„Politik ist Bühnenwirkung“

Freitag, 14. Dezember 2012

Sendungen von Donnerstag, 13.Dezember 2012

In „Tagesthemen“ sagen (Auszüge)

ARD-Moderator Tom Buhrow: „Heute Vormittag gab Angela Merkel eine Regierungserklärung zum EU-Gipfel ab, und zwar die 27ste. Der Bundestag hatte sich erstritten, vor jedem EU-Gipfel von der Kanzlerin über deren Ziele informiert zu werden. Diesmal wurde es eine Art Jahresrückblick in Sachen Euro, natürlich aus unterschiedlichen Perspektiven: Die Opposition findet Merkels Politik schlecht, sie selbst – nun, früher hätte sie vielleicht gesagt ‚alternativlos‘, inzwischen hat sie dafür andere Worte.“

ARD-Reporter Thomas Berbner: „Redet die Kanzlerin dieser Tage über Europa, fehlt es selten am pathetischen Überbau. Ihrer Generation sei die Rettung der Eurozone aufgegeben, referiert Angela Merkel. Ihre Sprache über die Sparanstrengungen in Griechenland hat sich in den letzten Monaten sehr verändert: statt Appellen jetzt Anerkennung für die Krisenländer. Doch bei aller menschlichen Verbundenheit, den Einstieg in eine Transferunion wird es mit ihr nicht geben, macht Merkel klar.   Wenig glaubwürdig ist das für den SPD-Vorsitzenden. Er hat die vorherigen Regierungserklärungen der Kanzlerin nicht vergessen…“

SPD-Chef Sigmar Gabriel: „Sie haben 27 Mal versprochen, es gibt nicht immer mehr Geld aus Deutschland. Sie haben 27 Mal Ihre Versprechen gebrochen. Auch das übrigens ist ein neuer Gipfel in der deutschen und europäischen Politik.“

Berbner: „Der Fraktionsvorsitzende der Linken verfolgt Gabriels Rede mit großer Aufmerksamkeit und stellt dem SPD-Vorsitzenden anschließend die Gretchenfrage für jeden gestandenen Oppositionspolitiker.“

Gysi: „Herr Gabriel, das war eine spannende Rede, Sie müssen nur noch erklären, warum Sie jede Vorlage der Bundesregierung bisher mitbeschlossen haben.“

Berbner: „Was seine Partei in der Europapolitik anders machen würde, wollte der SPD-Kanzlerkandidat heute nicht erklären. Das Einvernehmen zwischen Koalition, SPD und Grünen bei den großen Fragen zu Europa hat weiter Bestand.“

Karl Kraus: „Politik ist Bühnenwirkung.“

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Ebenfalls in „Tagesthemen“ sagt ARD-Kommentator Ingo Nathusius zur gemeinsamen Europäischen Bankenaufsicht: „Glaubt wirklich jemand, dass Behörden in der Lage sind, ein marktwirtschaftliches Milliardenunternehmen so zu beaufsichtigen, dass das Management es nicht ruinieren könnte?“

Nein, sie werden nur so tun, als ob. Balzac: „Die Bürokratie ist ein gigantischer Mechanismus, der von Zwergen bedient wird.“

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TV-SPRÜCHE

„Die EU hat den Friedensnobelpreis bekommen. Das ist wie bei großen Staatsmännern: Kurz vor der Beerdigung gibt’s noch mal schnell einen Preis!“

„Der ehemalige Schatzmeister der Brandenburger Grünen wurde verurteilt, weil er… tja: Die einen Grünen helfen Kröten über die Straße, die anderen Nutten!“

„Zu seiner Verteidigung muss man aber sagen, er hat einen Escort-Service für Bio-Nutten gehabt. Bio-Nutten kennen Sie: das sind die mit ‚Atombusen – nein danke!‘“

Stefan Raab in „TV Total“ (ProSieben)

„Natürlich kommen wir nach der Weihnachtspause wieder. Neu ist: Auf demselben Sender!“

„Der Stuttgarter Bahnhof kostet sechs Milliarden. Na und? Ich finde, in diesen Zeiten kann man froh sein, wenn bei einem Bahnhof nur die Kosten explodieren!“

„6,8 Milliarden! Liebe Bahn, dafür könntet ihr in Berlin einen ganzen Flughafen bauen!“

„Stuttgart 21 kommt so teuer – es wäre für die Bahn billiger, wenn sie den Fahrgästen einfach das Taxi zahlen würde!“

„In Barcelona wurde eine Frau erwischt, am Zoll im Flughafen: 1,4 Kilogramm Kokain in den Brustimplantaten! Sie hat sich nach vorne gebeugt, und: Leise rieselt der Schnee... Ein völlig neuer Begriff für ‘Eine Tüte Koks‘!“

Harald Schmidt in „Harald Schmidt Show“ (Sky)

 

 

 

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