Leonardo da Vinci: Fürchtete er die Atombombe?

Mittwoch, 1. Mai 2019
ARD-Moderatorin Jana vor Leonardo-Nachbauten Bielefelder Studenten © WDR/tvision

Der geniale Schöpfer der Mona Lisa gilt als größter Erfinder aller Zeiten: Hubschrauber, Fallschirm, Spiegelteleskop und viel Militärtechnik füllen zahllose Arbeitsblätter. Jetzt aber, 500 Jahre nach seinem Tod am 2.Mai 1519, decken Forscher seine spannendsten Geheimnisse auf!

Solartechnik. Eine mysteriöse Pyramiden-Struktur mit dem Tarnnamen „Perspectiva“ ist in Wirklichkeit eine Powerstation, die Wasser mit Sonnenergie aufheizt. Ahnte Leonardo die Photovoltaik voraus?

Autonomes Fahren. Eine Leonardo-Skizze wird 1932 von Mussolini als „Geburtsstunde der italienischen Autoindustrie“ gefeiert. Doch 2004 baut der US-Robotikingenieur Mark Rosheim das Vinci-Mobil nach und stellt fest: Es ist sogar selbstfahrend! Die sensationelle Konstruktion wurde, so Leonardo-Forscher Paolo Galluzzi, „jahrhundertelang missverstanden!“

Atombombe. Leonardo-Forscher Charles Nicholl identifiziert auf neu ausgewerteten Leonardo-Skizzen „den Feuerball, den Explosionspilz und den Fallout einer Wasserstoffbombe“.

Kernenergie. In Aufzeichnungen findet Nicholl „Gedankenspiele“ zur friedlichen Nutzung der Atomkraft, aber auch zu den Gefahren der Uranspaltung. In einer „Profetie“ beschreibt Leonardo „etwas aus der Erde, das mit seinem Atem Städte zerstören wird.“

Klimakatastrophe. Auf zehn dramatischen Zeichnungen warnt Leonardo drei Jahre vor seinem Tod vor einer neuen Sintflut kommen: Die ständigen Unwetter und verheerenden Überschwemmungen in Florenz haben ihn alarmiert.

Zeitmaschine. Manche Forscher lesen aus Leonardos Notizbüchern Hinweise auf Schwarze Löcher, kosmische Strings und überlichtschnelle Tachyonen heraus, deren Beherrschung womöglich Zeitreisen erlaubt.

Auch das rätselhafte Lächeln der Mona Lisa weist auf Hightech hin: Durch das Aufeinandermalen von über 30 Farbschichten gelingt Leonardo der Effekt der modernen Holographie.

Warum die Forschung erst jetzt dahinterkommt, erklärt Nicholl mit der Furcht des Genies vor Ideenklau: „Er war ein höchst misstrauischer Geheimniskrämer!“

Aber auch vor der Kirche muss sich der geniale Erfinder hüten: Die frommen Gottesdiener halten alles, was sie nicht verstehen, für Teufelswerk, und dann droht der Scheiterhaufen!

Sicherheitshalber versteckt der Erfinder seine größten Geheimnisse deshalb in einer schweren Eichenholztruhe mit Eisenschloss. Nach seinem Tod karrt sein Assistent und Erbe Franzesco Meli die Dokumente nach Mailand. Dort verschwinden sie spurlos. Seither ist der wohl größte Wissensschatz der Menschheit verschollen. ^

In der Jugendsendung „neuneinhalb“ (WDR) am Samstag, 4.Mai um 8.15 Uhr zeigt die ARD „Leonardo da Vinci - Warum er noch heute als Genie gilt“. Moderatorin Jana sieht sich in Bielefeld einige von Leonardos Erfindungen an, die Studenten anhand von alten Skizzen nachgebaut haben.

Dieser Artikel ist in folgenden Kategorien


Schreiben Sie einen Kommentar


:


:


:


:


*:
Bitte achten Sie auf weitere Anweisungen im nächsten Schritt