„Nach dem Euro kommt der Globo“

Montag, 31. Dezember 2012

In TELE-RETRO zeigen „Teletäglich“-Kolumnen aus 2002/3, welche Themen vor zehn Jahren wichtig waren und wie das Fernsehen sie präsentierte. Dienstag, 31.Dezember 2002:

In „Schimpf vor zwölf“ sagt BR-Kabarettist Urban Priol: „Wenn ein griechischer Kapitän mit einer philippinischen Besatzung im Auftrag einer liberianischen Firma einen in Japan gebauten, in London hoffnungslos unterversicherten und auf die Bahamas ausgeflaggten Seelenverkäufers namens Prestige – Vive la France! – im Auftrag einer russischen Bank, die ihren Sitz in der Schweiz hat, mit lettischem Altöl für Singapur beladen lässt und im Atlantik versenkt, um so galizischen Fischern das Weihnachtsgeschäft zu verhageln, damit der Chor der russischen Schwarzmeerflotte die Fangquoten erhöhen kann – das ist Globalisierung!“

Deutsches Sprichwort: „Lachend sagt der Narr die Wahrheit.“

*

Pointen des Tages

„Die Schüler sind im Rechnen noch schlechter geworden, aber egal: Sie können die Zeugnisse nicht mehr lesen.“

„Viele junge Leute sagen sich: Warum soll ich in die Schule gehen? Lieber lasse ich mir die Brust aufspritzen und werde Luder! Das wirkt allerdings manchmal kontraproduktiv – vor allem bei Jungen!“

„90 Prozent der Schüler halten die Legislaturperiode für eine Frauenkrankheit.“

Dieter Nuhr in „Schimpf vor zwölf“ (BR)

„Mit dem Euro ist es wie mit der Verwandtschaft zu Weihnachten: keiner will ihn, aber er ist einfach da!“

„Was passiert denn, wenn die alle ihr Schwarzgeld zurückholen aus Liechtenstein, Schweiz, Luxemburg – die armen Länder, die sind ja dann pleite!“

„Es geht uns so schlecht, die Menschen müssen in manchen Gegenden sich schon gegenseitig aufessen. Der Kannibale von Kassel – übrigens: da kommt Hans Eichel auch her...“

„Vier Millionen Arbeitslose? Ich nehme das eher locker: In Euro nur noch die Hälfte...“

„Nach dem Euro kommt der Globo – und auch da wird es uns wieder gelingen, bei den Münzen die Rückseite am langweiligsten von allen zu gestalten.“

Urban Priol in „Schimpf vor zwölf“ (BR)

„Im letzten Jahr waren viele ausländische Staatsgäste da – gut, die meisten nur aus Mitleid...“

„Seit 40 Jahren bewältigt die bayerische SPD erfolgreich die 5-Prozent-Hürde!“

„Der deutsche Rentner sitzt auf dem Sofa und klappert vor Angst mit Zähnen, von denen nicht sicher ist, wo sie herkommen!“

Frank-Markus Barwasser in „Schimpf vor zwölf“ (BR)

„Die einzige Sportart, die ich betreibe, ist Amoklaufen!“
Gaby Köster  in "7 Tage - 7 Köpfe" (RTL)

„Ab drei Promille fange ich an, dem Schröder wieder zu glauben!“
Oliver Welke in "7 Tage - 7 Köpfe" (RTL)

„Steuererleichterungen heißen so, weil uns die Steuer so erleichtert!“
Bernd Stelter in "7 Tage - 7 Köpfe" (RTL)

„Die Formulierung ‚Bis dass der Tod euch scheidet’ ist 2000 Jahre alt. Ich schlage eine modernere Formulierung vor: ‚Bis dass ihr euch wünscht, dass der Tod euch scheidet!’“

Thomas Hermanns in „Quatsch Comedy Club“ (PRO7)

„Meine Mutter kümmert sich bei mir immer um alles, damit ich mich selbständig entwickeln kann!“

Django Asül in „Quatsch Comedy Club“ (PRO7)

“Mein Vater war Beamter, bei uns zu Hause war alles so sicher – ich habe erst mit 19 erfahren, dass der Mensch sterblich ist!“

Dieter Nuhr in „Quatsch Comedy Club“ (PRO7)

“Was heißt eigentlich „Ich-AG“? Mein Körper ist eine Aktiengesellschaft – also muss ich schon mal Körperschaftssteuer zahlen!

Christoph Brüske in „Kabarett aus Franken“ (BR)

 

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