Das letzte Kind hieß „Kolibri“

Donnerstag, 22. November 2012

Sendungen von Mittwoch, 21.November 2012

In „Tagesthemen“ sagt ARD-Kommentator Holger Ohmstedt: „Journalisten leben von schlechten Nachrichten. Zahlreiche Verlage produzieren diese bad news derzeit selber. Erst die Insolvenz der ‚Frankfurter Rundschau’ und jetzt das drohende Aus die ‚Financial Times Deutschland‘. Beides Qualitätszeitungen, beides Medien, die zum Lebenselixier der Demokratie in Deutschland gehören. Die Verlage tragen eine Mitschuld daran, dass immer mehr Leser ins Netz abwandern oder erst gar kein Zeitungsabo mehr bestellen. Mit kostenfreien Angeboten waren sie im Netz ganz schnell dabei. Kein Wunder, dass sich Leser längst daran gewöhnt haben, dass es Lektüre gratis gibt…“

Zum Beispiel in den Internet-Auftritten der GEZ-finanzierten Rundfunkveranstalter ARD und ZDF. Deutsches Sprichwort: „Der eine hat die Mühe, der andere die Brühe.“

 

In „Schalke-Piräus“ sagt ZDF-Kommentator Bela Rethy: „Nikopolides, der Grauhaarige, der große EM-Torwart, sah früher ein bisschen aus wie George Clooney – jetzt wie der alternde George Clooney.“

The show must go on!

*

In „SWR3 latenight“ zeigt ARD-Moderator Pierre M. Krause (SWR-Eigenlob: „Er liebt absurden Humor und ist mit einer unnachahmlichen Schlagfertigkeit gesegnet“) einen Sketch über freie Mitarbeiter der Redaktion. Auszüge:

Krause: „Unser Tele-Chinese Kim wird uns heute ein paar preiswerte Gags liefern. Hallo Kim! Wir bräuchten ein paar Witze, zur Piratenpartei zum Beispiel. Hast du ein paar Billig-Witze parat?“

„Kim“: „Ja. Solle losgelegen? Bereit für großes Pipi in Hose machen?“

Krause: „Ja. Ich bin bereit für großes Pipi in Hose machen.“

„Kim“: „Was mache Pirate, wenn seine Frau hat ihre Tage?“

Krause: „Was macht ein Pirat, wenn seine Frau ihre … Ich hoffe, du sagst jetzt nicht: Er sticht auch ins Rote Meer!“

„Unnachahmliche Schlagfertigkeit“!

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TV-SPRÜCHE

„Es gibt viele, bei denen der Hirntod jahrelang unbemerkt bleibt!“

„Ich gehe niemals zum Arzt. Eine gute Voraussetzung, nicht zu sterben. Denn wenn bei uns jemand stirbt, ist fast immer ein Arzt dabei!"

„Die häufigsten Todesursachen bei uns sind Herzleiden, Krebs und Schlaganfall. Da ist immer ein Arzt dabei. Ganz selten dagegen: Blitzschlag. Kein Arzt. Das kann kein Zufall sein!“

„Eine ganz seltene Todesursache bei uns: Alkoholvergiftung. Wahrscheinlich, weil Ärzte da nicht dabei sind, sondern meistens selbst betroffen!“

„Nirgends wird so viel gelogen wie in Todesanzeigen. Sonst kämen da viel öfter Worte vor wie ‚endlich‘, ‚glücklicherweise‘, ‚nach langem Warten‘ oder ‚Es freuen sich‘…“

„Dass Gott die Welt in sechs Tagen erschaffen haben soll, finde ich persönlich knapp: Da habe ich mit Handwerkern andere Erfahrungen gemacht!“

Dieter Nuhr in „Nuhr am Leben“ (ARD)

„Heute kann man sich nicht mehr von der Familie lossagen, weil es gar keine Familie mehr gibt!“

„Wenn du früher in Baden-Württemberg weniger als fünf Kinder hattest, hieß es doch sofort in der Nachbarschaft: Da stimmt was nicht mit der Manneskraft! Dann hat die Mutter vorsichtshalber noch ein Kind mit dem Paketboten draufgelegt. Dann ist auch nicht aufgefallen, dass zwei andere sehr stark nach dem Milchmann kommen. Und das letzte Kind hieß ’Kolibri‘, weil man nicht wusste: Ist es vom Kohlemann, vom Liebhaber oder vom Briefträger!“

Christoph Sonntag in „Alte Zeiten – Neue Zeiten“ (3sat)

 

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