Fußtritt vom großen Elefanten

Dienstag, 1. Januar 2019
Afrika ist nach dem Klimawandel das zweite große Thema des neuen Jahres: Millionen Flüchtlinge, blutige Bürgerkriege, korrupte Eliten. Die Probleme beginnen bereits in den Jahren der Entkolonialisierung. Die neuen Machthaber bereichern sich schamlos und bringen ihre politischen Gegner um. Besonders schlimm treibt es Guineas Diktator Ahmed Sékou Touré (1922-1984). Während seiner 30-jährigen Herrschaft als Syli („großer Elefant“) werden Tausende gefoltert und liquidiert. Trotz üppiger Ernten und reicher Bodenschätze hungert das Volk. Zwei Millionen Guineer flüchten. Am 22. November 1970 greifen Widerstandskämpfer das Gewaltregime an. Daraufhin weist Touré 30 deutsche Entwicklungshelfer wegen angeblicher Beteiligung an dem Umsturzversuch aus. Das Belastungsmaterial stammt aus der DDR. Danach biedert Touré sich in Moskau an. Westdeutsche Entwicklungshilfe will er aber trotzdem weiter kassieren. Die Karikatur aus dem Januar 1971 spitzt das typische Verhalten afrikanischer Diktatoren zu. Statt der Sowjetunion tritt inzwischen China als Sponsor mörderischer Menschenrechtsverletzer in der Dritten Welt auf. – Der Karikaturist Josef Nyary sen. (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de

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