Don Bosco: „Der Teufel hat Angst vor fröhlichen Menschen“

Donnerstag, 31. Januar 2013

Das Wort zum Freitag

Die katholische Kirche feiert heute den Gedenktag eines ihrer populärsten Heiligen, des Johannes Bosco (1815-1888), genannt „Don Bosco“. Elisabeth Langgässer schreibt über ihn: „Er war Kuhhirt und Winzer, Trapezkünstler, Lehrer und Tausendsassa, Pionier und Pfadfinder, Kaufmann und Priester, Sozialarbeiter und Jugendfreund, Gründer unzähliger Jugendheime in der alten und der neuen Welt, Kamerad und Vater von kleinen Dieben, von Räubern und Waisenkindern, Anführer ihrer Spiele und Tröster ihrer Leiden, Büßer und Beter für seine Jungenschar, die keiner mehr zählen kann, ein Baumeister, Spekulant und Träumer … Er war ganz einfach, so einfach wie ein wildes Gebirgswasser einfach ist, das gleichzeitig Steine mit sich reißt und Blumen und Tiere tränkt. Er war ein einfacher Mensch unserer Tage, ein Apostel der Neuzeit, ein Jugenderzieher von ungewöhnlichen Graden, dessen Lehre immer nur Güte und nichts als Güte hieß. Er war ein Heros der Liebe und als solcher wurde er am 1.April des Jahres 1914 von Papst Pius XI. heiliggesprochen, vielmehr es wurde nur ausgesprochen, was allen Leuten bereits bekannt war, die sich näher mit ihm beschäftigt hatten.“ Das „wilde Gebirgswasser“ nimmt in Becchi in Piemont seinen Lauf. Der Sohn armer Bauern lernt schon als Kind Entbehrungen zu ertragen. „Schon früh zeigt er Talente, die ihn bei seinen Spielkameraden zum unbestrittenen Anführer werden ließen“, schreiben Erna und Hans Melchers in ihrem „Großen Buch der Heiligen“: „Eine unerschöpfliche Erzählergabe, Fähigkeiten zum Basteln, einen bezwingenden Einfluss auch auf die größten und wildesten Buben, sportliche Überlegenheit, Mut und Ehrlichkeit, und ein mitreißendes Eintreten für alles Gute.“ Mit neun Jahren hat der kleine Johannes eine Vision, die sein Leben bestimmt: Er will Priester werden. 1841 ist es geschafft. Danach geht der 26-jährige in ein Priesterkonvikt nach Turin, um sein Wissen zu vertiefen. Am 8. Dezember begegnet er in der Franziskuskirche seinem ersten Schützling, einem 15-jährigen Maurerlehrling ohne Eltern. Er gibt ihm zu essen und lädt ihn ein, zum nächsten Mal seine Freunde mitzubringen. Am nächsten Sonntag sind es schon sechs, nach drei Monaten 50 Jungen, um die sich Johannes Bosco kümmert. Er baut einen alten Schuppen notdürftig zu einem Jugendheim aus, unterrichtet die Kinder und Halbwüchsigen, feiert mit ihnen die Messe, zieht mit ihnen über die Spielplätze und bettelt für sie. Manche Mitbürger beobachten ihn voller Argwohn, einmal wollen sie ihn sogar ins Irrenhaus stecken. Er wird bespitzelt, bedroht, bestohlen und mehr als einmal von jungen Verbrechern enttäuscht, doch sein Jugendwerk gedeiht. Zur besseren Betreuung seiner Schutzbefohlenen holt er seine Mutter aus Becchi. Als die Schar immer größer wird, sucht er sich Helfer. Er gründet eine Genossenschaft aus Kirchenleuten und Laien. Zum Dank für die Unterstützung des hl. Franz von Sales nennt er sie nach dem Heiligen – heute sind die „Salesianer Don Boscos“ mit rund 16.000 Mitgliedern die zweitgrößte katholische Ordensgemeinschaft der Welt. Zur Betreuung armer Mädchen organisiert er die Kongregation der „Don-Bosco-Schwestern“. Sein Eintreten auch als Schriftsteller und Zeitungsverleger für die katholische Sache macht ihn zum „Garibaldi des Vatikan“. Heute kümmern sich seine Nachfolger um Kinder und Jugendliche in 130 Ländern der Welt. An Aussprüchen Don Boscos sind überliefert: „Halte dich fest an Gott. Mache es wie der Vogel, der nicht aufhört zu singen, auch wenn der Ast bricht. Denn er weiß, dass er Flügel hat.“ - „Tun wir, was wir tun können. Gott fügt das Fehlende schon hinzu" - „Arbeiten wir mit dem Herzen, und Gott wird uns als guter Vater belohnen.“ – „Das Beste, was wir auf der Welt tun können, ist Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen." - „Der Teufel hat Angst vor fröhlichen Menschen.“

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Gott tut Wunder auch in unserer Zeit, schickt uns Prüfungen und Propheten, denn die Liebe ist niemals stumm, taub oder tatenlos.

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In "Schuld und Sühne" sagt Swidrigailow zu Raskolnikow: "Geistererscheinungen, das sind sozusagen Ausschnitte und Bruchstücke anderer Welten, ihr Anfang … Ein gesunder Mensch hat selbstverständlich keinen Grund, sie zu sehen, weil er ein durch und durch irdischer Mensch ist und ein ausschließlich diesseitiges Leben führen soll, um des Ganzen und der Ordnung willen. Aber sowie er erkrankt, sowie die normale irdische Ordnung seines Organismus gestört ist, eröffnet sich ihm sogleich die Möglichkeit einer anderen Welt, und je kranker er ist, desto größer wird die Berührung mit ihr, so daß, wenn er stirbt, er direkt in jene andere Welt hinübergeht."

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Hängt es zusammen, dass das Kreuzzeichen im Lexikon vor einem Todesjahr steht, in der Mathematik aber als Pluszeichen dient?

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Henri Sanson in einer Nachbemerkung zu „Tagebücher der Henker von Paris 1685 – 1847“: „Es wird in der Geschichte dieser Zunft von Henkern berichtet, die nie ihr blutiges Werk verrichteten, ohne vorher das Abendmahl genommen zu haben, ja andere konnten sogar kein Blut sehen.“

 

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