Zur Flüchtlingskrise: Die Aussiedler aus dem Ostblock

Sonntag, 21. Oktober 2018

In der aktuellen Flüchtlingskrise ziehen Aktivisten gern unpassende Vergleiche zwischen Asylbewerbern aus syrischen Kriegsgebieten und deutschen Heimatvertriebenen nach 1945. Noch unentdeckt scheinen dabei die zahlreichen Übersiedler aus kommunistischen Ländern bis zum Untergang des Ostblocks, obwohl auch sie bei der bundesdeutschen Bevölkerung damals viel Sympathie und Solidarität finden. Für die Regierungen ihrer Heimatländer bedeuten diese Übersiedler einen großen Imageverlust: Ihr Abzug ist ein weltweit beachtetes Zeichen der Unzufriedenheit mit den realen Verhältnissen in den vorgeblichen Arbeiter-und Bauernparadiesen. Zwischen 1950 und 1987 kommen allein aus Polen 1,3 Millionen Ausiedler und Spätaussiedler in die Bundesrepublik. Die Karikatur aus dem August 1971 illustriert die vergeblichen Bemühungen kommunistischer Funktioniere, ein abschreckendes Bild des freien Westens zu zeichnen. - Der Karikaturist Josef Nyary sen. (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de  

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