Auf dem Golan

Dienstag, 26. März 2019
Als Kriegsreporter auf dem Golan vor einem irakischen T-62

Die Erklärung des amerikanischen Präsidenten, den Golan als Teil des israelischen Staatsgebiets anzuerkennen, weckt Erinnerungen an einen Einsatz als Kriegsreporter. Die Entscheidung war überfällig. Im Sechstagekrieg 1967 hatten syrische Truppen die Jordanquellen besetzt und israelische Siedlungen beschossen. Die israelische Armee griff daraufhin die feindlichen Stellungen an. 115 Israelis verloren dabei ihr Leben. Die Syrer flohen. Im Yom Kippur-Krieg 1973 stand Israel dann am Rand des Untergangs. Die Syrer stießen mit über 1400 Panzern auf die Golanhöhen vor. Eine israelische Gegenoffensive drängte sie nach Tagen unter schwersten Verlusten zurück. Dabei starben rund 2000 israelische Soldaten. Ich war damals als Kriegsberichterstatter auf dem Golan, u.a. mit Kollegen wie Axel Springer jun. als Fotoreporter, Holger Dietzemann für „Bild“ oder Günther Stiller für das „Hamburger Abendblatt“. Wir sahen Hunderte zerstörte syrische Panzer, wurden mit Raketen beschossen und hörten israelische Offiziere sagen, dass sie den Golan niemals wieder Feinden Israels überlassen würden. Jetzt, 45 Jahre später, ist das dank Donald Trump endgültig klar. In Nahost lässt sich der Frieden noch auf Generationen hinaus nur mit absoluter militärischer Entschlossenheit schützen. Die Welt sollte das endlich anerkennen.

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