Helmut Markworts Schimpfkanonade gegen AKK

Donnerstag, 13. Dezember 2018
Jahresendtalker (v.l.): Johannes B. Kerner, Tina Hassel, Sandra Maischberger, Helmut Markwort, Katrin Göring-Eckardt, Philipp Amthor © WDR/Max Kohr

„Maischberger: 2018 – Höhenflüge, Abstürze, geplatzte Träume?“ ARD, Mittwoch, 12. Dezember 2018, 22.45 Uhr.

Der frühere „Focus“-Chefredakteur und heutige FDP-Abgeordnete im Bayerischen Landtag Helmut Markwort hat in der ARD-Talkshow „Maischberger“ am Mittwoch eine heftige Attacke gegen die neue CDU-Vorsitzende Annegret Kramp-Karrenbauer geführt.

Wörtlich sagte der Journalist: „Linke CDU-Ausschüsslerin! Die AKK ist ja noch linker als die Merkel! Die hat noch nie in ihrem Leben in einem Betrieb, in der Wirtschaft gearbeitet!“

Auch SPD-Chefin Andrea Nahles wurde Zielscheibe: Markwort nannte sie „Schreimonster“. Ihr Vorgänger Martin Schulz wiederum sei mit schuld am Brexit, weil er durch seine „großkotzige Art“ als EU-Parlamentspräsident viele Engländer abgestoßen habe.

Auch die Grüne-Fraktionsvorsitzende Katrin Göring-Eckardt hatte an „AKK“ einiges auszusetzen. Vor allem sei ihr die neue CDU-Chefin viel zu konservativ: „Ich werde einen heftigen Streit mit ihr haben!“ sagte die Grüne voraus.

Der CDU-Politiker Philipp Amthor, zweitjüngster Abgeordneter im Bundestag, konterte: „Die Grünen haben jetzt gute Laune, aber hinter dem Mantel steckt immer noch dieselbe kleinkarierte Verbotspartei!

Markwort eilt Amthor zu Hilfe: Die „Bestrafung der Dieselfahrer durch fragwürdige Messwerte“ sei wirklich „kleinkariert“, zürnte der FDP-Politiker.

Interessantester Vergleich

Talkmasterin Sandra Maischberger zeigt Ausschnitte aus zwei Anti-AfD-Attacken im Bundestag: Schulz mit dem Säbel („Misthaufen der Geschichte“), Amthor mit dem Florett („Machen Sie erst mal ordentlich Ihre Arbeit!“)

„Die AfD ärgert sich viel mehr, wenn sie inhaltlich gepackt wird“, erläutert der CDU-Youngster. „Über das dumpfe Draufhauen freuen die sich nur.

Bekenntnis des Abends

„Ich habe im ersten Wahlgang Jens Spahn gewählt, im zweiten aber Annegret Kramp-Karrenbauer“, gab Amthor zu. „Es ging um die Frage: Wer hilft eigentlich der Partei?“

Die ARD-Journalistin Tina Hassel steuerte eine Analyse bei: „Karrenbauer hat die bessere Rede gehalten“, sagte sie. Friedrich Merz dagegen habe geredet, „wie man zu Aktionären spricht.“

Hitzigste Debatte

„Ist das Rassismus?“ fragte Maischberger zum Ärger um Fußballstar Mesut Özil.

„Ja!“ fand Göring-Eckart.

Markwort protestierte: „Man kann doch an dem Özil keinen Rassismus festmachen! In allen Bundesligamannschaften spielen so viele Ausländer, und kein Mensch pöbelt die an!“

„Das stimmt ja nicht!“ widersprach die Grüne. „Fragen Sie mal Herrn Asamoah, fragen Sie mal Fußballer aus der Regionalliga!“

Schalke gegen Untermenzing

Markwort wollte es trotzdem nicht wahrhaben: „Ich gehe auch zum SV Untermenzing, wo mein Enkel spielt, da können Sie Jugendmannschaften sehen, da ist kein einziger Deutscher drin, da wird nicht rassistisch gepöbelt. Das ist ein Zerrbild!“

„Nee!“ konterte Göring-Eckardt. „Es gibt beides. Es gibt Schalke 04, wo sehr deutlich gesagt wird: Wir brauchen eine Kampagne gegen Rassismus im Stadion. Und das klappt an vielen Stellen sehr gut.“

Bester Vorsatz

„Ich habe mir persönlich etwas vorgenommen“, sagte der  ZDF-Moderator Johannes B. Kerner zum Schluss. „Ich werde Polizisten nie mehr mit so einem unflätigen Begriff benennen, sondern ich werde sie nur noch Polizisten nennen.“

Und warum? „Weil ich damit meinen Respekt vor den Menschen zum Ausdruck bringen möchte, die ihr Gesicht für kleines Geld hinhalten und dafür sorgen, dass bei uns einiges funktioniert.“

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