Stammt der nächste Preis für Merkel von einem Mauerfreund und Rassisten?

Mittwoch, 16. Januar 2019

Bundeskanzlerin Angela Merkel soll nach einer Meldung der Deutschen Presse-Agentur noch im Januar den amerikanischen „Fulbright-Preis für Friedenseinsatz“ erhalten. Die öffentlichen Reaktionen darauf dürften allerdings eher zwiespältig sein.

Der Preis ehre ihren „Einsatz für internationale Verständigung“. Nach einer Erklärung der „Fulbright Association“ würdige er die Kanzlerin als "herausragende Führungspersönlichkeit und für ihr starkes Engagement für gegenseitiges Verständnis, internationale Zusammenarbeit und Frieden".

Die Preisverleihung soll am 28. Januar 2019 in Berlin über die Bühne - und damit zum ersten Mal in der 25 Jahre langen Geschichte der Auszeichnung außerhalb der USA. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Nelson Mandela, Jimmy Carter, Bill Clinton und die Organisation „Ärzte ohne Grenzen“.

James William Fulbright (1905-1995) vertrat als Demokrat den Bundesstaat Arkansas im Kongress. „Wikipedia“ schreibt über ihn: „Am 30. Juli 1961, zwei Wochen vor der Errichtung der Berliner Mauer, sagte Fulbright in einem Fernseh-Interview: ‚Ich verstehe nicht, weshalb die Ostdeutschen ihre Grenze nicht schon längst geschlossen haben; ich glaube, sie haben jedes Recht dazu.‘ Es wird angenommen, dass Präsident Kennedy Fulbright gebeten hat, mit dieser Aussage dem sowjetischen Führer Nikita Chruschtschow zu signalisieren, dass der Bau der Mauer von den USA als akzeptierbarer Weg zur Lösung der Berlin-Krise angesehen würde.“

Weiter heißt es in dem „Wikipedia“-Artikel: „Fulbright vertrat oft die Ansicht, die Vereinigten Staaten würden sich häufig zu sehr in die inneren Angelegenheiten anderer Staaten einmischen. Während seiner gesamten politischen Karriere war Fulbright ein Anhänger internationalen Rechts und der Vereinten Nationen (UN). Auf der anderen Seite war Fulbright als Abgeordneter aus dem Süden der USA lange Zeit ein Anhänger der Rassentrennung und stimmte sowohl gegen den Civil Rights Act von 1964 als auch gegen den Voting Rights Act, der der schwarzen Bevölkerung in den USA das volle Wahlrecht zusprach.“

Sollten diese Fakten zur Preisverleihung Thema werden, kommt auf Merkel-Sprecher Steffen Seibert Erklärungsarbeit zu.

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