist das die teuerste Stulle meines Lebens!“

  Es wurde auch getrunken, und nicht zu knapp, die kellerkühlen Flaschen leerten sich in beängstigender Geschwindigkeit, und die Freunde wurden, wie ich anderntags erfuhr, rasch äußerst lustig. Erst malten sie sich in allen möglichen Einzelheiten aus, wie sie den schurkischen Konsul hinters Licht führen würden. Dann fielen den Männern prompt entsprechende Schwänke aus dem eigenen Erleben ein.

  Als erster schilderte Kowalski, der den Ehrenplatz zur Rechten unserer Großfürstin behauptete, einige Episoden vom Dienst an der polnischen Grenze. Einmal hatte er den berühmten Ganoven Moische Mondschein, der Pulver in Mehlfässern schmuggelte, für ein Stündchen zur Überprüfung der Papiere von seinem Fuhrwerk entführt. Woher er käme, wohin er wolle, wie der Weizen stehe, ob schon viele Schnepfen brüteten, wie die Russen mit der Eisenbahn nach Bialystok vorankämen usw. Währenddessen tauschen Kowalskis Kumpane in den Fässern das falsche Mehl heimlich gegen echtes aus. Danach lässt unser Husar den erleichterten Ganoven weiterfahren, erklärt aber, ein Stückchen mitfahren zu wollen, schwingt sich zu dem Überraschten auf den Kutschbock und zündet sich fröhlich ein Pfeifchen an. Der arme Moische Mondschein will am liebsten von seinem Fuhrwerk springen, doch das Netz der eigenen Lügen hält ihn gefangen, und er mag auch nicht die wertvolle Konterbande verloren geben, lieber schwitzt er eine geschlagene Stunde lang Blut und Wasser, ständig die unangenehme Alternative zur Augen, entweder eingesperrt zu werden oder womöglich in die Luft zu fliegen. Aber als Kowalski endlich mitteilt, er wolle auf der Ladefläche ein Nickerchen machen, und sorgfältig seine Pfeife an einem der Fässer ausklopft,  gibt es kein Halten mehr, der entsetzte Pulverschmuggler saust vom Kutschbock und rast wie von tausend Teufeln gehetzt in den Wald.

  Danach erzählte Harpunen-Harry auf allgemeinen Wunsch die Geschichte von seiner Tigerjagd. Sie spielte auf einer der Milchinseln am Köhlbrand, von denen jeden Morgen eine Flotte kleiner Ewer unter roten Lappen nach Hamburg segelte, um die Frühstückstische der Stadt mit frischer Kaffeesahne zu versorgen. Auf der südlichsten Insel hatte der Senat einen Stapelplatz für Tiertransporte eingerichtet. Damals gönnte sich praktisch jede größere Stadt in Mitteleuropa einen eigenen Zoo, und der Handel lief fast komplett über Hamburg. Beim Aus- und Umladen ging ab und zu mal eine Kiste kapores, und die Stadtväter wollten begreiflicherweise nicht riskieren, dass dann irgendwelche Bestien durch die City tobten. Fischer und Jäger machten einen großen Bogen um die Insel, von der es Tag und Nacht so hungrig brüllte. Indes sind die indischen Miezekatzen bekanntlich sehr gute Schwimmer. Harry hockt ahnungslos auf der Nachbarinsel und bereitet ein paar Zielübungen auf Treibholz vor. Er hat sich, okee, gerade ein neues Schießgerät gekauft, und zwar eine Raketenharpune mit einem zwei Meter langen Rohr, jüngste Erfindung des berühmten Walfängerkapitäns Thomas W. Roys aus New Bedford, reitireitireitireit. Plötzlich hört unser Harry hinter sich ein Knacken, dreht sich um und entdeckt, dass sich ein Königstiger bis auf zehn Meter an ihn herangepirscht hat. Gerade noch kann Harry die Harpune herumschwenken, da springt der Tiger auch schon, und – allreit, der Schuss trifft das riesige Raubtier in den Bauch. Die Rakete, die einen Wal killt, haut natürlich auch die stärkste Mieze um. Danach war erst mal Rrrrrrruhe. Die Tierfänger, die ein paar Minuten später im Ruderboot mit ihren Flinten angekeucht kommen, sind zwar heilfroh, dass die Sache so glimpflich abgegangen ist, aber den Tiger können sie nun nicht mal mehr als Bettvorleger verkaufen.

  Volten-Walter brachte einen Trinkspruch auf den harpunierten „S-treifenwal“ aus, den er als „unschuldiges Opfer gefährlicher Jagdeitelkeit“ zu bemitleiden vorgab, leerte mit dem frommen Wunsch „Gott erhalte meine Eingeweide“ sein Glas und musste danach aus dem Leben eines „S-pielers“ berichten, eine Aufgabe, der er sich in gewohnter Umständlichkeit unter fast lückenloser Anreihung der gewähltesten Ausdrücke aus seinem reichen poetischen Repertoire entledigte. Den größten Beifall gab es für die Geschichten, in denen er als Casinobesitzer seine faulen und betrügerischen Croupiers in den abenteuerlichsten Verkleidungen überführte, mal als spanischer Grande mit Vollbart und Perücke, mal als russischer General mit brustwärmender Rasputinwolle im Gesicht und einmal sogar als Maharadscha mit Turban und Theaterschminke.

  „Ein jedes Mal unternahmen diese ungetreuen Diener die ernsthaftesten Versuche, mir durch ihre Unehrlichkeit gleich doppelten Schaden zuzufügen“, berichtete der Lange und rieb sich empört die Geierschnabelnase. „Einmal wollten sie mich als den Gast betrügen, den sie vor sich, und einmal als den Brotherrn, den sie abwesend glaubten. Doch die gerechte S-trafe folgte auf dem Fuße, und es war ein gar großes Heulen und Zähneknirschen, wenn ich mich ihnen zu erkennen gab und die Ungehorsamen zu ihrer dauerhaften Entfernung in die äußerste Finsternis warf.“

  Danach stach der Bäcker Richtung Heimathafen in See, er wollte seine Holde nicht noch schlimmer verärgern, die Bäckerin war in der Tat sehr resolute Frau, ich habe sie später kennengelernt und noch oft meine Brötchen bei ihr besorgt.

  Am Abend kam stieß Onkel Johnny wieder dazu, und die anderen fragten ihn nach seinen Erlebnissen in China, aber er beschied sie ziemlich barsch, er wolle ihnen nicht die Stimmung verderben, Spaßiges gebe es von dort nicht zu berichten. Da die Freunde bereits gesehen hatten, wie viel er trank, ließen sie ihn auch gleich in Ruhe, denn sie merkten, dass er in seiner Seele hinter bösen Geistern her war. Er war nicht weich genug, um sentimental zu werden, aber er wurde immer schweigsamer, und bald konnte man ihm auch nicht mehr ansehen, ob er den anderen überhaupt zuhörte. Die ließen sich davon allerdings nicht irritieren, sondern soffen ungerührt weiter und verkniffen sich lediglich die sonst unter Männern in solchen Situationen üblichen Kommentare über Sauertöpfe und Spielverderber. Statt dessen stürzten sie sich irgendwann vereint auf den Gecko, der nun von seinen Bergtouren an Hamburgs Fassaden zu erzählen hatte, was er nicht ungern tat und mit dem schönen Satz begann: „As ik dat lesde Mol in düsse Timmer was, kam ik nich durch de Tür.“ Es war keiner, der das bezweifelt hätte. Er hatte damals einen amerikanischen Diplomaten samt Gattin beklaut, Perlenkette und so weiter, es stand in allen Zeitungen.

  Onkel Johnny war aber nicht wegen längst vergangener Greuelgeschichten in China so einsilbig, sondern auch wegen der Sache mit Nell. Sein wundes Herz rief nach der einzigen Frau, die er je geliebt hatte, und die er nicht zurückgewinnen konnte, ohne sie für immer zu verlieren. Alle Träume zerronnen, alle Hoffnung verweht, aber Mut und Trotz ungebrochen, brach auch das Ruder und flog der Mast über Bord! Er war bereit, zu kämpfen, er war sogar bereit zu verlieren, aber er war nicht bereit, aufzugeben – nicht einmal dann, wenn alles versucht, alles missglückt und nichts mehr zu wagen war.

  Alles, was mein Onkel Johnny in diesen Tagen tat, hat er aus Liebe getan. Aus der Liebe eines Schiffbrüchigen zu der Planke, die ihn durch den Sturm trägt, und aus der Liebe des Heimkehrers zu der Stimme, die ihm einen Gruß aus längst vergangener Jugendzeit schickt. Aus der Liebe des zweifelnden Herzens zu einer neuen Hoffnung und aus der Liebe der Sehnsucht zu ihrer Erfüllung. Und wenn auch andere glaubten, es hätten noch andere auf Triebfedern auf sein Handeln gewirkt - die seinem Herzen nahestanden, wissen es besser: Auch der Tod und die Vernichtung, die aus seiner Hand kamen, finden ihre Wurzeln in der übergroßen Liebe zu Nell. Wer das nicht glaubt, weiß nicht, dass für die Liebe das Leben weder ein Preis noch ein Ersatz ist.

  Lida erwies sich übrigens wie viele Künstlerinnen als äußerst trinkfest, ebenso Kowalski, der nicht nur als Russe auftrat, sondern auch wie einer soff. Erst nach Mitternacht wurde alles schläfrig. Onkel Johnny sagte Gute Nacht und ging, er hatte wohl einen leichten Strich. Auf der großen Marmortreppe kam ihm eine junge, bildschöne Chinesin entgegen. Ihre Augen leuchteten, und als er hineinblickte, sah er in ihnen alle Lockungen und Verheißungen des Lebens, die faszinierendsten Freuden und die geheimsten Genüsse der Ewigkeit, und dann traf ein heftiger Schlag seinen Kopf.

  Lida hatte gerade ihr Nachthemd angezogen, als sie auf der Straße Pferde wiehern hörte. Sie schaute aus dem Fenster und sah ein paar Chinamänner einen großen Wäschekorb auf ein Fuhrwerk verladen. Sie dachte noch, fleißige Leute, dass sie noch um diese Zeit schuften, legte sich in das wunderbare weiche Bett und schlief bis zum Morgen durch.

  Onkel Johnny hatte eine wesentlich kürzere Nacht, denn als er wieder zu sich kam, fand er sich kunstreich gefesselt auf dem breiten Bett im Gemach der Gespräche ohne fremde Ohren, und vor seinem rechten Auge gleißte die nadeldünne Spitze eines Drachendolches.

 

 

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