Hitlers Griff nach Afrika (2): Die Engländer sollten Gandhi erschießen

Mittwoch, 12. September 2018

Vor 75 Jahren scheitert der berühmte „Wüstenfuchs“ Erwin Rommel mit seinem Feldzug nach Ägypten. Doch das strategische Ziel der deutschen Truppen, das britische Weltreich im Irak und sogar in Indien anzugreifen, bleibt trotz der Niederlage aktuell. Dabei hatte Hitler sich ursprünglich mit England gegen Russland verbünden wollen.

Lange Zeit ist der „Führer“, so der Historiker Johannes H. Voigt, ein großer Bewunderer des britischen Empire. „England mit seinen paar Millionen beherrscht praktisch ein Viertel der ganzen Erde“, sagt Hitler schon 1920. „Englischer Marinismus! Englische Kolonialmacht, die größte auf der Welt! England kontrolliert den Weltverkehr!“

In „Mein Kampf“ setzt er sich deshalb für ein deutsch-englisches Bündnis vor allem gegen Russland ein, das Indien von Norden her bedrohe.

Der Freiheitskampf der Inder unter Mahatma Gandhi ist für Hitler nur eine Rebellion der „minderwertigen“ Hindu-Rasse gegen die „überlegene“ anglo-nordische Rasse, die das Recht habe, die Welt zu beherrschen.

Als Reichskanzler rät Hitler den Engländern 1937, Gandhi zu erschießen und notfalls noch ein Dutzend führender Politiker oder auch deren zweihundert umzubringen. Nach Voigt deutet Hitler die „Schwierigkeiten“ in Indien als „Folge eines Schwindens des britischen Herrschaftswillens“.

„Ende Juli 1941 bereits äußerte Hitler über den geplanten Reichsaufbau im Osten, man sollte von den Engländern lernen, die mit zweihundertfünfzigtauend Mann über vierhundert Millionen Inder Indern herrschten“, sagt der Historiker. Hitler selbst sagt: „Was für England Indien war, wird für uns der Ostraum sein.“

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