„America First“ schon bei Richard Nixon

Mittwoch, 16. Januar 2019

Schon lange vor Trumps „America First“ wecken wirtschafts- und finanzpolitische Alleingänge der USA Unmut und Sorgen bei den Verbündeten. 1971 etwa überrascht Präsident Richard Nixon die Welt mit weitreichenden Veränderungen der amerikanischen Außenpolitik und der Wirtschafts- und Finanzpolitik. Am 15. Juli 1971 gibt er die Wiederaufnahme diplomatischer Beziehungen zur Volksrepublik China bekannt. Am 15. August 1971 verkündet er einen Einfuhrzoll von 10 Prozent auf Importwaren und beendet das System fester Wechselkurse. Da die Maßnahmen ohne Absprache mit anderen Nationen ausschließlich vom Weißen Haus beschlossen werden, spricht die Welt vom „Nixon-Schock“. In der Folge geraten der am Dollar orientierte Welthandel aus dem Gleichgewicht, das düpierte EWG-Europa in Panik und die deutsche Exportindustrie in Existenzangst. Manchem Kritiker klingen die Kommentare im Radiosender „Stimme Amerikas“ über Freiheit und Gleichberechtigung plötzlich hohl. Die Karikatur ahnt die Entwicklung schon am 1.Juli 1971 voraus. - Der Karikaturist Josef Nyary sen. (1910-1973) arbeitete seit den 1930er Jahren in Berlin und nach 1945 in Bayern. © Frankenpost www.Frankenpost.de

Dieser Artikel ist in folgenden Kategorien


Schreiben Sie einen Kommentar


:


:


:


:


*:
Bitte achten Sie auf weitere Anweisungen im nächsten Schritt