Armut, Angst, ARD

Dienstag, 1. Januar 2013

In TELE-RETRO zeigen „Teletäglich“-Kolumnen aus 2002/3, welche Themen vor zehn Jahren wichtig waren und wie das Fernsehen sie präsentierte. Mittwoch, 1.Januar 2003:

In „Tagesschau“ sagt ARD-Korrespondent Peter Dalheimer über die Neujahrsansprache des Papstes: „Vor dem diplomatischen Korps findet er wieder einmal deutliche Worte gegen den Krieg im Irak, ohne allerdings konkrete Namen zu nennen.“

Das tut dafür die ARD, nennt allerdings meistens die falschen. Schiller: „Dem Friedlichen gewährt man gern den Frieden.“

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In „Das Wort zum Jahresbeginn“ sagt ARD-Pastorin Oda-Gebine Holze-Stäblein zu Bildern einer mittelalterlichen Handschrift: „Das A eröffnet in unserer Sprache aber auch das Alphabet. A wie Anfang. Wie Aufbruch und Anbruch. Oder, auf das Leben bezogen, A wie Atem: Mit dem Atem fängt Leben an. A wie Anbetung: Anbetend wird unsere Seele wach. A wie Auferstehen: der Anfang, wenn wir am Ende sind. Das sind Worte, in denen der Beginn und der Grund des Lebens aufleuchten. Sie haben mit dem Sinn des Ganzen zu tun. Goldgrund-Worte. Mit dem A fangen aber auch ganz andere, eher graue Worte an: Alltag. Arbeit. Sich Abrackern. Ach! sagen. Armut. Atomare Arsenale. Angst...“

Und, last but not least, ARD.

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Pointe des Tages

„Den Dieter Bohlen mag ich nicht nur nicht, den kenne ich nicht einmal!“

Michael Altinger in „Mächtig“ (NDR)

 

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