Als Putin noch Breschnew hieß

Samstag, 29. Dezember 2018
;Josef Nyary Karikaturen;Erdogan Karikatur;Zeitgeschichte Cartoons;

Führende Sozialdemokraten fordern mehr Härte gegenüber Putin: Das lukrative Appeasement der Methode Schröder habe nicht die erwünschte politischen Wirkung gezeigt, heißt es aus der Berliner Zentrale. Unterschiedliche Einschätzungen russischer Machthaber gibt es schon zur Zeit der neuen Ostpolitik Willy Brandts in den späten 1960er Jahren. 1968 lässt KPdSU-Generalsekretär Leonid Iljitsch Breschnew seine Truppen den Prager Frühling zertrampeln. Im November 1968 beendet er mit seiner „Breschnew-Doktrin“ die nur vorgespielte Souveränität der kommunistischen Satellitenstaaten in Osteuropa auch offiziell. Innenpolitisch leitet Breschnew eine Restalinisierung in Partei und Staat ein. In dieser Phase des Neostalinismus werden die Meinungsfreiheit wieder massiv eingeschränkt, die Strafen bei politischen Gesetzesbrüchen deutlich verschärft und der Versuch unternommen, Stalin wieder zu rehabilitieren. Nach dem Sturz Walter Ulbrichts 1971 bringt Brandts „Entspannungspolitik“ viele Bekundungen guten Willens zur „friedlichen Koexistenz“. Gleichzeitig werden die tödlichen Sperranlagen an der Berliner Mauer und der innerdeutschen Grenze weiter perfektioniert. Die Karikatur vom 22.September 1971 vergleicht in satirischer Zuspitzung die Breschnew-Bilder von Brandt und CSU-Chef Franz Josef Strauß. - Der Karikaturist Josef Nyary sen. (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de

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