Der Zank um den Dollar

Mittwoch, 21. November 2018

Das Ringen um den Dollar als internationale Leitwährung ist un auch im Konflikt des US-Präsidenten mit den Mullahs und deren europäischen Vertragspartnern wieder einmal voll entbrannt. Er zieht sich aber schon seit Jahrzehnten immer wieder krisenhaft durch die Geschichte der Weltwirtschaft. Nach dem Zweiten Weltkrieg hatten sich die USA verpflichtet, jederzeit Dollars gegen Gold einzutauschen. Im Mai 1971 wären diese Verpflichtungen auf über 40 Milliarden Dollar angewachsen – bei Goldreserven von nur 10 Milliarden Dollar. Am 8. Mai 1971 gibt die SPD/FDP-Bundesregierung dann auch noch im Alleingang den Wechselkurs der Mark frei, und der Dollar gerät unter extremen Spekulationsdruck. Deshalb weigern sich die USA, weiter schweres Gold für leichte Scheine zu geben. Prompt gerät der Welthandel aus den Fugen. Die Washingtoner Welt-Währungskonferenz vom September will den Wirrwarr ordnen, doch die Delegierten aus 118 Ländern können keines der Probleme auch nur im Ansatz lösen, weil jeder seinen Vorteil sucht. Besonders hartleibig verhandeln Europäer und Japaner. Die Karikatur vom 28.September 1971 zeigt, wie sich die Diskussion im Kreise dreht.Ähnlich wie heute US-Präsident Donald Trump erhöht damals US-Finanzminister John Connally den Druck auf die Verbündeten mit einer Importsteuer. - Der Karikaturist Josef Nyary sen. (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de  

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