Silvesterbräuche: Das große Einmaleins des Aberglaubens

Mittwoch, 31. Dezember 2014

Silvesterabend und Neujahrstag gelten als Wendepunkte im Leben. Viele alte Bräuche wollen dabei helfen.

Bleigießen: Schon die alten Römer deuteten daraus die Zukunft. Ein Herz bedeutet eine neue Liebe, eine Blume eine neue Freundschaft.

Geflügel: Im Rheinland freut man sich über die Neujahrsgans, doch woanders gilt Geflügel als Pechbringer, denn mit ihm fliegt das Glück davon!

Geld: Linsensuppe oder Sauerkraut füllen im neuen Jahr die Kasse. Am besten wirkt eine Schuppe vom Silvesterkarpfen im Portemonnaie.

Glocke: Ihr Klang vertreibt die bösen Geister. Heute übernehmen Böller diese Aufgabe.

Glückskeks: Nicht nur in China, auch im Christentum Brauch. Der Segen liegt in der Münze, die in den Kuchen gebacken wird.

Glücksschwein: Den alten Germanen war der Eber heilig, zog göttliche Hilfe an. Heute ist es meist aus Marzipan, steht für Wohlstand und Reichtum.

Guten Rutsch: Hat nichts mit „Hinüberrutschen“ zu tun, sondern kommt vom hebräischen „rosch“ für „Anfang“.

Hufeisen: Schützt als Talisman Haus und Hof.

Kaminkehrer: Glücksbringer, weil sie früher am Neujahrstag durch die Straßen zogen und gratulierten.

Kleeblatt: Nach der Legende nahm schon Urmutter Eva ein vierblättriges aus dem Paradies als Glücksbringer mit.

Marienkäfer: Glücksbote der Gottesmutter Maria, fliegt als Beschützer vor allem Kinder und Kranke an. Abschütteln bringt Unglück!

Musik: Schlägt böse Geister in die Flucht. Je lauter, desto besser!

Party: Die Feier mit Freunden schützt vor Dämonen, die in einen geschlossenen Kreis nicht eindringen können.

Pfennig: Der Glückspfennig (Glückscent), in der Neujahrsnacht verschenkt, sorgt dafür, dass dem Empfänger im nächsten Jahr das Geld niemals ausgeht.

Prost: Heißt nicht „Gesundheit“, sondern „es möge gelingen“.

Sektkorken: Sein Knall jagt den Teufel davon.

Verkleidung: Hütchen oder Pappnase sollen die Dämonen irreführen – sie können ihr Opfer nicht identifizieren.

Wäsche: Nicht über Neujahr zum Trocknen hängen lassen, denn das bringt Pech und viel Arbeit im neuen Jahr!

Zwölf Weintrauben: Um Mitternacht wird zu jedem Glockenschlag eine verzehrt, dabei ein Wunsch gedacht. Besonders in Spanien sehr beliebt!

 

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